RM Auctions August 2010 - Die Ergebnisse

3, 2, 1 ... verkauft: Die Oldtimer-Auktion "Sports & Classics of Monterey" 2010 ist vorbei, Queen Elizabeth's Daimler hat einen neuen Besitzer. Für welchen Preis, das erfahren Sie hier!

Daimler Double Six von Queen Elizabeth II.

Die Oldtimer-Auktion Sports & Classics of Monterey von RM Auctions ist gelaufen. Unter den Hammer kam dabei unter anderem dieser Daimler Double Six Queen Elizabeth II.

Daimler Double Six von Queen Elizabeth II.

1984 ist der Daimler vom Band gelaufen und im gleichen Jahr an Queen Elizabeth II. ausgeliefert worden.

Daimler Double Six von Queen Elizabeth II.

Der Zwölfzylinder unter der Haube hat 5,3 Liter Hubraum und 295 PS. Den Kraftschluss übernimmt eine Dreigang-Automatik.

Zur 1984 erhältlichen Vollausstattung kam u.a. dieses Konvoi-Licht hinter der Windschutzscheibe dazu. 41.000 Meilen hat der Daimler auf der Uhr, alles ist komplett original und scheckheftgepflegt.

Bis auf die Kennzeichen, die mussten aus Sicherheitsgründen getauscht werden. Die Originale, alle Papiere und Fotos von Queen Elizabeth II. mit dem Daimer Double Six gab es beim Kauf dazu. 77.000 US-Dollar (knapp 60.000 Euro) hat sich der neue Besitzer den Daimler der Königin kosten lassen.

Bei diesen Anblick wird Roadster-Fans der Mund wässrig: Der Delahaye 175 S aus dem Jahr 1949 ist ein automobiler Traum. Auch er stand in Monterey zum Verkauf.

Vier bis sechs Millionen Dollar sollte er bringen und damit für die überwiegende Mehrheit seiner Fans genau das für immer bleiben, ein unerreichbarer Traum.

Das Fahrzeug zählt zu den schönsten Cabrio-Klassikern der Nachkriegszeit und gehörte einst einem engen Freund des Fürsten Rainier von Monaco.

Von 2000 bis 2007 wurde der nur 51 Mal gebaute Wagen komplett restauriert.

Unter der endlosen Haube verbirgt sich ein 4,5 Liter großer Reihensechszylinder mit 165 PS.

Das kunstvolle Blechkleid wurde vom französischen Karossier Saoutchik entworfen. Trotz seiner schlanken, eleganten Linie bot der Traum-Roadster schon zur damaligen Zeit auch auf Langstrecken überragenden Fahrkomfort.

Bei 3,3 Millionen Dollar fiel beim Delahaye der Hammer. Viel Geld, aber deutlich weniger als das erwartete Mindestgebot.

Mit dem Kleinstwagen 600 startete Honda seine Marktpräsens in den USA.

Angetrieben wird der Honda 600 von einem gerade einmal 600 ccm kleinen Zweizylinder-Motor, der es auf bis zu 45 PS bringt.

Lediglich bis 1972 wurde der gerade einmal 3,17 Meter lange Honda 600 in den USA verkauft, dann wurde der Export eingestellt. Zwischen 8000 und 12.000 Dollar sollte der kleine Honda in Monterey erzielen, 4400 hat er geschafft.

Mit Volldampf in die ewigen Jagdgründe geht es in diesem Leichenwagen der ganz besonderen Art: Der Boothill Express ist einer der berühmtesten Show Rods überhaupt. Edle, schwarze Vollblüter, die Kutsche zur letzten Ruhestätte ziehen, sucht man hier vergebens.

Sie wurden von einen 450 PS starken Sieben-Liter-Hemi-V8 aus dem Hause Chrysler auf die Weide geschickt.

Als Basis für die schräge Höllenkarosse diente ein Cunningham Leichenwagen von etwa 1850. Ihr Schöpfer Ray Fahrner vollendete das skurrile Werk 1967. Die Vorderachse stammt von einem 1963er VW Käfer. Die Hinterachse mit Trommelbremsen spendete ein 1948er Ford.


Das Lenkrad ist von einem Ford Model T.

Vom Verkauf des Exoten erhoffte man sich bei RM Auctions einen Erlös von 120.000 160.000 Euro. 88.000 US-Dollar sind es schlussendlich geworden.

Mit der Losnummer 106 ging dieser Ol' Jiggles genannte, klassische 1931er Ford Hot Rod in die Auktion. Der Wagen gehörte lange Jahre nur einem Besitzer. In Monterey stand er das erste Mal wieder zum Verkauf.

