Immer an der Planke lang: In der Steilkurve des Ford-Testzentrums im belgischen Lommel ...
... zeigt das antike Coupé seine Schokoladenseiten.
Wie einst im Mai, aber ohne Polizei: Aufhängungstest mit viel Gefühl an der künstlichen Bordsteinkante.
Viel Platz für wenig Motor: Unter die lange Haube hätte locker ein V8 gepaßt.
Der ehemalige Testfahrer Andreas Zemann (74) hat es nicht verlernt: Souverän ...
... läßt er den Taunus 12M um die Hütchen wedeln.
Auch der Innenraum bot den Insassen reichlich Platz vorne ...
... und hinten.
Nur gegen Aufpreis: das "klangreine" Radio unter dem Aschenbecher.
Einst modern: Bandtacho und Schaltzentrale. Die vier Vorwärtsgänge wurden an der Lenksäule gewählt.
Saubere Lösung: Das Kölner Wappen schützt auch das Heckdeckel-Schloß.
Elegantes Markenzeichen: Heckleuchten in angespitzter Ovaloptik.
Kunst am Rad: Inmitten von Weißwandreifen ...
... und prunkvoller Radkappen thront das stilisierte V4-Logo.
Die Werbung lobte 1962: "So viel Temperament: von null auf 100 in 28 Sekunden."
Jede Menge Chrom am Grill, ...
... an den Fenstern ...
... und Spiegeln. Wer seinen Taunus liebte, hatte reichlich zu polieren.
Dreifach gekrönt: Statt des Ford-Logos prangt Kölns Stadtwappen am Grill.
Andreas Zemann macht dem alten Taunus in Lommel den Weg frei.
Alter schützt vor Holpern nicht: der Taunus auf der Rüttelstrecke.
Einmal zum Mond, bitte: Im Spätherbst 1963 fuhren sechs Testfahrer mit dem Taunus in 144 Tagen 356.430 Kilometer – als Beweis für die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs.
Die guten Fahrwerks-Eigenschaften wurden in den 60er Jahren auch in der Werbung thematisiert.
1948 debütierte der erste Nachkriegs-Taunus mit Buckel und zwei Türen.
1952 feierte der Typ G13 Premiere: erstes deutsches Auto mit selbsttragender Ponton-Karosserie.
1962 erschien der 12M P4: erstmals mit Frontantrieb und Vierzylinder-V-Motor.
1966 erfolgte die Weiterentwicklung zum P6 mit McPherson-Federbeinen an der Vorderachse.
1972 kam die Rückkehr zum Heckantrieb mit einer markanten Nase. Später wurde sie wieder geglättet.
Platz 20: Mercedes-Benz W 123 (1975-1985). 1.483.524 in einer Generation – nie setzte Mercedes-Benz mehr Autos einer Baureihe per anno ab (Top-Jahr 1981: 203.632).
Platz 19: Opel Vectra (seit 1988). 1.622.777 Autos, aber ein dramatischer Abstieg: Von 1991 bis 2004 (nur 47.419 Vectra/Signum) sank der Absatz auf ein Viertel.
Platz 18: Audi 100 (1968-1994). Lohn für Audis Mut zur Größe: 402.187 Verkäufe das Typ 1 bis 1977. Nach vier Baureihen (1.687.467 insgesamt) folgte der A6.
Platz 17: Opel Ascona (1970-1989). Echter Renner war nur der Ascona B (1975-1982, 731.655 Stück). 1.715.908 gesamt – noch kommt der Erbe (Platz 19, siehe Bild 30) nicht ran.
Platz 16: BMW 5er (seit 1972). 1.775.586 Fahrzeuge – Respekt. Dennoch: Dauerkonkurrent E-Klasse (Platz 13, siehe Bild 36) hatte stets die Nase vorn.
Platz 15: Opel Corsa (seit 1983). Bestseller der Corsa B (1993-2000), der stets vor dem VW Polo lag und die Hälfte aller 1.860.404 Mini-Opel ausmacht.
Platz 14: Trabant (1957-1991). Das DDR-Einheitsmobil (2.169.331) wurde verteilt statt verkauft. Die letzten Jahre waren die besten (1989: 116.857).
Platz 13: Mercedes-Benz E-Klasse (seit 1984). Erst 1993 wurde der W 124 zur E-Klasse. Wir zählen die Reihe komplett mit, kommen auf insgesamt 2.199.631 Exemplare.
Platz 12: Ford Taunus (1948-1983). In Deutschland 2.250.833 Verkäufe in rund 35 Jahren.
Platz 11: Ford Fiesta (seit 1976). 14 Jahre lang verkaufte sich der Ur-Fiesta, wurde fast zum Millionär. Nach vier Generationen steht der Zähler bei 2.276.600.
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