Goldies Boutique
Marina steht auf Oldtimer: Die Deutsche Marina Wolter (47) ist Kühlerfigur und mittlerweile das Markenzeichen von "Goldies Boutique" in Frankreich. Zusammen mit ihrem Mann Roland kaufte sie 2002 einen alten Bauernhof in der Auvergne. Zunächst verkauften sie dort Plunder und Antiquitäten.
Goldies Boutique
In der 200-Seelen-Gemeinde Loddes bieten die Wolters rund 150 Oldtimer auf 26.000 Quadratmetern an. Seit 2004 handeln die beiden mit unrestaurierten Oldtimern, seitdem brummt das Geschäft. Mittlerweile setzen die Wolters circa 200 Fahrzeuge im Jahr um.
Goldies Boutique Simca 8
Das Konzept: Roland besorgt die Autos und ist meistens mit einem Autotransport-Anhänger unterwegs. "Wenn ich wiederkomme, steht da immer ein Auto drauf", sagt Roland. Für die Anzeigen-Fotos posiert Marina in knappen Outfits vor den Klassikern. Im Bild: Simca 8 (1938-1950)
Goldies Boutique Ford Anglia Estate
Auf ihrer Homepage bieten Marina und Roland Wolter nicht nur restaurierungsbedürftige Klassiker an, sondern auch interessante Urlaube für Schrauber oder abgefahrene Sylvesterparties. Im Bild: Ford Anglia Estate (1961-1967)
Goldies Boutique Mercedes-Benz L319
Der erste Transporter mit Stern: 1956 stieg Daimler-Benz mit dem L319 in den wachsenden Markt der Transporter ein. Zahlreiche Aufbauten, gute Wendigkeit, wirtschaftliche Diesel aus dem Pkw-Programm und eine Nutzlast von bis zu 1,9 Tonnen führten zu einem großen Markterfolg. Bis 1968 wurden über 120.000 319er verkauft.
Goldies Boutique BMW 2000 CS
Das Coupé der "Neuen Klasse": Die 1961 vorgestellte Mittelklasse-Baureihe rettete BMW vor dem Bankrott. Das von 1965 bis 1970 gebaute Coupé 2000 CS wurde von Karmann entworfen. In Goldies Boutique ist ein 1969er Exemplar für 2900 Euro zu haben. Zustand: restaurierungsbedürftig. Note-eins-Fahrzeuge werden deutlich über 20.000 Euro gehandelt.
Goldies Boutique Citroën AC4
Auch etliche Vorkriegs-Veteranen warten bei Goldies Boutique auf ihre neuen Besitzer. So wie dieser Citroën AC4, der von 1928 bis 1929 gebaut wurde. Vorteil für Restaurierer: Dank Rahmenbauweise sind Vorkriegs-Oldies einfacher zu restaurieren als Fahrzeuge mit selbsttragender Karosserie.
Goldies Boutique Mercedes-Benz 220 SEb Coupé
Zwei Schönheiten: Marina und das Mercedes 220 SEb Coupé. Das 220 SEb Coupé ist mit 14.173 Fahrzeugen das meistgebaute Exemplar der bis 1971 gefertigten Coupés der Baureihe W 111. Die Coupés und Cabrios der Baureihen 111/112 zählen zu den schönsten jemals gebauten Mercedes.
Goldies Boutique Fiat 600 Multipla
Schon 1955 kamen einfallsreiche Fiat-Ingenieure auf die Idee, aus dem Fiat 600 ein kompaktes Familienauto mit sechs Sitzplätzen zu entwickeln: den Fiat 600 Multipla – erster Mini-Van weltweit.
Goldies Boutique Renault 6 CV NN
Angekurbelt: Der Renault 6 CV Typ NN war in den 1920er Jahren ein Verkaufsschlager. Renault produzierte von 1924 bis 1929 über 100.000 Exemplare dieses robusten und wirtschaftlichen Wagens.
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Schöne Nasen: Die erste Generation des Ford Taunus TC (1970-1975) zeichnet sich durch eine auffallende Frontpartie mit hervorstehender Nase und Hutze auf der Motorhaube aus. Wegen Semon E. Knudsen, einem ehemaligen Ford-Vorstand, der dieses Design durchsetzte, wird der erste Ford Taunus TC auch Knudsen-Taunus genannt.
