Vom 20. bis 22. August 2009 machten sich 187 klassische Fahrzeuge von der Hamburger Fischauktionshalle aus auf nach Berlin zum Axel Springer Verlagshaus. Neben 45 verschiedenen Automarken aus sieben Jahrzehnten waren auch viele Prominente mit dabei.
Tennislegende und Auto-Liebhaber Boris Becker vertraut auf den guten Stern und nimmt in einer 1968er Pagode Platz.
Ein Stern für Stars: Die Mercedes-Pagode (1963 bis 1971) rollt als 280 SL mit 170 PS zum Rallye-Start an.
Auch Eiskunstlauf-Star Katarina Witt genießt eine Portion Frischluft in dem 280 SL. Boris Becker und Katarina Witt sind jedoch kein Team, sie fahren nacheinander in der Pagode mit. Rechts im Bild: der Mercedes-Testfahrer Bernd Schneider.
Fernseh-Starkoch Tim Mälzer hat ein großes Herz für alte Autos. Sein Rallyeauto kommt aus der eigenen Garage: Tim Mälzer fährt die Rallye in seinem 1968er Ford Mustang Fastback mit.
Ein echter Leckerbissen: Seit 2006 fährt TV-Koch Tim Mälzer seinen goldfarbenen Ford Mustang von 1968.
Fußballprofi Oliver Bierhoff setzt auf den ersten Baby-Benz, einen 190 (W 201) der ersten Serie.
Mit Baby-Benz am Ball: Oliver Bierhoff fährt in einem mittlerweile seltenen Erstserien-190er mit. Der 190 mit Vergasermotor (Baujahr 1984) leistet 90 PS.
Schauspieler Peter Sodann (Tatort-Kommissar "Bruno Ehrlicher") begleitet die Rallye in einem Skoda Felicia Super Cabriolet.
Schöner Tscheche: Skoda Felicia Super Cabriolet von 1961.
Schauspieler Till Demtrøder wurde vor allem bekannt als Polizist Henning Schulz in der Serie "Großstadtrevier". Sein Rallye-Bolide beschleunigt etwas fixer als der Peterwagen: Till Demtrøder steuert einen Audi Quattro.
Dicke Backen, heißer Turbo und Allradantrieb: Ein kantiges Coupé mischt 1980 die Szene auf. Der Quattro wird nicht nur zum Urvater der Audi-Allrad-Technik, sondern auch zum Aushängeschild eines neuen Image.
In einem der dicksten Opel aller Zeiten mit dabei: Schauspieler Ralph Herforth (Knockin' on Heaven's door, Alarm für Cobra 11) pilotiert ein Diplomat A V8 Coupé von 1966 mit satten 5354 ccm 230 PS.
Der Diplomat war ein deutscher Straßenkreuzer, der mit amerikanischer Größe noch einmal am Mercedes-Stern kratzen sollte: endlose 4,95 Meter lang, als Coupé atemberaubende 25.500 Mark teuer, mit prestigeträchtigem V8-Motor von Chevrolet unter der riesigen Haube.
Mr. Tagesschau: Tagesschau-Sprecher Jan Hofer (am Steuer) ist bekennender Oldtimer-Liebhaber, er besitzt selbst mehrere Fahrzeuge. Bei der Rallye ist er mit seinem Austin Healey 3000 MK III von 1966 mit dabei.
Der Austin Healey war für britische Verhältnisse ein luxuriöser Roadster: Kurbelfenster statt Steckscheiben, Scheibenbremsen und ein klappbares Verdeck waren beim Austin Healey 3000 mit an Bord.
Benzin im Blut: Oldtimer-Rallyes sind das große Hobby von Fernsehmoderator Kurt Lotz (am Steuer). Bei der Hamburg-Berlin ist er mit einem Opel Kadett A mit dabei.
Mit dem Kadett A attackierte Opel ab 1962 den Haupt-Konkurrenten VW Käfer. Sein geräumiger und gut nutzbarer Kofferraum machte ihn nicht nur alltagstauglich, sondern auch reisetauglich. Mit seinem 40-PS-Aggregat erreicht der 714-kg-schwere Kadett 120 km/h, immerhin fünf km/h mehr als der Käfer.
Schauspieler Peter Lohmeyer ("Das Wunder von Bern") fährt einen VW T1 mit 44 PS.
Motor des Wirtschaftswunders: Der Volkswagen T1, im Volksmund "Bulli" genannt.
S.K.H. Leopold Prinz (rechts) von Bayern kommt seiner Aufgabe als Markenrepräsentant von BMW nach und steuert ein ganz besonderes Fahrzeug des bayerischen Herstellers: einen BMW 328 von 1937.
