Die Geschichte von Opel

Seit 1899 fertigt Opel Autos, seitdem sind rund 60 Millionen entstanden. AUTO BILD zeigt die interessantesten Modelle.

Opel-Firmenlogo

Opel blickt zurück auf eine 148-jährige Firmengeschichte. In dieser Zeit hat sich die Adam Opel AG zu einem der größten und wichtigsten Autohersteller in Europa entwickelt.

Gründer Adam Opel

Blick zurück auf ein deutsches Traditionsunternehmen: Adam Opel (1837-1895) beginnt in der Schlosserwerkstatt im Jahr 1862 mit der Fertigung von Nähmaschinen.

Opel-Fabrikgebäude 1868 1868 errichtet Adam Opel eine neue Fabrik in Rüsselsheim – die Nähmaschinenproduktion floriert.

Seine fünf Söhne bringen Adam Opel darauf, populär gewordene Fahrräder zu produzieren. Opel steigt auf zum größten deutschen Fahrradhersteller: 1898 verlassen 16.000 Räder die Werkshallen in Rüsselsheim.

Nach dem Tod von Adam Opel 1895 führen seine Frau Sophie und seine Söhne die Fahrrad-Fabrikation weiter. Die Söhne haben eine Idee: Sie wollen in die Automobil-Produktion einsteigen.

1899 ist es soweit: Das erste Opel-Automobil wird gebaut! Vier verschiedene Varianten bietet Opel vom "Patent-Motorwagen System Lutzmann" an. Doch die Motorwagen-Produktion erreicht nicht die gewünschten Stückzahlen.

1911 brennen Teile des Opel-Werks nieder. Die Autoproduktion nimmt nur geringen Schaden, die Nähmaschinenfertigung wird jedoch eingestellt. 1912 wird das modernisierte Werk eingeweiht, gleichzeitig feiert man das 50-jährige Bestehen des Betriebs.

Ein großer Erfolg für Opel ist der 1909 erschienene 4/8 PS, im Volksmund "Doktorwagen" genannt. Er ist kompakt, dank großer Bodenfreiheit tauglich für schlechte Wege, zuverlässig und einfach in der Handhabung. Er ist sehr beliebt bei Tier- und Landärzten, daher der Spitzname "Doktorwagen".

Mit dem Grand Prix-Rennwagen setzt Opel 1913 einen Meilenstein: Ein Vierzylindermotor mit vier Litern Hubraum, 16 Ventilen und einer obenliegenden Nockenwelle erzeugt 110 PS. Der rund 1000 Kilogramm leichte Renner erreicht 170 km/h.

Ein Opel, der abgeht wie eine Rakete: Der Opel RAK 1 von 1928 wird von einer Feststoffrakete im Heck angetrieben, die den Wagen nach Zündung des Triebwerks in atemberaubenden acht Sekunden von 0 auf 100 katapultiert.

Wenige Wochen nach dem RAK 1 folgt der RAK 2: 24 Pulverraketen mit 120 kg Sprengstoff sorgen für unglaublichen Beschleunigungsschub. Bei einer Rekordfahrt auf der Berliner Avus erreicht der RAK 2 230 km/h – 1928 ein sensationelles Tempo!

Fritz von Opel will beweisen, dass seine Raketentechnik auch in der Luft funktioniert: 1929 startet er mit dem ersten Raketenflugzeug der Welt! Fritz von Opel erreicht eine Höhe von 15 Metern und kommt rund zwei Kilometer weit.

Der Opel 4/12 PS, wegen seiner meist grünen Lackierung Laubfrosch genannt, setzt erneut Meilensteine auf dem deutschen Automarkt. Es ist das erste Auto in Deutschland, dass am Fließband hergestellt wird. Von 1924 bis 1931 entstehen insgesamt 119.484 Exemplare.

Ein Opfer der Fusion mit GM: der stattliche Achtzylinder Opel Regant 24/110 PS. Die US-Firmenzentrale hält nichts von einem deutschen Cadillac und macht dem großen Opel den Garaus. Opel muss unmittelbar nach der Fusion alle 25 produzierten Wagen zurückkaufen und verschrotten lassen!

Fritz von Opel gewinnt beim Automobilturnier von 1929 den ersten Preis mit einem Opel Regent Achtzylinder-Coupé. Aus sechs Litern Hubraum holt der V8 110 PS und erreicht eine Spitze von 120 km/h. Für den Kaufpreis eines Regent hätte man zehn Opel "Laubfrosch" erwerben können.

1931 erscheint der Opel 1,2 Liter. Er wurde in Amerika entwickelt und zeichnete sich durch einfache Bedienbarkeit, vergleichsweise flotte Fahrleistungen und gute Alltagstauglichkeit aus.

Mit dem Opel Olympia geht 1935 das erste deutsche Auto mit selbsttragender Ganzstahl-Karosserie in Serie. Die Raumausnutzung ist konkurrenzlos, ab 1936 bietet Opel hydraulische Bremsen und ein Vierganggetriebe an.

