13.08.2010
RM Auctions August 2010
RM Auctions versteigert am 13. August 2010 im kalifornischen Monterey einen Daimler Double Six von 1984. Das Besondere: Die einzige Vorbesitzerin des Autos ist Queen Elizabeth II.
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Mit der Losnummer 106 geht dieser 1931er Ford Hot Rod Ol' Jiggles in die Auktion. Vor über 50 Jahren wurde die eher biedere Basis aus den 30er Jahren in Südkalifornien zum heißen Hot Rod umgebaut. Der Wagen gehörte lange Jahre nur einem Besitzer. Nun steht er das erste Mal wieder zum Verkauf.
Der Wagen hat einen der ersten V8-Motoren aus dem Hause Ford unter der Haube – einen sogenannten Flathead. Dieser wurde zusätzlich mit einem Zylinderkopf von Edelbrock versehen und bekam dann noch drei Stromberg-Vergaser. Geschaltet wird der aufwendig restaurierte Hot Rod mittels einer manuellen Viergang-Schaltung aus dem Hause Borg-Warner.
Vor fünf Jahren ist Ol' Jiggles aufwändig für 50.000 Dollar restauriert worden. Sein Besitzer, ein kritischer Ingenieur, schickte den Wagen anschließend noch zu einem Spezialisten für Flathead-Motoren, und überwachte den Aufbau des Aggregats mit Argusaugen.
Die Mühe hat sich gelohnt: Der Ford strahlt in edlem Schwarz-Metallic. Die abnehmbaren Seitenteile der Motorhaube zieren zart gezeichnete Flammen.
Der Innenraum lockt mit roter Lederausstattung. Im Cockpit glänzt der Wagen mit einer bunten Ansammlung zusammengewürfelter Einzelteile. So stammt das Armaturenbrett aus eine 1932er Auburn-V12, die verbaute Uhr kommt von Pierce Arrow und gelenkt wird über ein Stanley-Steamer-Volant, das in Dampf-Autos zum Einsatz kam. Der erwartete Preis liegt bei geschätzten 50.000 bis 75.000 US-Dollar.
Mit der Losnummer 107 geht dieser 1966er Ford Mustang auf die Suche nach einem neuen Besitzer. Zwischen 1966 und 1970 wurde er bei FIA-Straßenrennen eingesetzt. Sein damaliger Sponsor: Die mexikanische Dependance von Mustang-Tuner Shelby.
Logisch, dass der Racer auch mit Shelby-Teilen fit für die Piste gemacht wurde. Eingesetzt wurde der Wagen in Mexiko und Südamerika. Nach der Restauration viele Jahre später durfte er sich dann noch bei Klassik-Rallies beweisen.
That's America: V8, 446 PS, 4.736 ccm Hubraum. In den Jahren 1971 bis 74 machte sich im Motorraum sogar mal ein 5,8 Liter großes Aggregat breit, wurde später aber wieder gegen ein dem Original entsprechendes Modell ausgetauscht. Erwartete wird für den 66er Mustang ein Erlös zwischen 40.000 und 60.000 Dollar.
Mächtig aber dezent kommt dieses Lincoln Continental Concept von 2002 daher. Auch unter der Haube Chef-Gehabe: Im
Fünfeinhalb-Meter-Kreuzers arbeitet ein Sechs-Liter-Zwölfzylinder mit 414 PS.
Fünfeinhalb-Meter-Kreuzers arbeitet ein Sechs-Liter-Zwölfzylinder mit 414 PS.
Die gegenläufig angeschlagenen Türen öffnen auf Knopfdruck im 90-Grad-Winkel und sorgen für leichtes entern und verlassen der Chef-Limousine.
Alu und Leder sorgen im Innenraum für die angemessene Atmosphäre. Gimmicks wie Telefon, Computer und Getränkebar tun ihr Übriges dazu.
Der Erlös wird für das exklusive Chef-Büro eine Summe von 50.000 bis 70.000 US-Dollar veranschlagt.
Mit Volldampf in die ewigen Jagdgründe geht es in diesem Leichenwagen der ganz besonderen Art: Der Boothill Express ist einer der berühmtesten Show Rods überhaupt. Edle, schwarze Vollblüter, die Kutsche zur letzten Ruhestätte ziehen, sucht man hier vergebens.
Sie wurden von einen 450 PS starken Sieben-Liter-Hemi-V8 aus dem Hause Chrysler auf die Weide geschickt.
