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Familienvans: Chrysler Voyager und seine Kumpel

Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Zu Beginn der 80er-Jahre drängte die neue Gattung der Familien-Vans auf den Markt. Die Großraumlimousinen hatten ein hohes Dach, mehrere Sitzbänke und mindestenz eine Schiebetür. Sie zeigten, dass Komfort und Nutzwert einander nicht ausschließen mussten. Ein Blick auf den Chrysler Voyager und seine coolen Raumkreuzer-Brüder.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Der Chysler Voyager gilt als erste Großraumlimousine, denn er machte die Idee des Vans in der US-Öffentlichkeit populär und verankerte sie damit in der Welt.

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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Als das Raumwunder 1984 vorgestellt wurde, waren er und seine Schwestermodelle Plymouth Voyager und Dodge Caravan ohne Konkurrenz und gelten bis heute als erfolgreichste Kreation des Jahrzehnts. Der Voyager rettete Chrysler, beendete aber die Ära der klassischen US-Kombis.
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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Mit dem neuartigen Großraum-Kombi und seinen Brüdern chauffierte Mutti unter der Woche die Kinder zum Sport während Papa damit am Wochenende zum Baumarkt fuhr. Dennoch ...
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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
... verzichteten Vans auf jegliche Lieferdienst-, Handwerks- oder Baustellen-Nüchternheit. Er bot viel mehr als ein Kombi ohne dabei gewerblich daher zu kommen.
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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Die Familienvans waren weder schnell noch sparsam und wurden bei hohem Tempo laut, trotzdem wuchs ihre Zahl in den amerikanischen Großstädten explosionsartig.

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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Nach Deutschland kam der Voyager erst 1988. Deutsche Autotester fremdelten mit der Großraum-Limousine zunächst. Dafür lobten sie den Sechszylinder und staunten über Gimmicks wie die Cupholder.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Manche Mercedes- und Volvo-Besitzer empfanden den Kauf eines Voyager als Aufstieg. Der 3,3-Liter-Sechszylinder stammte von Mitsubishi und leistete 152 PS. Dazu kamen ein Vierzylinder und später ein polternder Diesel.
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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Zwei Radstände standen zur Verfügung, Sondermodelle wie der Town & Country begeisterten mit Holzfolie, Chrom und Leder.

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Familienvans: Blick auf die coolsten Raumkreuzer
Und heute? Da gibt es gute Exemplare des entspannten Cruisers schon ab 1500 Euro. Auch die folgenden Familienkumpel, zeitgenössische Alternativen zum Voyager, verdienen eine Renaissance.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD
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Chevrolet Astro (1985 bis 1994): Wenn Chrysler vortanzt (und das erfolgreich), können die Kollegen von Chevrolet ja nicht einfach zusehen. So schickten sie den Astro ins Rennen, mit Erfolg: Der Voyager-Konkurrent galt schon früh als kultig. Ab 2000 Euro.

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Subaru Libero (1984 bis 1993): Der Floh für sechs Passagiere (!) ist bei dieser Auswahl nur mit einem Augenzwinkern dabei. Doch warum eigentlich? Er parkt überall, schleppt unfassbar viel weg – und besitzt Allradantrieb! Ab 1200 Euro.

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Nissan Prairie (1988 bis 1998): Während der erste Prairie ein wahrer Pionier war (und völlig verschwunden ist), blieb die zweite Auflage so farb- wie glanzlos. Eine Wahl für alle, die's gerne unprätentiös mögen. Ab 1500 Euro.

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Pontiac Trans Sport (1990 bis 1999): Ja, was denn nun? Transporter oder Sportler? Der Pontiac wollte beides sein. Dass sein Profil an einen damals beliebten Akkusauger erinnert, schadete nicht. Seine formale Eigenständigkeit macht ihn bis heute unverwechselbar. Die wenigen überlebenden Trans Sport rollen auf direktem Weg in eine Klassiker-Karriere. Ab 1000 Euro.

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Bild: Stefan Lindloff / AUTO BILD
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Renault Espace (1991 bis 1996): Es ist kein Wunder, dass der Espace längst Sammler lockt. Derzeit rückt bereits die zweite Generation in den Fokus. Ab 800 Euro.
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Toyota Previa (1990 bis 1999): Ein bisschen ähnelte der komfortable Previa dem Pontiac Trans Sport, ohne ihm in der Fülle schrulliger Details das Wasser zu reichen. Dafür galt der Japaner als grundzuverlässig. Ab 1500 Euro.

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Bild: Klaus Kuhnigk
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Mitsubishi Space Wagon (1991 bis 1998): Auch Mitsubishi setzte auf die Van-Welle, mit Erfolg. 1991 startete bereits die zweite Generation, die nach dem Baustopp in Japan als Hyundai einen zweiten Frühling erleben durfte. Ab 600 Euro.