1936 präsentiert Opel den ersten Kadett als Einstiegsmodell unterhalb des Olympia. Der 1,1-Liter-Vierzylinder hat 23 PS, erreicht 98 km/h und kostet als zweitürige Limousine 1800 Reichsmark. Heute wird ein gut erhaltener Vorkriegs-Kadett für 10.000 bis 11.000 Euro gehandelt.

Kurze Karriere: Der Opel Super 6 wird nur ein Jahr lang gebaut (1937 bis 1938). Er baut auf einem konventionellen Rahmen auf, dadurch sind zahlreiche Karosserieaufbauten möglich. Das Topmodell der Baureihe: das Opel Super 6 Gläser-Cabriolet (im Bild).

Das Flaggschiff: 1938 stellt Opel den Kapitän vor und führt die selbsttragende Bauweise auch bei den Oberklasse-Fahrzeugen ein. Der Reihensechszylinder des Kapitän entwickelt 55 PS aus 2,5 Litern Hubraum. Bis zum kriegsbedingten Produktionsende 1940 werden 25.374 Kapitän gebaut.

In den Opel-Werken Rüsselsheim (im Bild) und Brandenbrug sind 1939 insgesamt 30.000 Menschen beschäftigt, 90.858 PKW werden im Jahr des Kriegsausbruchs noch gefertigt. 1940 wird die Produktion auf Flugzeug- und Rüstungsteile umgestellt, in Brandenburg läuft der Klein-LKW Opel Blitz bis 1944 weiter von Band.

Kurz vor Kriegsende wird das Opel-Werk in Rüsselsheim schwer von Bomben getroffen. Rüsselsheim gehört zwar zur amerikanischen Besatzungszone, trotzdem demontieren die Sowjets sämtliche Produktionsanlagen des Kadett. Er wird als Moskwitsch 400 bis 1956 in Russland weitergebaut.

Das Produktionswerk in Brandenburg fällt in die sowjetische Besatzungszone und ist verloren, das Werk in Rüsselsheim ist stark beschädigt. Die Produktion läuft erst 1946 wieder mühsam an.

Als erster Pkw nach dem Zweiten Weltkrieg rollt 1947 ein leicht modifizierter Opel Olympia aus den Produktionshallen in Rüsselsheim.

Das erste Nachkriegsmodell entspricht abgesehen von einer geänderten Vorderachse und einer vereinfachter Innenausstattung dem Vorkriegsmodell. Preis ab der Währungsreform im Juni 1948: 6785 Deutsche Mark.

Bis 1948 ist in Deutschland die Produktion von Autos über 1,5 Liter Hubraum verboten. Als diese Vorschrift aufgehoben wird, beginnt Opel mit der Fertigung der leicht veränderten Vorkriegsversion des Kapitän.

Ende der 1940er Jahre ist der Opel Kapitän mit 2473 ccm der hubraumstärkste Pkw in Deutschland. Der Kapitän gilt als Symbol des Erfolgs und verkauft sich hervorragend.

Auf dem Werksgelände in Rüsselsheim hat Opel ein Prüfungsfeld eingerichtet. Hier ein Olympia beim Steigungstest.

Gut aussehende Damen verhelfen bereits in den 1950er Jahren zu besseren Absatzzahlen. Vom Olympia fertigt Opel von 1947 bis 1953 187.055 Fahrzeuge. Der erste Nachkriegs-Olympia wird nur zweitürig angeboten – dafür wahlweise als Limousine, Cabriolet, Kasten- oder Kombiwagen.

1953 erscheint ein völlig neuer Olympia-Nachfolger, der Olympia Rekord. Die Pontonkarosserie und der von US-Autos inspirierte Haifisch-Kühlergrill entsprechen der Automode zu Beginn der 1950er Jahre.

Ein Opel Olympia Rekord Caravan leistet bei einer Südamerika-Expedition der Universität Heidelberg 1954 zuverlässige Dienste. Die Caravan-Versionen wurden meist im harten Handwerker-Alltag verschlissen und sind heute entsprechend selten zu finden.

Der Straßenkreuzer aus Hessen: Auch beim Kapitän geht Opel 1953 zur modernen Ponton-Form über. Der Kapitän beeindruckt mit üppigem Chromschmuck, sattem Platzangebot und einem geschmeidigen Sechszylinder. Zeitweise steht der Kapitän nach VW Käfer und Olympia Rekord auf dem dritten Platz der deutschen Zulassungsstatistik!

Wirtschaftswunder: 1956 feiert Opel ein Produktionsjubiläum. Zwei Millionen Fahrzeuge sind gebaut worden. Zu diesem Anlass wird ein Kapitän mit vergoldeten Zierleisten und Emblemen ausgestattet.

Der Kapitän P (1958 bis 1959) entpricht mit Panorama-Scheiben vorn und hinten exakt den Vorbildern aus den USA. Das gefällt deutschen Käufern jedoch nicht in erhofftem Maße; nach nur einem Produktionsjahr kommt bereits ein Nachfolgemodell.