Als Basis für die schräge Höllenkarosse diente ein Cunningham Leichenwagen von etwa 1850. Ihr Schöpfer Ray Fahrner vollendete das skurrile Werk 1967. Die Vorderachse stammt von einem 1963er VW Käfer. Die Hinterachse mit Trommelbremsen spendete ein 1948er Ford.
Das Custom Car schmückt sich standesgemäß mit edlem Zierrat, wie etwa ...
... Zierleisten und Messing-Lampen, die aus dem Indien des späten 18. Jahrhunderts stammen sollen.
Der Innenraum bietet das, was man von ihm erwartet: die klassische Ausstattung eines Leichenwagens inklusive Samtvorhängen und Sarglaufschienen.
Das Lenkrad stammt von einem Ford Model T.
Vom Verkauf des Exoten erhofft man sich einen Erlös von 120.000 160.000 Euro.
Seidiger Zwölfzylinder, jede Menge Luxus und eine besondere Vorbesitzerin: Dieser Daimler Double Six Saloon ist das Privatauto von Queen Elizabeth II gewesen. Am 13. August 2010 wird auch er von RM Auctions in Kalifornien versteigert.
1984 ist der Daimler vom Band gelaufen und im gleichen Jahr an Queen Elizabeth II. ausgeliefert worden.
Der Zwölfzylinder unter der Haube hat 5,3 Liter Hubraum und 295 PS. Den Kraftschluss übernimmt eine Dreigang-Automatik.
Zur 1984 erhältlichen Vollausstattung kommt u.a. dieses Konvoi-Licht hinter der Windschutzscheibe dazu. Die Scheinwerfer des Daimler können wie bei der Polizei als Blitzer verwendet werden. Das original verbaute Funksystem ist nicht mehr im Auto.
Der Arbeitsplatz der Königin: Queen Elizabeth II. ist eine begeisterte Autofahrerin. 1944 hat sie als erstes weibliches Mitglied der britischen Königsfamilie Wehrdienst geleistet und dabei ihren Führerschein und eine Mechaniker-Ausbildung gemacht. Offenbar eine prägende Zeit, ...
... denn ans Steuer ihres Daimler durften nur ganz selten andere. 12.000 Meilen hat die Königin mit dem Auto erfahren, in London, Windsor, Balmoral und in Sandringham. Auch Familienmitglieder wie zum Beispiel die Prinzen Charles, William, Harry oder Prinzessin Diana durften mitfahren.
Goodbye gesagt hat die Queen ihrem Daimler erst 1990. Seitdem fährt sie eine jüngere Generation Double Six und dieses Fahrzeug befindet sich wieder im Besitz von Jaguar. 41.000 Meilen hat es inzwischen auf der Uhr, alles ist komplett original und scheckheftgepflegt.
Bis auf die Kennzeichen, die mussten aus Sicherheitsgründen getauscht werden. Die Originale, alle Papiere und Fotos von Queen Elizabeth II. mit dem Daimer Double Six gibt es beim Kauf dazu. Ein Startpreis liegt noch nicht fest.
"One of the most important parade cars in America’s history" weiß das Auktionshaus über diesen Lincoln Continental aus dem Jahre 1961 zu vermelden. Und tatsächlich liest sich die Liste derer, die in dieser Sonderanfertigung schon durch die Massen glitten sehr imposant.
So beherbergte dieses ehemalige Cabrio nicht nur den ehemaligen US-Präsidenten J.F. Kennendy und seine Frau, sondern auch diverse Gäste der damaligen US-Regierung. Selbst Past Paul der VI wurde schon in diesem Continental chauffiert.
Von 1962 bis 1970 befand sich der mit dem Namenszusatz "Bubbletop" versehene Wagen im Dienste des Secret Service und war dem Weißen Haus zugeteilt. Der Begriff "Bubbletop" spielt auf das extra angefertigte Glasdach an, dass in früheren Zeiten sogar einmal mit einem Vinyl-Bezug versehen werden konnte.
1972 wurde der ausgediente Lincoln Continental "Bubbletop" dem Henry Ford Museum übergeben, in dem er bis 1985 verblieb. Seit 1986 wanderte der Wagen durch diverse Privatsammlungen.
Unter der Haube des "Bubbletop" kommt ein Siebenliter-V8 mit 304 PS zum Einsatz, der den Wagen im Fall der Fälle mitsamt seinen hochrangigen Insassen schnell aus der Gefahrenzone bringen sollte.
Auf dem Tacho der zur Versteigerung stehenden Staatskarosse stehen zwar erst rund 15.000 Meilen, die zurückgelegte Entfernung des Lincoln Continental "Bubbletop" dürfte aber in die Hunderttausende gehen. Immerhin begleitete der Wagen den Präsideten im Tranportflugzeug der US-Air Force zu Terminen rund um den Globus.