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Bild: AUTO BILD / Toni Bader
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Lancia Zeta (1994 bis 2002): Typisch für Lancia ist der Zeta natürlich nicht. Der Van rollte als Derivat gemeinsam mit Fiat Ulysse und Peugeot 806 an den Start. Ab 800 Euro.

Die Geschichte des Familienvans beginnt im Grunde Ende der 1940er. Dies sind die wichtigsten Meilensteine.

Bild: Werk
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1949: Tempo Matador. Der Vierrad-Tempo mit Käfer-Boxer unterm Sitz war vom Lieferwagen Wiking abgeleitet und noch weit weg von modernem Komfort.
Bild: Theo Klein
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Schon 1961 baute Fiat mit dem 600T einen Multipla – die kantige Entwicklungsstufe des knuffigen Autos kam mit sechs Sitzen in drei Reihen und 25-PS-Heckmotor, aber überschaubaren Platzverhältnissen.
Bild: Christian Bittmann
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Auf der IAA 1965 stand der Autonova fam, der Ahne der heutigen Familienvans. Nur der Antriebsstrang vom Glas 1304 war konventionell, der Rest komplett neu erdacht: clevere Lenkung, ausgeklügelte Belüftung, variable Bestuhlung und "One-Box-Karosserie" mit einem Korpus für alles.
Bild: dpa
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1977: Matra Rancho. Der Franzose kam als erster nach dem fam und was der erste familientaugliche Hochdachkombi. Andere gab's erst 19 Jahre später.
Bild: Christian Bittmann
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1978: Lancia Megagamma. Giugiaro schlug die Brücke zwischen dem fam und einem normalen Kombi. Halbherzig oder mutig?
Bild: Werk
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Das kommt auf die Perspektive an. Die Lancia-Mutter Fiat hatte nicht den Mut, den Megagamma zu produzieren, doch die Studie inspirierte andere Autohersteller zur Nachahmung.
Bild: Werk
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1981: Nissan Prairie. Nissan hatte sogar den Mut zu Schiebetüren, die bis dahin 
bei Familienautos undenkbar waren. Beim Anschnallen von Kindern auf engen Parkplätzen waren sie unschlagbar.

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1983: Chrysler Voyager. Dieses Auto begeisterte Kombi-Besitzer und Fans von einfachen Full-Size-Geländewagen. Ein Modell der Mittelklasse, und dazu die letzte große amerikanische Auto-Erfindung des 20. Jahrhunderts.

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Bild: Georg Lukas / AUTO BILD
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1984: Renault Espace. Drei Sitzreihen, drehbare Bestuhlung, viel Raum auf Mittelklasse-Standfläche: Der erste Espace war der Urmeter der Serien-Großraumlimousine und ist als Gesamtpaket bis heute ungeschlagen.

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1984: Subaru Libero. In Japan schon 1961 als Sambar mit Heckmotor gestartet. Das Format passte für schmale Bergstraßen.

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Bild: Christian Bittmann
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1990: Toyota Previa. Der Familien-Van noch anders: mit Unterflurmotor! Die Nachteile glichen die Vorteile fast aus.

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Bild: Werk
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Aus dem Jahr 1996 stammt der Citroën Berlingo. In der Werbung machte ein liebestolles Nashorn seinen Typus Hochdachkombi populär ...

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Bild: Werk
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... und ihn sowie den Konkurrenten Renault Kangoo, der 1998 folgte, bekannt.

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Bild: Holger Schaper
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1999, ein Jahr nach dem Kangoo, brachte auch Fiat einen Hochdachkombi auf den Markt. Der Multipla Fiat blickte gewöhnungsbedürftig mit Scheinwerfern im Frontscheibenrahmen in die Welt. Michael Schumacher warb für ihn.

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Bild: Wolfgang Meier
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Das Facelift 2004 schenkte dem Wagen ein traditionelles Gesicht mit Rechteckscheinwerfern, er hieß jetzt Fiat Multipla. So nannte ihn ohnehin jeder.
Bild: Thomas Ruddies
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Die Artverwandten: Ganz klar ein früher Hochdachkombi: der Kastenwagen vom Millionenseller Renault 4. Die Fourgonette gab es als Kurzversion R4 F4 und in einer Langversion, gebaut von 1961 bis 1992.

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Bild: Olaf Tamm / AUTO BILD
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Die hintere Rücksitzbank im Transporter machte das Auto zum Allrounder. Wenn bloß das Blech besser gewesen wäre.
Bild: Olaf Tamm / AUTO BILD
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Auch der Nachfolger des R4-Kastenwagen gehört in diese Riege, der Renault Rapid auf Basis des R5. In Frankreich hieß er Express, und ist auf dem Land auch heute noch treuer Geselle von kleinen Handwerksbetrieben.
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Bild: Thomas Dörfer