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Neue Töne für Klassiker

Soundanlage Oldtimer
Moderner HI-FI-Sound im Oldtimer oder unberührte Originalität? Zwei Dinge, die sich jeweils nicht zwangsweise ausschließen müssen. Wer satten Sound in seinem klassischen Auto wünscht, für den bieten Car-HI-FI-Spezialisten interessante Lösungen. AUTO BILD KLASSIK zeigt zwei Beispiele für gelungene Sound-Integration im Oldie.
Bild: Ralf Timm
Porsche 911 Cabrio
Wie so ein Umbau vom Profi aussehen kann, zeigt AUTO BILD KLASSIK anhand dieses Porsche 911 Cabrio von 1989. Die mehrfach verbastelte Anlage ist eine Beleidigung für die Ohren. Die Radikalkur soll ohne Schnitte ins Blech auskommen und die Original-Optik weitgehend berücksichtigen.
Lautsprecher
Scheppernder Kernschrott: das alte Sound-Equipment aus dem Porsche 911. Kein Teil ist mehr original, die Anlage ist komplett verbastelt. Die Boxen sind altersschwach, deren Membransicken porös. Alles fliegt raus auf den Elektronik-Schrott.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
Erste Analyse des Sound-Profis: Welche Kabel sind hin, welche taugen noch? Die Spezialisten der Firma B&S verlöten das Antennenkabel neu, auf die Radioverkabelung setzen sie einen ISO-Stecker, damit fallen zukünftige Ergänzungen leichter.
Bild: Ralf Timm
Pioneer Autoradio
Mindestens 1500 Euro sind für Radio, Lautsprecher, Subwoofer und Endstufe einzukalkulieren – ohne Einbau. Nach oben ist die Rechnung so offen wie das Elfer Cabrio. Erster Umbau-Schritt: Das Uralt-Radio fliegt raus: unpassendes Design, müde Leistung, untauglich für MP3 und iPod.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
Nachdem die Zugänge freigelegt sind, folgt die Analyse: Was muss erneuert, was repariert werden? Korrodierende Kabel, bröselnde Isolation und alte Sicherungen machen häufig Probleme.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
Der Antennenstecker wird neu verlötet und ein ISO-Stecker montiert. Daran passen später alle Geräte.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
Das Pioneer DEH-P88 RS-II (499 Euro) passt im Design zum Porsche, könnte alternativ auch im Handschuhfach montiert werden.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
Eine neue, speziell angepasste Blende fixiert das Radio zusätzlich von unten am Armaturenbrett.
Bild: Ralf Timm
Ratgeber: Musik im Oldtimer
In die Mittelkonsole werden Anschlüsse für iPod und weitere MP3-Spieler gelegt.
Bild: Ralf Timm
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Eine mit Teppich bespannte Holzplatte verdeckt die typischen Hängekabel, alles sieht wieder aufgeräumt aus.
Bild: Ralf Timm
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Raus damit: Die alten Lautsprecher waren nicht original, dazu klangschwach und bei höheren Lautstärken scheppernd. Grund für das Scheppern: Bei alten Lautsprechern ist die Membransicke häufig porös, die Membran kann nicht mehr schwingen und scheppert.
Bild: Ralf Timm
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Die neuen Boxen (German Maestro, 249 Euro inklusive Frequenzweichen) sind ideal, weil sie besonders flach bauen.
Bild: Ralf Timm
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An der Türverkleidung wurde nichts zusätzlich geschnitten. Die Optik der neuen Lautsprechern ist fast original, der Klang dafür um Längen besser.
Bild: Ralf Timm
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Herzstück der neuen Anlage ist eine Vier-Kanal-Endstufe (479 Euro) von JL Audio. Der Verstärker bringt Dynamik in die neue Anlage und steuert sechs Lautsprecher sowie den Subwoofer.
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Beim 911 passt die Endstufe unter den Beifahrersitz. Vorteil: Sie stört so nicht die Original-Optik, liegt trocken und doch erreichbar. Man kann ja nie wissen ...