Wegen seiner charakteristischen Form der Rückleuchten wird der Kapitän P in Fankreisen liebevoll Schlüsselloch-Kapitän genannt. Bei Oldtimer-Liebhabern wird gerade dieser Kapitän sehr geschätzt, Top-Autos werden heute deutlich über 20.000 Euro gehandelt.

1960 erscheint der neue Opel Rekord, werksintern P II genannt. Das amerikanische Styling des Vorgängers mit Panoramascheiben und Z-förmigen Dachsäulen weicht einem sachlicheren Design.

Gut ein Viertel aller verkauften Rekord P II läuft als Caravan von Band. Die nur zweitürig lieferbaren Lastesel erfreuen sich vor allem bei Handwerksbetrieben großer Beliebtheit.

Eigenwillige Proportionen: Das Rekord P II Coupé hat einen im Vergleich zur Fahrzeuglänge überdimensionierten Kofferraum. Auf Basis des Coupés entstehen etwa 100 Cabriolets beim Karosseriebauer Autenrieth.

1962 feiert Opel das 100-jährige Firmenjubiläum mit einem großen Corso aus Opel-Fahrzeugen in Rüsselsheim.

Aufbruch: 1962 belebt Opel die Modellbezeichnung Kadett wieder. Der Kadett A ist eine komplette Neukonstruktion und dem Hauptkonkurrenten VW Käfer überlegen: Er bietet die modernere Karosserie, ist schneller, preiswerter und sparsamer als der Käfer.

Für die Produktion des Kadett errichtet Opel 1962 ein hochmodernes Werk in Bochum. Auf einem ehemaligen Zechengelände stampft Opel in weniger als zwei Jahren eine komplett neue Fabrik aus dem Boden. Tausende Menschen finden bei Opel nach der Bergbaukrise eine Anstellung.

"Opel Kadett – kurz gesagt: OK." – so lautet der einprägsame Werbespruch zur Markteinführung des Kadett A. Insgesamt wird der ausschließlich zweitürig lieferbare Kadett A fast 650.000-mal gebaut. Der Kunde hat die Wahl zwischen Kombi, Limousine und Coupé.

Zwei Neuheiten 1963: der Rekord und ein neues Benennungssystem. Um eine Modellgeneration eindeutig zu bezeichnen, ergänzt Opel die Modellbezeichnung um einen Buchstaben. Der Rekord A ist erneut schlichter als sein Vorgänger gestaltet, bis 1965 werden fast 890.000 Stück gebaut.

Opel, der Zuverlässige: Der Rekord B kommt 1965 mit einer neuen Motorengeneration, beim Design ändert sich wenig. Eckige Frontscheinwerfer und runde Heckleuchten sind im Vergleich zum Rekord A die auffälligsten Veränderungen.

Solide Technik mit kessem Hüftschwung: Der Rekord C entwickelte sich von 1966 bis 1971 zu einem Riesenhit. Seine Technik ist unzerstörbar, Kofferraum und Innenraum bieten sehr viel Platz – und das zu einem günstigen Preis. Der viertürige Rekord 1500 war bereits für wohlfeile 7380 D-Mark zu haben.

Von 1966 bis 1971 verkauft Opel 1,25 Millionen Rekord C, allein vom Caravan fertigt Opel mehr als 250.000 Exemplare. Das üppige Platzangebot überzeugt auch immer mehr Familien, eine langsame Wandlung vom Lastesel zum Familienauto setzt ein.

1971 läuft in Rüsselsheim der zehnmillionenste Opel von Band.

Das Opel Commodore A GS/E Coupé macht 1970 eindrucksvoll klar, dass Opel nicht nur brave Familienautos bauen kann. Der sportliche Sechszylinder sorgt mit seinen 150 PS und einer Spitze von 197 km/h für ordentlich Wirbel auf der Überholspur.

Die Opel-Veredler Steinmetz und Irmscher machen den Commodore A auf Wunsch zu einem Tourenwagen: Bis zu 250 PS kitzeln sie aus dem Sechszylinder, schließlich liefert Opel ab Werk einen GS 2800 im Renntrimm. Sportgetriebe, direktere Lenkung, Sperrdifferential, Schalensitze vorn und eine mattschwarze Motorhaube sind im Paket enthalten.

Opel-Flotte in voller Fahrt: das Opel-Testzentrum in Dudenhof 1968.

"Weltmännische Eleganz für Reisende von Rang", textet die Opel-Werbeabteilung 1964 zum Start der neuen Oberklasse-Baureihe. Die sogenannte KAD-Serie (Kapitän, Admiral/Diplomat) orientiert sich sehr nah an US-Vorbildern.

Nicht nur die Optik erinnert an einen amerikanischen Straßenkreuzer: Das Topmodell der Baureihe, der Diplomat, wird serienmäßig mit einem 190 PS starken 4,6-Liter-V8 von Chevrolet ausgeliefert (ab 1966: 5,4-Liter mit 230 PS). Die KAD-Serie kann jedoch nicht mehr an den Verkaufserfolg des Kapitän in den 1950er Jahren anschließen.