Im Fond des "Blasendachs" (Bubbletop) herrscht ein heller Stoff-Ledermix vor. Außerdem gibt es eine extra Klimaanlage und ein Radio mit Telefon. Der zu erwartenede Erlös für die Losnummer 140 liegt bei 500.000 bis 750.000 Dollar.
Die Erschaffung des Ford Model T Hot Rods The black Widow, war ein Familienprojekt. Wally Olson nahm sich den Wagen aus dem Jahr 1927 gemeinsam mit seinen Söhnen vor. Nach zweijähriger Umbauzeit wurde die Schwarze Witwe im Jahr 1954 im Hot Rod-Magazin gefeiert. Mehrere Preise sahnte der Hot Rod ab.
Der nächste Besitzer sorgte unter anderem mit Kotflügeln, Scheinwerfern und Windschutzscheibe für die Straßenzulassung. Nach seinem Tod 1987 verfiel das alte Schmuckstück jedoch langsam. Im Jahr 2005 begann schließlich eine Komplett-Restaurierung.
Der neue Besitzer widmete sich zusammen mit den Spezialisten der US-Firma Showtime Customs der Karosse, brachte alles auf Vordermann und verpasst der schwarzen Witwe auch gleiche eine Pulverbeschichtung. Somit dürfte einem weiteren Karosserie-Fraß zunächst ein Riegel vorgeschoben sein.
Natürlich braucht ein waschechter Hot Rod auch einen gewaltigen V8 unter der Haube. Im Falle des Black Widow sorgt ein vier Liter großer V8 aus den frühen vierziger Jahren für Fahrspaß.
Stolze 125.000 bis 150.000 Dollar soll das Hot Rod von 1927 beziehungsweise 1952, beziehungsweise 2005 auf der Auktion bringen.
Bei diesen Anblick wird Roadster-Fans der Mund wässrig: Der Delahaye 175 S aus dem Jahr 1949 ist ein automobiler Traum – und angesichts des exorbitanten Auktionspreises ...
... von geschätzten vier bis sechs Millionen Dollar wird er es für die überwiegende Mehrheit seiner Fans wohl auch bleiben.
Das Fahrzeug zählt zu den schönsten Cabrio-Klassikern der Nachkriegszeit und gehörte einst einem engen Freund des Fürsten Rainier von Monaco.
Von 2000 bis 2007 wurde der nur 51 Mal gebaute Wagen komplett restauriert.
Unter der endlosen Haube verbirgt sich übrigens ein 4,5 Liter großer Reihensechszylinder mit 165 PS – aber wer schert sich bei dem Anblick schon um profane PS-Werte?
Das kunstvolle Blechkleid wurde vom französischen Karossier Saoutchik entworfen – ein wahrer Meister seines Fachs.
Trotz seiner schlanken, eleganten Linie bot der Traum-Roadster schon zur damaligen Zeit auch auf Langstrecken überragenden Fahrkomfort.
Von allen Delahayes, die nach dem Krieg entstanden, ist dieser 175 S Roadster der wohl atemberaubendste. Für Saoutchik wurden die enorm kostspieligen Blechkreationen allerdings zum Verhängnis, 1955 musste der großartige Karosseriebetrieb seine Tore für immer schließen.
So schön kann Abbiegen sein: Der filigrane Winker zeigt die Farhrichtung an. Gesteuert wird er ...
... über kunstvoll gestaltetes Hebelwerk. Eine großartige Leistung der Restaurateure, die den Roadster sieben Jahre lang bis ins kleinste Detail renovierten.
Ein exklusiver Prototyp ist dieser Strale Daytona 6000 GT aus dem Jahr 1965.
Konstruiert wurde der formschöne Rennwagen von Giotto Bizzarrini, einem Ingenieur, der 1961 von Ferrari zunächst zu ATS und später zu Iso Revolta wechselte.
Der 5,3-Liter-V8 stammt aus einer Corvette, leistet knapp 500 PS und ist mit vier Weber-Doppelvergasern bestückt.
Seinen ersten Renneinsatz hatte der Strale im Jahr 1966 beim Grand Prix von Italien in Monza.
Die Karosserie des Strale ist ein bezaubernder Mix aus Elementen des Ferrari GTO und Landmark 250 LM. Nach einem verheerenden Wasserschaden wurde der rote Renner 1991 komplett überholt.
Geschätzter Auktionspreis für diesen Strale 6000 GT: 550.000 bis 750.000 US-Dollar.
