Opel Monza: Der letzte Ober-Opel

Opel Monza

Konkurrenzlos: Opel belegt mit dem Monza ab 1978 eine sehr exquisite Nische, nirgendwo sonst gibt es ein Oberklasse-Coupé mit Schrägheck, großer Heckklappe und herrlichen Sechszylinder-Aggregaten.

Opel Monza

Würden Sie diesem Gesicht unverzüglich die linke Spur überlassen? Der Monza konnte viel mehr, als er zeigte.

Opel Monza

Der Opel für Dynamiker: Der Monza fährt tadellos und sehr komfortabel geradeaus und bewältigt Kurven zügig. Nie konnten BMW-Fans am Steuer eines Opel glücklicher sein. Vor allem die 180 PS starke Dreiliter-Version sorgt für Kribbeln in der Magengegend – sonorer Sound, satter Schub.

Praktisches Fließheck: Die Rückbank lässt sich umlegen, die ebene Ladefläche reicht bis zu den Vordersitzen und taugt als Doppelbett. Kein anderes Oberklasse-Coupé ist derart praktisch.

Dicke schwarze Kajalstreifen betonen den Kontrast zum damals beliebten Polarweiß.

Schon der Schriftzug sah schnell aus. Und tatsächlich schaffte der fast 1,4 Tonnen schwere Monza ein Top-Tempo von 215 km/h.

Mattschwarz und fast schon übertrieben dezent wirkten die Felgen.

Passt: Das digitalisierte Flüssigkristall-Instrumentenbrett vor schräg gemusterten Recaro-Sportsesseln, der mattschwarze Technik-Look zu weißem Lack.

Der Film der Achtziger - Drehzahl, Öldruck und Kraftstoffvorrat als Balken, Tempo als Digital-Zahl.

Klein, aber fein: der emsige Bordcomputer. Unter anderem errechnet er Durchschnittsverbrauch, Durchschnittsgeschwindigkeit und die Reichweite. Sogar eine Stoppuhr ist dabei!

Der letzte Bulle aus der Zeit vor dem Kat – Der Dreiliter mit dem stählernen Atem machte den Monza einem Mercedes-Coupé ebenbürtig.

Den Opel Commodore B gab es von 1972 bis 1977 als viertürige Limousine und als Coupé. Die Commodore-Modelle nutzen die Basis des Opel Rekord D und unterscheiden sich hauptsächlich durch die Sechszylinder-Motoren vom einfacheren Rekord. Das Commo-B-Coupé nahm 1977 seinen Hut zugunsten des Monza.

1978 trug er noch Wohlstands-Lametta wie Chrom am geneigten Kühlergrill und glänzende Stoßstangen. Holzimitat gehörte dazu, Armaturenbrett und Interieur waren farblich – gleich ob grün, blau, beige, rot oder schwarz – auf den Ton der Samtvelours-Sitzgruppe abgestimmt.

1978 startet Opel mit dem Senator A erneut den Versuch, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Die Verkaufszahlen konnten jedoch nicht überzeugen. Der Senator basiert weitgehend auf Rekord-Technik, unterscheidet er sich vor allem durch Sechszylindermotoren und Schräglenker-Hinterachse vom Rekord.

Parallel zur Modellpflege des Rekord bekommt auch der Senator ab 1982 großflächige Kunststoff-Stoßfänger, ein höheres Heck und eine abgerundete Front. Die Spitzenmodelle Senator CD und Monza GSE bekommen umstrittene LCD-Anzeigen.

Der letzte Versuch von Opel, in der Oberklasse zu punkten: Technisch kann der Senator B (1987-1993) überzeugen, die Käufer jedoch akzeptieren im automobilen Oberhaus keinen Opel. Gegen die Marktdominanz von Mercedes und BMW bleibt der Senator chancenlos.

Mehr zum Thema

Opel Monza - 27.08.2010

Der letzte Ober-Opel
Stimmige Linie, stämmige Leistung: Über 30 Jahre nach seinem Debüt steht der Opel Monza besser da als je zuvor. Speziell als starker GSE. Und noch ist er nicht mal teuer. Opel Monza

Social Media

Diese Galerie

Diese Galerie