Eine Rarität ersten Ranges: In zwei Jahren (1965 bis 1967) rollen gerade einmal 304 Diplomat Coupé aus den Produktionshallen bei Karmann in Osnabrück. Für ein top erhaltenes Diplomat V8 Coupé sind heute mehr als 35.000 Euro fällig.

Der Kadett B erscheint 1965, prägt das Straßenbild aber noch Jahrzehnte später. Die Technik des Kadett B ist äußerst hart im Nehmen. Mehr als 2,6 Millionen Kunden entscheiden sich in den Jahren 1965 bis 1973 für den kleinen Bochumer.

Eine Erfolgsgeschichte: Schon 1966 feiert Opel die Fertigung des einmillionensten Kadett.

Für Kadett-Fans die schönste Version: das von 1965 bis 1970 gebaute Kiemen-Coupé. Die schwungvolle C-Säule und die ansteigende Gürtellinie sorgen für eine grazile Optik und machen das Coupé sehr begehrt.

Den legendären Rallye-Kadett lenkt man mit dem Gaspedal, das Lenkrad dient nur zum Gegenlenken. Reifen des Formats 165 SR 13 gelten 1966 als Rennsport-taugliche Breitreifen, 60 PS aus 1100 ccm reichen, um als Privatfahrer bei einer Gruppe-A-Rallye reelle Siegeschancen zu haben!

Wolf im Schafspelz: Der Rallye-Kadett mit der Karosserie des Kadett LS ersetzt ab 1970 das Kiemen-Coupé. Der kesse Hüftschwung ist seitdem Geschichte, dafür geht mit dem 1,9-Liter-Motor und 90 PS richtig die Post ab. 166 km/h Spitze sind 1970 eine Ansage.

Nur Fliegen ist schöner: Für viele Opel-Fans ist der von 1968 bis 1973 gebaute Opel GT der schönste jemals gebaute Opel. Die supersportlichen Klappscheinwerfer und die Linienführung einer Corvette lässt unter anderem über 70.000 Amerikaner schwach werden.

In Serie geht nur die Coupé-Version des Opel GT (im Bild Mitte). Der fertig entwickelte Opel GT Aero mit abnehmbaren Dach (im Bild links) wird nicht gebaut. Die Studie Experimental GT (im Bild rechts) steht auf der IAA 1965 und wird dort als Sensation gefeiert.

1969 erscheint die zweite Generation der KAD-Serie, der letzte klassische große Opel. Kapitän, Admiral und Diplomat sehen jetzt europäischer aus, technisch können die großen Opel ebenfalls voll überzeugen. Leider honoriert die Kundschaft das nicht im gewünschten Maße – gegen die Absatzzahlen des Stuttgarter Sterns ist der Opel-Blitz machtlos.

Der letzte Serien-Opel mit V8: Das Spitzenmodell des Diplomat B fährt mit einem 5,4-Liter-V8 und aufwändiger DeDion-Hinterachse gegen die Mercedes S-Klasse. Für weniger Leistungshungrige liefert Opel auch einen 2,8-Liter-Reihensechser.

Populär, gut aussehend, ohne große Allüren: Der Opel Manta A, Superstar der 70er-Jahre. Der Manta A steht für goldene Zeiten bei Opel. Allein im ersten Verkaufsjahr 1970 setzte Opel 56.000 Manta ab, bis zum Produktionsende 1975 498.453 – ein durchschlagender Erfolg.

Der Opel Ascona A soll ab 1970 den Kadett B ersetzen, als eigenständige Baureihe oberhalb des Kadett ist er zunächst nicht geplant. Der erste Ascona etabliert sich jedoch rasch. Von der Größe her ist er exakt zwischen Kadett und Rekord positioniert.

Die Luxusversion des nur dreitürig lieferbaren Ascona Kombi heißt Voyage. Angelehnt an die amerikanische Automode, sind die Flanken des Ascona Voyage mit Holzdekorfolie beklebt. Dazu passend: das schwarze Vinyldach.

Nach dreijähriger Entwicklungszeit stellt Opel 1973 den Kadett C vor. Optisch verabschiedet sich auch Opels Kompakter endgültig von US-Vorbildern, das Design ist europäisch-sachlich. Den Kadett C gibt es wieder in den klassischen drei Karosserie-Varianten Caravan, Limousine und Coupé.

1975 schiebt Opel eine weitere Karosserie-Variante nach: Der City bietet zwar weniger Platz als die Limousine, dafür hat er eine praktische Heckklappe. Mit dem City reagiert Opel auf den wachsenden Trend zu Schrägheck-Autos.

Ebenfalls 1975 erscheint der Nachfolger des Rallye-Kadett – der klangvolle GT/E mit anfangs 105 PS. Die ersten Exemplare (bis 1977) sind an ihrer schwarz-gelben Kriegsbemalung zu erkennen, die späten Versionen ab 1977 tragen ein gelb-weißes Blechkleid.

Für Opel hat der Kadett C große Bedeutung im Motorsport-Engagement. So erreicht Walter Röhrl bei der Rallye Monte Carlo 1976 einen vierten Gesamtplatz.

