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Porsche 911 vs Porsche 993

Porsche 911 2.0 Coupé Porsche 911 Carrera 4S
"Echter" als das Urmodell kann kein anderer Porsche 911 sein. Zu ihm gesellt sich die letzte Eskalationsstufe des luftgekühlten 911 diesseits des Turbo, ein Carrera 4S von 1995. Er ist neben dem 300 PS starken RS der potenteste frei atmende 993, die Youngtimer-Perle unter den Porsche der 90er-Jahre.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Zierlich wirkt die schiefergraue Frühversion gegen den breiten 993, beinahe zerbrechlich. Die Entwicklung eines Nachfolgers für den erfolgreichen 356, der sich noch viele Teile mit dem VW Käfer teilt, hat Porsche rund 15 Millionen Mark gekostet – und viel zu lange gedauert.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 Carrera 4S (993)
Seine J.Lo-Hüften lassen den indischroten Muskelprotz schon im Stand brutal und schnell aussehen. Es ist auch kein Zufall, dass er der kurzlebigste aller Elfer war. Der 993 ist Porsches Notnagel, als das Unternehmen noch keine Geländewagen baut und fast bankrott ist. Ein Schnellschuss – wenn auch ein ziemlich scharfer.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Das Porsche 911 2.0 Coupé umgibt wegen seiner filigranen Form heute ein Hauch von Unschuld und Dünnhäutigkeit. Dabei war man 1964 mit 130 PS richtig schnell.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 Carrera 4S (993)
Der Porsche Carrera 4S (993) ist dagegen die Vollfettstufe: 3,6 Liter, 286 PS, Allradantrieb. So schickt Porsche den Luftgekühlten 1998 in Rente. Danach kochen sie auch in Zuffenhausen mit Wasser.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche Carrera 4S
Der Heckspoiler fährt bei 80 km/h automatisch aus. Wer vorm Eiscafé Eindruck schinden will, kann ihn auch per Knopfdruck aufstellen.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Im Ur-Elfer sinkt der Pilot in einen roten Sessel, der für einen Sportwagen überraschend bequem ist. Sie hatten so viel Stil, die frühen Sechziger: weiches Leder, wohnliches Holzfurnier, wenig Chrom. Schlichtheit statt Schwulst. Immer im Blickfeld des Fahrers: die fünf Rundinstrumente mit dem zentral platzierten Drehzahlmesser.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Die Sitze aus knautschigem Leder mussten ohne Kopfstützen auskommen, und was Fliehkraft bedeutet, konnten Sportfahrer auf den rutschigen Polstern am eigenen Hintern erleben. Kleine Notsitzchen zum Hochklappen ermöglichten die Mitnahme des Elfer-Nachwuchses.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Zur Klimatisierung reichten 1964 Ausstellfenster.
Bild: Angelika Emmerling
Porsche 911 2.0 Coupé
Auch Stahlräder fand bei einem Sportwagen damals noch niemand ehrenrührig.
Bild: Angelika Emmerling
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Vielfach verstell- und beheizbare Integralsitze: Weichei-Alarm im Elfer der 90er-Jahre – trotz Macho-Attitüde mit breiten 18-Zoll-Rädern und roten Bremssätteln, wie sie sonst nur der Turbo hatte. Ein mit Leder bezogener Dachhimmel treibt den Luxus auf die Spitze.
Bild: Angelika Emmerling
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Zwei Liter, 130 PS: ziemlich schmächtig, aber Sound und Drehfreude des Boxers im Porsche 911 von 1964 begeistern noch heute. Wesentlichen Anteil am heiseren Porsche-Klang hat das Lüfterrad.
Bild: Angelika Emmerling
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Dank Ansaugtrakt mit variabler Rohrlänge (Vario Ram) erstarkt der 3,6-Liter-Sauger im 993 kurz vor seiner Ablösung noch von 272 auf 286 PS. Auch bei der Laufkultur ist 1995 der Gipfel erreicht.
Bild: Angelika Emmerling
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An seiner Grundform hält Porsche ebenso fest wie am Boxer im Heck, obwohl unter dem Blech in fünf Jahrzehnten technisch sonst kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Die Frage, was einen "echten Elfer" ausmacht, wird Porsche-Fahrern immer Diskussionsstoff liefern.
Bild: Angelika Emmerling
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754 T7 (1961): Zeitweise erwog Porsche, den 911 als Viersitzer anzubieten. Zum Glück hatte der selbstauferlegte Zwang der Autohersteller, jede vermeintliche oder tatsächliche Marktnische zu besetzen, damals noch nicht begonnen.
Bild: Werk
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Allradantrieb gab es auf Wunsch bereits im 964 (1988–1994). Dieser hatte als erster 911 serienmäßig ABS, Servolenkung und Airbags besitzt.
Bild: Werk
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1997 wurde der Porsche 993 durch den 996 abgelöst, womit die Ära der luftgekühlten 911 beendet war. Momentan ist der 996 noch ungeliebt und daher günstig.
Bild: Christian Bittmann