Achtung, Busverkehr: Die T1-Pritsche kaufte Christian Hellwig im Jahr 2003 im Internet. Erst jetzt ist ...
... der VW Transporter wieder einsatzbereit. Die tiefergelegte Pritsche trägt ein ...
... mattes samtgrün und Einschusslöcher im Bug. "Kinder haben mit dem Kleinkaliber darauf geschossen. Das Auto hat schon etwas erlebt", erzählt Christian.
Seit 2003 besitzt der 29-Jährige die Pritsche. Vier Jahre stand sie dann in ...
... seiner Halle, erst kurz vor dem VW-Maikäfer-Treffen 2008 war der VW fertiggestellt.
Bei dem 1964er Nutzfahrzeug sind einige neue Bleche verschweisst worden. "Durch die Ladefläche bin ich durchgefallen", erzählt Christian.
Bei der Lackierung arbeitete Christian mit einem Mattierungsschwamm, um die Patina des VW nicht zu zerstören.
Mit Würde trägt der VW das korrodierte Markenemblem.
Zurzeit fährt der T1 mit dem originalen 1,5-Liter-Boxer und 44 PS, später soll ein Zweiliter-Typ-4-Motor einziehen.
Der Tresor: So nennen Bulli-Fans das Staufach unter dem Ladeboden. "Da kann man prima drin pennen", plaudert Christian.
Luftgekühlt: Die ausstellbaren Seitenfenster sorgen für ein laues Lüftchen in der Kabine.
Pizza-Service: Das Lenkrad ist groß wie ein Teigfladen, die Innenausstattung karg. Außer den ...
... Türöffnern befindet sich überhaupt nichts an der Türinnenverkleidung.
Die Stadt-Ratte: Patrick Nix fährt mit seinem Kadett B 1200 S täglich zur Arbeit. Die gelben Zusatzscheinwerfer sind nachträglich montiert.
"Der Wagen sieht aus, als hätte ich ihn im Wald gefunden. Das finde ich geil", schwärmt Patrick. Von harten Wintern und heißen Sommern erzählen die Verwitterungsspuren auf dem Dach des Kadett.
Durch den Hamburger Freihafen fährt Patrick mit der Leichtigkeit einer Ballerina. Kein Wunder: 60 PS treffen auf 730 kg Leergewicht, das ergibt putzmuntere Fahrleistungen.
Unfassbar zäh: Patricks B-Kadett läuft 36 Jahre nach Verlassen des Bochumer Werks noch im Alltagsbetrieb.
Mit 70.000 Kilometer Laufleistung ist der Motor des 1200 S praktisch erst eingefahren und gut für viele weitere Kilometer.
Ohne Moos nix los: Das gilt aber nur für die Begrünung des Kadett in den Lüftungsschlitzen vor der Windschutzscheibe, dick und saftig wie im Wald. Den Wagen kaufte Patrick für kleines Geld von einer Bekannten.
"Race now, Apocalypse later." Dieses Motto schrieb Patrick unter seine Motorhaube.
Rattig: Mattschwarze Original-Stahlfelgen stehen dem mattroten Opel ausgezeichnet.
Für einen 2,02-Meter-Mann sind die Sitze etwas kurz, dafür schön durchgesessen. So passt Patricks Kopf doch noch unter das Dach, von dem der Himmel in Fetzen hängt.
Stiller Feinstaub-Protest: Dank H-Kennzeichens darf der Kadett sogar in Feinstaubzonen einfahren.
Von der Sonne braun geröstet: der Karmann Ghia, Baujahr 1956. Tina Lechner kaufte den Wagen für 2000 Dollar in den USA.
Unvergleichliche Optik: Bei dem Karmann kann man nicht mehr von Patina sprechen. In seinem Leben ...
... war der VW orange, dann mal blau, auch mal creme oder weiß. Bis der Vorbesitzer das Coupé ...
... in seinem Garten parkte und es aus seinem Gedächtnis löschte. So vergingen 30 Jahre, bis ...