Die neue Sachlichkeit: Der neue Opel Rekord D wird 1972 begeistert vom Publikum aufgenommen. Schon im ersten Produktionsjahr feiert der Mittelklasse-Opel bislang unerreicht hohe Verkaufszahlen. Das bewährte Erfolgsrezept: zuverlässige Technik, viel Platz, modisches Design.

Auch der Caravan überzeugt mit schlanker, klarer Linienführung und glattflächigem Blechkleid. Bis heute haben nur wenige der 183.550 gebauten Rekord D Caravan überlebt.

Der Opel Commodore B (1972 bis 1977) unterscheidet sich äußerlich nur in Details vom Rekord D. Während im einfacheren Rekord maximal 100 PS zu haben sind, kommt das Topmodell Commodore GS/E mit einem 160-PS-Sechszylinder daher. 200 km/h Spitze lassen viele Konkurrenten auf der Autobahn alt aussehen.

Ein Commodore GS Coupé mit Zusatzscheinwerfern, Sport-Stahlfelgen und Vinyldach und potentem 140-PS-Sechszylinder ist in den 1970er Jahren der Traum jedes sportlichen Familienvaters.

Superseller: Der Ascona B wird von 1975 bis 1981 über 1,5-Millionen Mal gefertigt und ist bis dahin der erfolgreichste Opel aller Zeiten. Der Ascona teilt sich Bodengruppe und Technik-Komponenten mit der Coupé-Version Manta. Im Bild die sportliche Version Ascona SR mit 100 PS und mattschwarzer Motorhaube.

Vom Biedermann zum Brandstifter: Walter Röhrl wird 1982 auf einem Ascona 400 Rallye-Weltmeister.

Der Manta B entwickelt sich schnell zu einem Kultobjekt. Der Manta B ist 16 cm länger als sein Vorgänger – und ist damit nicht nur ein sportliches, sondern auch familientaugliches Coupé. Im Manta ist keine kapriziöse Sportwagentechnik eingebaut, sondern zigtausendfach bewährte Großserientechnik aus dem identischen Ascona B. Bis 1988 entstehen 534.634 Manta B.

Ein Manta in SR-Ausstattung mit Stahl-Sportfelgen und mattschwarzer Motorhaube gilt Mitte der 1970er Jahre als sportliches Auto. Leider haben Tuning-Eskapaden des Fünftbesitzers oft dafür gesorgt, dass unverbastelte Manta nicht einfach zu finden sind.

Etwas sicherer vor Tuning-Attacken ist ein Manta CC mit praktischer Heckklappe in plüschiger Berlinetta-Ausstattung und Automatikgetriebe. Dem Manta gelingt das Kunststück, völlig unterschiedliche Kundenkreise anzusprechen – vom sportlich orientierten Rentner mit Platzbedarf bis zum leistungshungrigen Jugendlichen.

Heißes Rallye-Rüstzeug: In einer Kleinserie von 400 Fahrzeugen fertigt Opel den Manta 400. Haustuner Irmscher leistet bei der Motorenentwicklung Entwicklungshilfe, dank zwei obenliegender Nockenwellen, Vierventiltechnik und Querstromkopf entwickelt der Vierzylinder 144 PS, in der Wettbewerbsversion sind 250 PS und mehr drin.

1979 ist es soweit: Der erste Opel mit Frontantrieb und Quermotor kommt auf den Markt. Der neue Kadett D kommt sehr gut beim Publikum an. Ab 1982 liefert Opel erstmals einen Dieselmotor in der Kompaktklasse.

Der Kadett D wird in Bochum gefertigt. Er wird in zahlreichen Karosserie- und Ausstattungsversionen angeboten. Bis zum Produktionsende im Juli 1984 werden über zwei Millionen Kadett D gebaut.

Die hessische Antwort auf den Golf GTI: 1983 schiebt Opel den 115 PS starken Kadett GT/E nach. Der nur 990 kg schwere Zweitürer (auch als Viertürer lieferbar) beschleunigt in rund zehn Sekunden von 0 auf 100 und erreicht fast 190 km/h. So manche Oberklasselimousine kann da 1983 nicht mehr mithalten.

Gutbürgerlichkeit in neuer Form: Der ab 1977 lieferbare Rekord E ist bereits vom Windkanal gerundet und von Vernunft geprägt. Sicher, sparsam und technisch auf der Höhe seiner Zeit. Mehr Platz als im Rekord D, für 1977 ein hervorragender cW-Wert von 0,42.

Heute sehr exotisch und kaum zu finden: dreitürige Rekord E Caravan. Während ein fünftüriger Caravan in gehobener Luxus- oder gar Berlina-Ausstattung ein beliebtes Familienauto ist, wird der dreitürige Rekord Caravan in Standardausstattung nach wie vor häufig als Handwerkerauto gefahren.

Im September 1982 wird aus dem Rekord E der modellgepflegte E2. Technisch gibt es keine großen Änderungen, die Karosserie zeigt sich jedoch erneut aerodynamisch optimiert. Durch das höhere Heck ergibt sich ein cw-Wert von 0,36. Der Buckel auf der Motorhaube verrät den 2,3-Liter-Diesel.

