Der Weg zum Jahreswagen-Zustand kostete reichlich Nerven und vor allem Geld. Die Verkaufsanzeige klang jedoch verlockend: 200 T, Erstzulassung Juni 1986, erst 120.800 Kilometer, für 2300 Euro.
Auch wenn sich der handgeschaltete 1986er 200 T als 1989er 200 TE mit Automatik entpuppte, die Stoffpolsterung "Brasil" war mit Schonsitzbezügen und Kopfstützenschonern vor Beschädigungen geschützt und präsentierte sich nach Reinigung neuwertig!
Der Erstbesitzer bewies eine stilsichere Farbwahl: Die Metalliclackierung "441-Impalametallic" korrespondiert harmonisch mit der Stoffpolsterung "Brasil".
Keine Flecken, keine Risse, keine ausgeblichenen Stoffe: Gerade im Fond- und ...
... Laderaumbereich sind viele 124er T-Modelle verschlissen, weil sie als Lastesel missbraucht wurden. Eine top-erhaltene Innenausstattung bei einem T-Modell ist sehr selten!
Leider war das Mercedes-intern "M 102" genannte Vierzylinder-Aggregat des 200 TE in keiner so guten Verfassung wie die Innenausstattung. Noch auf der Überführungsfahrt nach dem Kauf ...
... reißt das Auslassventil des vierten Zylinders ab und richtet Bilder der Verwüstung an.
Das Auslassventil ist direkt am Ventilschaft abgerissen. Die Ursache ist unklar, möglicherweise zu hohe Drehzahl nach zu langer Standzeit.
Das bei rund 150 km/h abgerissene Ventil durchschlägt den Kolbenboden, ...
... und zerstört die Zündkerze. Die wirtschaftlichste Lösung: ein gebrauchter Austauschmotor mit geringer Laufleistung.
Eine der wenigen Problemstellen am W124: die zu Korrosion neigenden Wagenheberaufnahmen, für die es jedoch preiswerte Reparaturbleche gibt. Nach Bearbeitung mit Drahtbürste und Flex ...
... wird ein neues Blech eingeschweißt. Profis verzinnen die Löcher an der Schweißnaht. Anschließend ...
... folgt die Grundierung und zuletzt die Unterbodenschutzmasse, die den Schweller vor Steinschlag schützt.
Opas Kratzer müssen weg. Damit die Lackierung nicht wie ein Schachbrett aussieht, werden die Türen komplett mitlackiert. Die Aluminiumrahmen ...
... an der C- und D-Säule neigen bei den 124er-T-Modellen zu Korrosionsbildung. Wenn er zur Sanierung bzw. zum Austausch demontiert ist, empfiehlt sich eine Erneuerung der Seitenscheibendichtung.
Unzählige Rechnungsbeläge füllen mittlerweile einen Aktenordner. Tipp: Der 124er ist ein Auto mit beherrschbarer Technik und entspannter Ersatzteilsituation, Selbstschrauber können viel Geld sparen!
Zwei Verschleißpunkte am 124er: die Hardy- oder Gelenkwellenscheiben werden im Lauf der Jahre spröde. Dann tritt verstärkt Spiel in der Kardanwelle auf. Im Verschleiß-Endstadium kann die Kardanwelle abreissen. Geringfügiger Ölverlust am Differential ist dagegen harmlos.
Die Spurstangenköpfe sind bei breit bereiften Fahrzeugen verschleißanfällig. Permanente Kontakte mit der Bordsteinkante quittieren sie mit erhöhtem Lenkungsspiel. Dann verweigert der TÜV die Plakette ebenso wie ...
... bei ausgeschlagenen Traggelenken an der Vorderachse, die im Extremfall zum Abknicken eines Vorderrades führen können.
All die genannten Mängel kommen gehäuft jedoch nur bei Fahrzeugen vor, deren Tachostand deutlich in den sechsstelligen Bereich vorgestoßen ist. Der 124er ist ein absolut zuverlässiger Langläufer, davon künden nicht nur Berichte von unzähligen Taxifahrern.
Das T-Modell feiert seinen 30. Geburtstag: Im April 1978 liefert Mercedes-Benz zwei Diesel-Typen, zwei Vergaser-Versionen sowie das Topmodell 280 TE mit Einspritzanlage und 185 PS. Bei der Modellbezeichnung erwog der Mercedes-Vorstand ...
... 1975 das "K" für Kombinationskraftwagen, schließlich setzte sich jedoch das "T" für Transport und Touristik durch. Die Modelle für den amerikanischen Markt waren an ihren großformatigen Stoßfängern und an den Sealed- Beam-Scheinwerfern zu erkennen.
Die für den US-Export bestimmten 123er hatten zudem eine bessere Serienausstattung, die hydropneumatische Niveauregulierung an der Hinterachse war jedoch bei allen Modellen seit Modellstart serienmäßig an Bord. So hat sich ...
... die mögliche Zuladung von 560 Kilogramm nicht nachteilig auf die Fahreigenschaften ausgewirkt. Das 123er T-Modell wurde eine Erfolg: bis 1986 wurden fast 200.000 Kombis gebaut. Der aerodynamisch ...