Er ist winzig, er hat einen kleinen Motor und wurde im ersten Jahr nur 5000 Mal verkauft – der Honda 600 aus dem Jahre 1970. Mit dem Kleinstwagen startete Honda damals seine Marktpräsens in den USA. Der Erfolg des 600 blieb auch im Jahre 1971 mit gerade einmal 10.000 Einheiten eher bescheiden.
Angetrieben wird der Honda 600 von einem gerade einmal 600 ccm kleinen Zweizylinder-Motor, der es auf bis zu 45 PS brachte. Dabei drehte das Motörchen allerdings bis auf 9000 Umdrehungen. Nichts Ungewöhnliches, immerhin hatte man bei Honda bis dato die meiste Erfahrung beim Bau von Motorrad-Motoren.
Lediglich bis 1972 wurde der gerade einmal 3,17 Meter lange Honda 600 in den USA verkauft, dann wurde der Export eingestellt. Im Jahr darauf folgte ihm die erste Generation des Honda Civic, der bis heute hergestellt wird.
Das hier zur Versteigerung stehende Exemplar hat einen 36 PS leistende Version des 600-ccm-Motors unter der Haube und bekam von seinem jetzigen Besitzer eine Taxi-Optik. Wohl aber eher zum Spaß, denn statt eines Taxameters, steht ein einarmiger Bandit im Miniaturformat auf dem Armaturenbrett. Zwischen 8000 und 12.000 Dollar soll der kleine Honda bringen.
22 PS Jähzorn wüten im Heck dieses ...
... Fiat 600 Multipla Taxis aus dem Jahr 1960. Sieben Jahre hat es seinen Dienst in Rom getan. Ein junges Paar aus Chicago entdeckte den Fiat auf seinen Flitterwochen, erwarb ihn für seine Reise durch Italien und verliebte sich schließlich Hals über Kopf in den Kleinen.
Nach einigem Aufwand holten sie ihr Taxi im Herbst 1969, fast 2 ½ Jahre nach ihren Flitterwochen, schließlich in die USA. Im Jahr 2005 verkaufte das Paar sein Taxi nach reiflicher Überlegung, weil es meinte, dass sie ihrem kleinen Fiat nicht mehr die nötige Sorgfalt und Liebe angedeihen lassen konnten.
Motor, Getriebe, Bremsen, Fahrwerk und Elektrik wurden überholt und umgebaut. Einige kleinere Beulen und Dellen wurden repariert, und sogar das ursprüngliche Taxameter und die verschiedenen anderen Taxi-Features wurden instand gesetzt. Seit Juni 2010 wartet der kleine Fiat nun auf neue Abenteuer. 20.000 bis 30.000 Dollar soll er auf der Auktion bringen.
Hinter der Losnummer 216 wartet dieser Lowrider mit dem Namen "Golden Star" auf einen neuen Besitzer. Das goldene Schmuckstück basiert auf einem 1957er Oldsmobile und wurde vom Customizer John D’Agostino Custom umgebaut.
Zunächst wurde das Dach gechoppt – es wurden also A-, B- und C-Säule gekürzt und das Dach so abgesenkt. Außerdem überarbeitete John D’Agostino Custom Front- und Heckpartie des Schlachtschiffs und gab dem Wagen schließend eine sehr aufwändige und vor allem auffällige Lackierung in Candy Gold.
Außerdem verfügt die 1957er Basis nun über ein verstellbares Luftfahrwerk – in der Szene als Air-Ride bekannt. Der komplette Wagen kann so vorne und hinten unabhängig von einander in der Höhe verstellt werden. Zusätzlich verbaute der Customizer noch eine moderne Klimaanlage.
Derartig ausgerüstet sahnte der „Golden Star“ auf diversen US-Shows Preise ab. Er gewann unter anderem bei den „Grand Nationals“ den ersten Preis für die beste Lackierung und bekam außerdem einen George Barris Award in Sacramento. Doch der Erfolg dieses besonderen Oldsmobils blieb nicht auf die USA beschränkt.
Sein Besitzer schickte das Goldstück auf eine Promotour durch Skandinavien und zeigte den Nordlichtern mit Auszeichnung in Norwegen, Schweden und Finnland, was US-Tuner so alles drauf haben.
Angetrieben wird das gewaltige, goldene Dickschiff aus den Fünfzigern von einem Sechsliter-V8 mit 280 PS. Elegantes Cruisen dürfte damit also allemal drin sein.
Für das umgebaute Oldsmobile „Golden Star“ erwarten die Verantwortlichen der Auktion einen Erlös von 80.000 bis 100.000 Dollar.
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