Ab 1985 ist der Opel Rekord 1,8i erstmals mit geregeltem 3-Wege-Katalysator lieferbar. Gegen Aufpreis sind alle Rekord-Versionen (außer Diesel und 1,8i Kat) mit ABS bestellbar.

1978 startet Opel mit dem Senator A einen weiteren Versuch, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Die Verkaufszahlen konnten jedoch nicht überzeugen. Der Senator basiert weitgehend auf Rekord-Technik, unterscheidet er sich vor allem durch Sechszylindermotoren und Schräglenker-Hinterachse vom Rekord.

Konkurrenzlos: Opel belegt mit dem Monza ab 1978 eine sehr exquisite Nische, nirgendwo sonst gibt es ein Oberklasse-Coupé mit Schrägheck, großer Heckklappe und herrlichen Sechszylinder-Aggregaten. 43.812 Coupés entstehen bis zum Produktionsstopp 1986.

Parallel zur Modellpflege des Rekord bekommt auch der Senator ab 1982 großflächige Kunststoff-Stoßfänger, ein höheres Heck und eine abgerundete Front. Die Spitzenmodelle Senator CD und Monza GSE bekommen umstrittene LCD-Anzeigen.

Im Mai 1983 läuft in Rüsselsheim der 20-millionenste Opel von Band.

Ab 1982 erweiteret Opel die Modellpalette nach unten: Der Opel Corsa ist da. Für ihn errichtet GM eine hochmoderne Fabrik im spanischen Saragossa. Konstruiert und entwickelt wird der Corsa jedoch vollständig in Rüsselsheim.

1981 sattelt Opel beim Ascona C auf Quermotor und Frontantrieb um. Wichtigster Grund: bessere Raumausnutzung bei fast unveränderten Außenmaßen. Der Ascona C stellt den Erfolg seiner Vorgänger in den Schatten: Mehr als 1,7 Millionen Exemplare verkauft Opel bis 1988.

1984 folgt auch der Opel Kadett dem aktuellen Trend zu aerodynamisch optimierten Karosserien. Der Kadett ist in den 1980er Jahren die wichtigste Baureihe bei Opel: 60 Prozent aller gebauten Opel sind Kadett. Seit April 1989 bietet Opel auf dem deutschen Markt nur noch Benziner mit geregeltem Katalysator an.

Dampfhammer in der Kompaktklasse: Der Kadett GSI 16V sorgt für neue Machtverhältnisse in der sportlichen Kompaktklasse. Sein Vierventiler mit zwei Liter Hubraum und 150 PS liefert ab 1987 beeindruckende Fahrleistungen ab: Spitze 220 km/h, 0 auf 100 in 8,5 Sekunden – das waren noch zehn Jahre zuvor Werte eines reinrassigen Sportwagens.

Alles radikal neu: Name, Design, Fahrwerk. Mit dem Omega A stellt Opel 1986 konsequent das aerodynamisch Machbare dar: Cw-Rekordwert 0,28. Leider trüben anfängliche Verarbeitungsmängel das Bild. Herausragend sind jedoch die über jeden Zweifel erhabenen Fahreigenschaften des neuen Omega.

Unter den zahlreichen Motorvarianten sticht besonders der harmonische und seidenweich laufende Omega 3000-24V mit 204 PS hervor. Es ist einer der leistungsstärksten und schnellsten Serienwagen, die Opel bis 1989 anbietet.

Der exklusivste und schnellste Omega: Ab 1990 schmückt der 382 PS starke 125.000 D-Mark teure Lotus Omega das Modellprogramm. Der 282 km/h schnelle und 907-mal gebaute Lotus Omega enttäuscht aber zahlreiche Kunden mit erheblichen Qualitätsmängeln und mangelhafter Zuverlässigkeit.

Neben der Omega-Limousine liefert Opel das "Auto des Jahres 1987" auch wieder als Caravan, der rund ein Drittel des Verkaufs ausmacht.

Der 25-millionste Opel läuft im Februar 1989 vom Band.

Der letzte Versuch von Opel, in der Oberklasse zu punkten: Technisch kann der Senator B (1987-1993) überzeugen, die Käufer jedoch akzeptieren im automobilen Oberhaus keinen Opel. Gegen die Marktdominanz von Mercedes und BMW bleibt der Senator chancenlos.

1988 tritt der Opel Vectra A das Ascona-Erbe an. Er setzt den Verkaufserfolg fort und bietet alle von einem Opel erwarteten Eigenschaften: zuverlässig, fahrsicher, geräumig und preiswürdig. Der Vectra avanciert zum Star der Mittelklasse – 1991 ist er auf Platz vier der deutschen Zulassungsstatistik.

Auf der IAA 1989 zeigt Opel sein neues Sportcoupé Calibra der Öffentlichkeit. Angesichts des Rekord-Cw-Werts von 0,26 und seiner Sportwagen-Shilouette kommt der Calibra sehr gut an, er wird zum meistverkauften Auto seiner Klasse. Bis 1997 werden 238.647 Coupés gebaut.