... ausgefeilte Nachfolger W 124 schloss nahtlos an den Erfolg seines Vorgängers an. Während sich der 123er über seine Modelllaufzeit optisch kaum veränderte, hat Mercedes ...
... den 124er zweimal erkennbar überarbeitet. Seit September 1989 tragen die Mittelklasse-Mercedes den farblich abgesetzen Flankenschutz und dezenten Chromschmuck auf Schutzleisten und an den Türgriffen.
Im Juni 1993 nennt Mercedes die Mittelklasse-Baureihe E-Klasse, wobei das E für Executive steht. Die auffälligste Veränderung der Baureihe ...
... war die Einführung des Plakettengrills. Der Mercedes-Stern stand seitdem auf der Motorhaube und war nicht mehr in die Kühlermaske integriert. Gut ausgestattete 124er-T-Modelle sind inzwischen sehr gesucht. Heute liegen die Preise für Top-Exemplare über denen ...
... des Nachfolgers W 210, der ab Mai 1996 mit konkurrenzlosem Platzangebot beeindruckte. Die E-Klasse war erstmalig mit Seitenairbags und Xenon-Scheinwerfern lieferbar, die ...
... zudem eine charakteristische Form haben. Wegen der vier Rundscheinwerfer sprechen Fans heute vom "Vieraugengesicht".
Im August 1999 ersetzten CDI-Motoren den für seine Laufkultur gelobten E 300 Turbodiesel, optisch fallen bei dem modellgepflegten Mercedes W 210 vor allem die Blinker in den Außenspiegeln, ein geänderter Kühlergrill und elipsenförmige Scheinwerfer auf.
Zahlreiche Innovationen aus der S-Klasse bot Mercedes ab März 2003 im neuen E-Klasse T-Modell an: die Luftfederung "Airmatic", Abstandsregelautomatik "Distronic" oder die schlüsselfreie Schließanlage "Keyless Go".
Der schluckt was weg: 1.975 Liter fasst das Kofferraum-Abteil der Mercedes-intern W 211 genannten E-Klasse. Doch nicht nur Koffer, Golfbags oder Jagdhunde finden ausreichend Platz im Heck, auch ...
... Kinder oder kleinere Menschen machen es sich gern hinten gemütlich. Die optional lieferbare Klappsitzbank macht die E-Klasse zum Siebensitzer! Übrigens war diese interessante Sonderausstattung schon für das erste T-Modell, den W 123, lieferbar.
Der Dampfhammer: Der E 63 T AMG schöpft 514 PS und 630 NM aus üppigen 6208 ccm. Eilige Transporteure beschleunigen in 4,6 Sekunden auf 100 km/h. Damit ist der E 63 T AMG das schnellste Serien-T-Modell aller Zeiten.
Vier Generationen aus 30 Jahren vereint: In den 1970er Jahren sorgte sich Mercedes noch darum, das T-Modell könnte kein Erfolg werden oder der Limousine Kunden wegschnappen. Die Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet: Alle T-Modell-Generationen wurden ...
... Marktführer in ihrem Segment. Lademeister: Schon der W 123 verstand die Kombination aus Nutzwert, erstklassigem Komfort und pfiffigen Detaillösungen perfekt. Auch das aktuelle T-Modell ist der Kombi mit dem höchsten Nutzwert seiner Klasse.
Familienzuwachs: Ab Mai 1996 gibt es auch die C-Klasse erstmals als T-Modell. Die kompakten Kombis wurden schon nach einem Jahr Modelllaufzeit ...
... überarbeitet: 1997 wurde die Serienausstattung um Seitenairbags und Bremsassistent erweitert. Neues Front- und Heckschürzendesign ließ das Auto gefälliger wirken.
Mercedes mit anderen Augen sehen: Analog zum Vieraugengesicht der E-Klasse bekam auch das intern S 203 genannte T-Modell der C-Klasse ab 2001 runde Scheinwerfer. Das Design kam gut an: Mercedes fertigte bis 2006 über zwei Millionen Kombis, Limousinen und Coupés ...
... dieser Baureihe. Fahrdynamische Verbesserung: Das "Direct Control" genannte Fahrwerk der im Oktober 2004 überarbeiteten C-Klasse bot direkteren Fahrbahnkontakt bei unverändert gutem Federungskomfort.
Im Dezember 2007 gingen die Kombis der C-Klasse in die dritte Modellgeneration. High-Tech-Merkmale wie Pre-Safe, Siebengang-Automatik oder das Intelligent-Light-System ...
... finden erstmals Einzug in die kompakte Baureihe. Das Ladevolumen erreicht mit rund 1500 Litern fast das Niveau des 20 Zentimmeter längeren W 123 T.
Kompakte Kombis sind praktisch, aber bieder und langweilig, denken Sie? Der bullige Antritt des 457 PS starken C 63 T AMG dürfte Zweifel schnell zerstreuen. Ein sportlich abgestimmtes ESP ermöglicht präzise Drifts. Dann empfiehlt es sich, die ...
... Ladung im Kofferraum mit dem Easy-Pack-System zu sichern! Eine Teleskopstange und zwei Ladegut-Schienen ermöglichen die Aufteilung des Kofferraumes in mehrere Zonen, vier Verzurrösen bieten Befestigungsmöglichkeiten für Gepäckstücke.
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