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Die Simca Aronde (1951 bis 1964) war nach zahlreichen Fiat-Lizenzbauten die erste eigene Simca-Entwicklung. In den 1950er Jahren mauserte sich Simca zum zweitgrößten französischen Autohersteller. 1978 wurde Simca an PSA (Peugeot und Citroën) verkauft, der Markenname Simca verschwand.
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Na, Goldie, was geht beim Preis? AUTO BILD-Redakteur Jan Horn interessiert sich für diesen Citroën AC4. Der Vorkriegs-Citroën von 1931 sollte eigentlich ins Museum fahren.
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Robust: Der 1,6-Liter-Vierzylinder leistet 30 PS und ist ein zäher Geselle. Schraubers' Paradies: Die Motorhaube ist abnehmbar und das Aggregat bestens zu erreichen.
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Der Benz aus dem Hühnerstall: Am Mercedes 170 V von 1951 klebt noch Vogeldreck, innen liegt Heu auf den Sitzen. Goldie kam durch Zufall an den Mercedes. Ein Mann aus dem Nachbarort wollte ihn für seine Frau aufmöbeln, doch das war ihm zuviel Arbeit. Er tauschte den 170 V gegen einen Mazda RX-7.
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Der Mercedes 170 V gehört zu den idealen Einstiegs-Klassikern: Dank Rahmen-Bauweise ist das Auto schnell zerlegbar, Rost-Schäden können unkompliziert behoben werden. Die sehr gute Ersatzteilversorgung durch Mercedes-Benz und zahlreiche Clubs erleichtert eine Restauration erheblich.
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Ganz neu in Goldies Hand. Das Hillman Minx Mark VIII Cabrio von 1955 müsste nur mal geputzt werden, der Motor läuft, der Lack ist okay. Marinas Mann Roland würde bei 5000 Euro schwach, lieber würde er den Hillman behalten.
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Das Taxi von Mallorca: Der Citroën Rosalie von 1934 war in Palma de Mallorca im Einsatz und soll 5300 Euro kosten.
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AUTO BILD-Redakteuer Andreas May zeigt: Das alte Taxameter in dem Citroën Rosalie funktioniert noch.
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Nachfolger des Citroën Rosalie ist der Traction Avant (1934-1957), auch bekannt als Gangster-Citroën. Doch nicht nur Gangster schätzten die für damalige Zeiten sensationellen Fahreigenschaften. Herausragende Merkmale: niedriger Schwerpunkt durch selbsttragende Bauweise, Frontantrieb, Einzelradaufhängung.
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Der Beginn einer Auto-Legende: Citroën-Direktor Boulanger gab 1934 den Auftrag, ein Auto zu entwickeln, in dass zwei Bauern und ein Zentner Kartoffeln hineinpassen. Außerdem musste der Kleinwagen rohe Eier unbeschadet über Feldwege transportieren können. Das Ergebnis: der TPV (Toute Petite Voiture), aus dem 1948 die Ente hervorging.
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Der erste Millionär aus dem Hause Peugeot: Von 1955 bis 1966 produzierte Peugeot den 403, es gab Limousine, Kombi (genannt Break oder Familiale), Coupé, Cabriolet und Camion. Insgesamt fertigte Peugeot 1,2 Millionen Fahrzeuge des soliden und langlebigen 403.
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Der Franzosen-Flitzer: Alpine fertigte ab 1955 exklusive Sportwagen mit Renault-Technik. Die Alpine A110 wurde von 1961 bis 1977 geferigt. Dank Kunststoff-Karosserie nur rund 700 kg leicht, sicherte sich die Alpine zahlreiche Rennsport-Erfolge.
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Fahren wie Gott in Frankreich: Die Citroën DS (1955 bis 1975) wird auch als "La Déesse" (Göttin) vergöttert. Als die DS 1955 erschien, war sie eine Revolution im Automobilbau: hydropneumatische Federung, aerodynamische Karosserie, Hochdruck-Servobremse, Servolenkung und zwei Bremskreise waren konkurrenzlos.
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Die erste Fließheck-Limousine: 1965 stellte Renault den praktischen R16 mit Fließheck und Frontantrieb vor. Bis zu 1600 Liter Stauvolumen und eine umlegbare Rücksitzbank setzten neue Standards bei der Variabilität. Bis 1980 verkaufte Renault fast 1,9 Millionen R16.