Der Calibra wird erfolgreich bei der ITC Tourenwagenmeisterschaft eingesetzt. 1997 gewinnt der Calibra V6 die Meisterschaft.

Mit dem von 1994 bis 2003 gebauten Opel Omega B geht bei Opel die Ära der klassischen Bauweise zu Ende. Als letzter Opel hat der Omega B Frontmotor und Heckantrieb. Immerhin fast 800.000 Limousinen und Kombis fertigt Opel in Rüsselsheim.

Der 50-millionste Opel läuft im Dezember 1999 vom Band.

Auf der IAA 1991 verschwindet eine traditionsreiche Bezeichnung: aus Kadett wird Astra. Vor allem der Kombi entwickelt sich zum Bestseller: Bis zu 40 Prozent der Baureihe laufen als Caravan von Band. Bis 1998 entstehen gut fünf Millionen Astra F.

Sportliches Astra-Topmodell ist erneut der GSI 16V mit 150 PS. Der Astra F leidet unter den Sparmaßnahmen des Opel-Einkäufers Lopez, Rückrufaktionen und erhebliche Rostprobleme sind die Folgen.

1992 eröffnet Opel ein neues Produktionswerk am traditionellen Automobilstandort Eisenach. Vor dem Zweiten Weltkrieg fertigt BMW in Eisenach, zu DDR-Zeiten wird der Wartburg dort gebaut.

Seit 1992 fertigt Opel die Modelle Corsa und Astra in Eisenach. In insgesamt elf Werken wird der Corsa B gebaut. In Deutschland ist der Corsa ein Frauenliebling: Eine Kundenbefragung von 1999 ergibt einen Frauenanteil von 63 Prozent.

Im Opel-Werk in Eisenach wird nur der dreitürige Corsa gebaut, der Fünftürer läuft im spanischen Saragossa von Band. Bis zum Produktionsende 2000 stellt Opel insgesamt sechs Millionen Corsa B her.

Der 1994 vorgestellte Opel Tigra teilt sich 60 Prozent der Bauteile mit dem Corsa B und wird bis 2001 in Spanien gebaut. Der Tigra bietet Platz für zwei Personen und ein agiles Handling. Die Qualität des Tigra erreicht jedoch nicht die Qualität des Corsa.

1998 kommt mit dem Astra G eine neue Kompaktwagen-Generation. Die Qualität verbessert sich ganz erheblich: Vollverzinkte Karosserie und sehr guter Hohlraumschutz lassen die Rostprobleme des Vorgängers vergessen. Torsionssteifere Karosserie mit mehr Platz und völlig neues Fahrwerk.

Mit dem Zafira A landet Opel 1999 einen Volltreffer: Der erste Kompaktvan aus Deutschland entwickelt sich sofort zum Bestseller. Das Sitzkonzept mit komplett im Wagenboden versenkbaren hinteren Sitzen macht den Zafira sehr beliebt als Familienauto. Auch Qualität und Haltbarkeit stimmen.

Der Vectra B kann nicht ganz an die hohen Verkaufszahlen seiner Vorgänger anknüpfen. Trotzdem ist er immer noch unter den zehn meistverkauften Pkw in Deutschland zu finden.

Neben Fließheck und Stufenheck gibt es die Opel-Mittelklasse erstmals als Caravan.

Die Opel-Formel für puristischen Fahrspaß: Der Opel Speedster tritt ab 2000 in die Fußstapfen des legendären Opel GT. Er basiert auf dem Lotus Elise, wiegt nur 870 kg. Dank Mittelmotor und Heckantrieb macht der Speedster grenzenlosen Fahrspaß. 2005 wird die Fertigung nach 7996 Speedstern eingestellt.

Mit seinen spitz zulaufenden Scheinwerfern und den hochgesetzten Rückleuchten unterscheidet sich der Corsa C (2000-2006) auf den ersten Blick vom Corsa B. Auch beim Corsa C sind die Bleche beidseitig verzinkt, der Cw-Wert von 0,32 ist bemerkenswert niedrig für einen Kleinwagen.

Von 1992 bis 1999 bietet Opel den Monterey in Deutschland an und versucht, einen Stück vom Geländewagen-Kuchen zu ergattern. Der Plan schlägt fehl: Das in Japan gefertigte Derivat vom Isuzu Trooper wird von den Kunden nicht wahrgenommen und verschwindet 1999 vom deutschen Markt.

Mit dem Microvan Agila dehnt Opel das Angebot ab 2000 weiter nach unten aus. Er wird zusammen mit dem Suzuki Wagon R+ in Polen gebaut. Der Agila bietet viel Platz auf 3,50 Meter Länge.

Der 2004 präsentierte Astra H wächst im Vergleich zu seinem Vorgänger um 16 Zentimeter. Technisch und qualitativ kann der Astra H überzeugen, dennoch schafft er es nicht, den Golf vom ersten Platz der Zulassungsstatistik in Deutschland zu stoßen.