Durch einen Sieg beim Eifelrennen auf dem Nürburgring 1936 wird der BMW 328 berühmt. 1937 startet BMW die Serienproduktion. Der 328 etablierte BMW als sportliche Automarke.
Klaus Ludwig (links) ist Deutschlands erfolgreichster Tourenwagenfahrer und wird deshalb auch "König Ludwig" genannt. Bei soviel Talent reichen auch 43 friedliche Diesel-PS eines 1955er Ponton-Mercedes, um ganz vorn mit dabei zu sein.
Der erste Mercedes mit selbsttragender Karosserie: Der 1953 vorgestellte Mercedes 180/190 wurde wegen seiner Ponton-Karosserie schlicht "Ponton" genannt. Legendär haltbar und zuverlässig waren besonders die von Taxifahrern geschätzten Diesel-Versionen.
Schlägt die Brücke zwischen Rennfahrern und Schauspielern: Eve Scheer ist sowohl vor der Kamera (Unter uns, Traumschiff) als auch hinter dem Steuer zu Hause (Mini-Challenge, Porsche 911 GT3 Cup). Ihr Co-Pilot: Dr. Hans H. Hamer, Verlagsgeschäftsführer AUTO BILD-Gruppe.
Der Porsche 356 Speedster war in den 1950ern eine günstigere Möglichkeit, einen Porsche zu fahren. Heute kosten Top-Exemplare deutlich mehr als 100.000 Euro.
Die schnelle Isolde: In den 1990er Jahren gewann Isolde Holderied sechs Mal die Damenwertung der Rallye Monte-Carlo, vier Mal die Europameisterschaft der Damen und zwei Mal die Damen-Weltmeisterschaft. Bei der Rallye Hamburg-Berlin ist Isolde Holderied in einem Toyota Celica von 1975 mit dabei.
Rarer Japaner: Toyota Celica TA22.
Heidi Hetzer, Berliner Autolegende und passionierte Rennfahrerin, ist mit ihrem gigantischen Hispano-Suiza H6 von 1921 unterwegs.
Das älteste Auto der Rallye: Hispano-Suiza H6 von 1921. Mit 135 PS aus 6,6 Litern Hubraum schnauft sich der Veteran aus Spanien durch das Teilnehmerfeld.
Extremsportler und "Europäer des Jahres 2008" Joachim Franz (rechts) bestreitet die Rallye mit einer VW T1-DoKa.
Der VW Transporter mit Ladefläche und Doppelkabine wird in Fankreisen schlicht "DoKa" genannt. Da die meisten DoKa im Handwerkeralltag verschlissen wurden, haben nur wenige überlebt.
AUTO BILD-Chefredakteur Bernd Wieland pilotiert einen Lamborghini Countach.
Der Lamborghini Countach stürmt in rund fünf Sekunden auf 100 km/h. Der von 1974 bis 1990 gebaute kantige Keil mit Schiebetüren setzte in den 70ern neue Designtrends bei den Supersportwagen.
Stärkstes und schnellstes Auto der Hamburg-Berlin 2009: Ferrari F40. Der 550 PS starke Bolide aus dem Jahre 1989 fährt sogar dem Countach davon. An Bord des F40: Alexander Sator und Nicole Pfingsten.
Der ehemalige Mercedes-Werkspilot Bernd Schneider wird auf dem Driving-Center Groß Dölln den Silberpfeil W 196 R fahren. Schneider ist bis heute mit fünf DTM-Meistertiteln der erfolgreichste Fahrer der DTM.
Auf dem Gelände des Driving Centers wird Bernd Schneider den W 196 R brüllen lassen. Der W 196 knüpfte 1954 nahtlos an die Erfolge der Vorgänger aus den 30er Jahren an. 1954 gingen vier Siege auf sein Konto, Juan Manuel Fangio wurde Weltmeister.
Dem Mercedes-Silberpfeil setzt der Auto Union Rennwagen Typ A von 1934 (Replikat) noch die akustische Krone auf: Sechzehn per Roots-Gebläse aufgeladene Zylinder hämmern ein infernalisches Konzert auf den brennenden Asphalt. "Bergkönig" Hans Stuck gewann 1934 den Großen Preis von Deutschland mit dem Auto-Union-Silberpfeil.
Gutes kommt auch von oben: Der einzige noch fliegende Rosinenbomber, eine Douglas DC-3 von 1944, wird am Rallye-Samstag auf der größten Landebahn Europas am Driving Center Groß Dölln landen.
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