... die Oberfläche des VW den jetzigen Zustand erreichte. Die andere Seite des Karmann Ghia ...
... ist seine perfekte Technik, geschmacksicheres Tunning mit Weber-Doppelvergasern, Fünfloch-Bremsanlage und tiefergelegtem Fahrwerk.
Tina und ihr Freund Sven haben den Wagen im Internet gefunden. Tinas Traumwagen stand schließlich im Sonnenstaat Kalifornien. Das kleine Bild im ...
... Internet zeigte einen zugewachsenen Typ 14 mit zarter, harmloser Rostbräune. Tina war von Beginn an klar, dass der ...
... Karmann genau deshalb etwas Besonderes ist: "Der Wagen brauchte über 30 Jahre, um so zu werden. Der erzählt seine Geschichte", schwärmt sie.
Die Räder sind neu, aber auf alt gemacht. Früher baute MPI diese Art von Felgen.
Bei Tina und Sven genießt der Karmann den Sonntagsauto-Status. Nur zu besonderen Gelegenheiten wird er rausgeholt. Dazu gehören ...
... VW-Treffen wie das der Luftgekühlten im belgischen Spa. "Die Leute haben sich in den Sand geschmissen, um den Wagen zu fotografieren. Die Optik ist wirklich einmalig", erzählt Tina.
Cockpit California: sandbraune Sitze wie aus Teflon, keine Tankuhr, dafür Tacho bis Tempo 140. Der ...
... Drehzahlmesser ist nachgerüstet und kommt aus der Dragster-Szene. Um den Karmann einzufahren, darf ...
... der 1,8-Liter-Boxer mit 90 PS nicht über 4000 Touren drehen. Irgendwann soll der Karmann auf die Viertelmeile. Auch, wenn das gar nicht zu seiner Optik passt.
Oskar aus der Mülltonne? Nein, der Mann heißt Bernd Volkens. Und ist stolzer Besitzer eines rattenscharfen 190 Dc der Baureihe W110.
Nahne, der Mann mit den Rastalocken, ist der Vorbesitzer des mattschwarzen Mercedes gewesen.
Nahne hatte irgendwie die Lust am 190er Diesel verloren. Und Bernd war schon lange scharf auf die kleine Heckflosse. Der Benz stand umgeben von ...
... Futtertrögen, Kartoffelmaschinen und einem Massey-Ferguson-Trecker.
Bernd bezeichnet Flosse fahren als eine Zeitreise. Auch in die eigene Vergangenheit, denn sein erster Oldtimer war ebenfalls eine kleine Flosse, ein 200 D aus den wilden 60ern.
zum Rattenstyle gehört nach Bernds Meinung nicht nur die mattschwarze Lackierung, sondern auch der durchgerostete Schweller auf der Fahrerseite.
Weitere Merkmale der kleinen Flosse: Rundscheinwerfer, einfache Stoßstangen ...
... und die typischen Warzenblinker auf den Kotflügeln vorn.
Mercedes nannte die Heckflossen "Peilstege". Sie sollten das Einparken erleichtern.
Wasserabläufe: Um den Innenraum nicht allzu rattig-feucht werden zu lassen, sollten die Wasserabläufe vom Schiebedach regelmäßig gereinigt werden.
Heiligs Blechle: Die Original-Radkappen verleihen der rattigen Flosse einen Hauch von Eleganz.
Zentralorgan: Im Cockpit dominiert der wunderbare Säulentacho. Das Blaupunkt-Kassettenradio, Boxen im Fußraum und das weiße Lenkrad hat Bernd nachgerüstet.
Automatisches Extra: Beim Bremsen fällt die Mittelarmlehne vorn herunter.
Diesel-Gedenkminute: Der Zugstartschalter muss so lange gezogen werden, bis die Glühwendel hinter dem "Salzstreuer" rot glimmte. Dann den Starter weiterziehen, und der OM 621 beginnt die Karosserie bis ins Mark zu erschüttern.
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