Der dreitürige Astra GTC unterscheidet sich optisch deutlich vom Fünftürer. Die Topversion OPC mit Zwei-Liter-Turbo beschleunigt den Astra auf 244 km/h. Der Astra GTC ist auch mit einem Panoramadach aus Glas lieferbar.

Der Astra H Caravan hat sich mit einer Außenlänge von 4,51 Meter deutlich von der klassischen Vier-Meter-Marke klassischer Kompaktwagen entfernt. Das Raumangebot ist dementsprechend üppig.

Ein Opel aus Frankreich: Der Opel Tigra TwinTop wird seit 2004 bei Heuliez in Frankreich gebaut. Die Plattfrom und zahlreiche technische Komponenten stammen vom Corsa C. Das mit einem Blech-Klappdach ausgeststattete Cabrio bietet Platz für zwei Personen.

Anfang 2002 weiht Opel das komplett neu gebaute Werk Rüsselsheim ein. Opel hat 750 Millionen Euro in hochmoderne Produktionsanlagen investiert. In Rüsselsheim werden ab 2003 der Vectra und der Signum produziert.

Da der Omega nicht mehr im Programm ist, streckt Opel den 2002 vorgestellten Vectra C um 14 cm gegenüber dem Vormodell. Obwohl der Vectra somit durch üppige Platzverhältnisse und gute Fahreigenschaften glänzt, sinken die Verkaufszahlen von Jahr zu Jahr. 2007 werden nur rund 18.000 Vectra in Deutschland verkauft.

Die härter abgestimmte Schrägheckversion GTS soll sportliche Käufer ansprechen, der Caravan mit verlängertem Radstand und 1850 Litern Laderaum bietet konkurrenzlos viel Raum in der Mittelklasse.

Experiment Signum: Der von 2003 bis 2008 in Rüsselsheim gebaute Opel Signum basiert auf dem Vectra C. Der verlängerte Radstand und ein Innenraumkonzept mit hinteren Einzelsitzen soll den Signum oberhalb vom Vectra positionieren. Der Signum teilt das Schicksal mit dem Vectra, der Verkauf läuft schleppend.

Der seit 2003 gebaute Meriva hat das geniale Sitzkonzept des Zafira in den Minivan-Bereich übertragen. Die hinteren Sitze des Meriva verschwinden ganz schnell im Wagenboden. Dazu hervorragende Noten vom TÜV und gute Verkaufszahlen: eine echte Erfolgsgeschichte.

2006 erscheint die vierte Generation des Opel Corsa mit deutlich gewachsenen Abmessungen: Mit einer Länge von 3,99 Meter ist der Corsa D exakt so lang wie der letzte Opel Kadett (1984-1991). Der Corsa kann sich von Beginn an durchsetzen und avanciert zum meistverkauften Kleinwagen Deutschlands.

Der seit 2007 angebotene Opel GT ersetzt den puristischen Speedster. Der 264-PS-starke Hecktriebler wird in den USA produziert und überzeugt mit knackigem Fahrverhalten und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Seit 2006 bereichert der Opel Astra TwinTop den Markt der viersitzigen Cabrios mit faltbarem Blech-Klappdach. Im Vergleich zu einigen Konkurrenten ist der Astra mit seinem dreiteiligen Dach und seinem schlanken Heck wohlproportioniert.

Der Zafira B übernimmt ab 2005 das Flexspace-Sitzsystem seines Vorgängers, ist ansonsten eine komplette Neuentwicklung. 4,46 Meter lang, 1,80 breit, 1,67 hoch – die zweite Generation ist deutlich größer als die erste. Das ist im Innenraum zu spüren: Das großzügige Platzangebot überzeugt. Dennoch kann der Zafira sich seinen einstigen Spitzenplatz im Segment nicht zurückerobern. Marktführer bleibt der VW Touran.

Auch beim Agila B zeigt sich ein beträchtliches Größenwachstum: Der Agila B wächst im Vergleich zum Vormodell um 20 Zentimeter auf 3,74 Meter. Seit 2008 wird der Agila B zusammen mit dem baugleichen Suzuki Splash in Ungarn gefertigt.

Groß geworden: Mit 4,83 Meter Länge ist der Vectra-Nachfolger Insignia nur 1,5 Zentimeter kürzer als ein Senator B von 1990. Dafür ist er satte 22 Zentimeter länger als ein Vectra C, den Signum übertrifft er sogar noch um 18 cm. Trotz der Größe ist der 2009 erscheinende Insignia ecoFlex sehr sparsam: Dem 160-PS-Diesel sollen 5,3 Liter Diesel genügen.

Ebenfalls 2009 geht der Kombi an den Start: weg vom Arbeiter-Caravan, hin zum Lifestyle-Laster Sports Tourer. Ob die Opel-Kundschaft den modischen Kombi akzeptiert, wird sich zeigen. Caravan-Fahrer schätzten stets das konkurrenzlose Ladevolumen.

Neben der klassischen Limousine und dem Kombi Sports Tourer bietet Opel auch ein praktisches Schrägheck an. Der Insignia muss den dringend benötigten Erfolg für die Rüsselsheimer einfahren.

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