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Sitz drüber, fertig. Die Montage unter dem Sitz spart nicht nur Platz im engen 911er-Innenraum, sondern schützt auch vor neugierigen Blicken. Die exakte Einstellung der Endstufe sollte möglichst ein Car-HI-FI-Spezialist vornehmen.
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Wir brauchen Bass: Weil die flachen Türlautsprecher keine tiefen Töne produzieren, brauchen sie Unterstützung. In diesem Fall kommt sie von JL Audio in Form eines 550 Euro teuren Subwoofers mit Spezialgehäuse. Für den Subwoofer wird ein Spezialgehäuse aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) angepasst. Montiert wird er hinter dem Beifahrersitz.
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Der Einbauplatz wird mit Papier ausgelegt, damit beim Aufbau der Trägerschale für den Tieftöner der Teppich nicht vom Kunstharz verunreinigt wird.
Bild: Ralf Timm
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Der Rahmen des Subwoofers wird im Fußraum in Position gelegt. Um ihn herum wird dann die Trägerschale aus GFK-Matten modelliert.
Bild: Ralf Timm
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Die erste Schicht ist aufgetragen. Deutlich sieht man die Holzplatte (vorn), die den Klangkanal unter der Einbauschale des Subwoofers formt.
Bild: Ralf Timm
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Nach dem Trocknen wird die Schale richtig angepasst. Achtung: Beim Arbeiten mit den Kunststofffasern unbedingt Atemschutz tragen!
Bild: Ralf Timm
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Der Tieftöner wird mit dem Holzring verschraubt. Am Ende entsteht ein kompletter GFK-Klangkörper, der oben mit Original-Teppich verkleidet wird.
Bild: Ralf Timm
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Nichts zu sehen ist vom Tieftöner, solange er im Einsatz ist: In seiner Trägerschale liegt er gut versteckt im Fußraum hinter dem Beifahrersitz.
Bild: Ralf Timm
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Mit wenigen Handgriffen kann der Subwoofer nun aus dem Fußraum geholt und in den Kofferraum gelegt werden. So ist bei Bedarf Platz für Mitfahrer.
Bild: Ralf Timm
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Wie bringt man einen 1965er Volvo Amazon von 1965 zum Klingen, möglichst ohne die Original-Optik zu verändern? Schwierig, denn außer einem Mono-Lautsprecher unter dem Armaturenbrett und einer Radio-Aussparung. Zwei Lösungen: ein versteckt eingebautes Radio mit Fernbedienung oder ein Retro-Radio, dass stilecht ins Cockpit passt.
Bild: Ralf Timm
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Puristisch präsentiert sich das Cockpit. Hinter einer Blende zwischen Aschenbecher und Handgriff befindet sich die Aussparung für das Radio.
Bild: Ralf Timm
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Mit zwei Handgriffen ist die alte Blende entfernt. Würde das Radio hier eingebaut, wären Strom- und Antennenkabel nicht zu sehen.
Bild: Ralf Timm
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Stilechte Lösung: ein Radio mit zeitgenössischer Optik und modernster Technik. Retro-Sound heißt die Radioserie von Ampire, das Modell One C (ab 299 Euro) wird mit Blenden und Drehknöpfen auf das Cockpitdesign abgestimmt.
Bild: Ralf Timm
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Fast wie damals, nur mit moderner Technik: Die Radios von Ampire haben Digitalanzeige und Anschlussoptionen für alle modernen Musik-Medien. Von Ampire sind auch moderne Austauschlautsprecher für originale Einbauplätze im Angebot.
Bild: Ralf Timm
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Wer das Radio lieber versteckt, kann es zum Beispiel mit der klappbaren Fernsteuerung KMR-700U von Kenwood (149 Euro) bedienen. Wer es lieber original mag, findet bei Youngtimerradio eine große Auswahl an klassischen Geräten, die sich zum Umbau auf MP3/CD eignen. Königs Klassik Radios hat sich auf alte Becker- und Blaupunkt-Geräte spezialisiert.
Bild: Ralf Timm