Der Flathead-V8 unter der Haube von Ol' Jiggles wurde zusätzlich mit einem Zylinderkopf von Edelbrock versehen und bekam drei Stromberg-Vergaser. Geschaltet wird der Rod mittels einer manuellen Viergang-Schaltung aus dem Hause Borg-Warner.

2005 ist Ol' Jiggles aufwändig für 50.000 Dollar restauriert worden. Sein Besitzer schickte den Wagen anschließend noch zu einem Spezialisten für Flathead-Motoren.

Jetzt strahlt Ol' Jiggles in edlem Schwarz-Metallic. Auf der Haube der Klassiker für jeden Hot Rod: mit dem Pinsel freihand gezogene Flammen, oder ganz genau, sogenannte Ghostflames.

Der Innenraum lockt mit roter Lederausstattung. Im Cockpit glänzt der Wagen mit einer bunten Ansammlung zusammengewürfelter Einzelteile. Den erwarteten Preis liegt von geschätzten 50.000 bis 75.000 US-Dollar hat Ol' Jiggles nicht erreicht. Für 49.500 Dollar ging er weg.

Ein klassischer Ford Mustang hat einen legendären Ruf. Dieses 1966er Exemplar wurde von 1966 bin 1970 bei FIA-Straßenrennen eingesetzt. Sein damaliger Sponsor: Die mexikanische Dependance von Ford-Tuner Shelby.

Logisch, dass der Racer auch mit Shelby-Teilen fit für die Piste gemacht wurde. Eingesetzt wurde der Wagen in Mexiko und Südamerika. Nach der Restauration viele Jahre später durfte er sich bei Klassik-Rallies beweisen.

Blick in den Maschinenraum: V8, 446 PS, 4.736 ccm Hubraum. In den Jahren 1971 bis 74 machte sich im Motorraum sogar mal ein 5,8 Liter großes Aggregat breit, wurde später aber wieder gegen ein dem Original entsprechendes Modell ausgetauscht. Für 41.800 Dollar wechselte der Mustang den Besitzer.

Mächtig aber dezent kommt diese Lincoln Continental-Studie von 2002 daher. Unter der Haube Chef-Gehabe: Ein Sechs-Liter-Zwölfzylinder mit 414 PS verrichtet hier seine Arbeit.

Die gegenläufig angeschlagenen Türen öffnen auf Knopfdruck im 90-Grad-Winkel und sorgen für leichtes entern und verlassen der Chef-Limousine. Der aktuelle Opel Meriva lässt grüßen.

Alu und Leder sorgen im Innenraum für die angemessene Atmosphäre. Gimmicks wie Telefon, Computer und Getränkebar tun ihr Übriges dazu.

RM Auctions ging von 50.000 bis 70.000 US-Dollar für das Chef-Büro auf Rädern aus. 56.100 Dollar sind es am Ende geworden. 

"One of the most important parade cars in America’s history" wußte das Auktionshaus über diesen Lincoln Continental aus dem Jahre 1961 zu berichten. Und tatsächlich liest sich die Liste derer, die in dieser Sonderanfertigung schon durch die Massen glitten, sehr imposant.

So beherbergte dieses ehemalige Cabrio nicht nur den US-Präsidenten J.F. Kennendy und seine Frau, sondern auch diverse Gäste der damaligen US-Regierung. Selbst Papst Paul VI. wurde chauffiert.

Von 1962 bis 1970 befand sich der mit dem Namenszusatz "Bubbletop" versehene Wagen im Dienst des Secret Service und war dem Weißen Haus zugeteilt. Der Begriff "Bubbletop" spielt auf das extra angefertigte Glasdach an, dass in früheren Zeiten sogar mit einem Vinyl-Bezug versehen werden konnte.

1972 wurde der ausgediente Lincoln Continental "Bubbletop" dem Henry Ford Museum übergeben, in dem er bis 1985 verblieb. Seit 1986 wanderte der Wagen durch diverse Privatsammlungen.

Unter der Haube des "Bubbletop" kommt ein Siebenliter-V8 mit 304 PS zum Einsatz, der den Wagen im Fall der Fälle mitsamt seinen hochrangigen Insassen schnell aus der Gefahrenzone bringen sollte.

Auf dem Tacho der zur Versteigerung stehenden Staatskarosse stehen zwar erst rund 15.000 Meilen, die zurückgelegte Entfernung des Lincoln Continental "Bubbletop" dürfte aber in die Hunderttausende gehen. Immerhin begleitete der Wagen den Präsideten im Tranportflugzeug der US-Air Force zu Terminen rund um den Globus.

Im Fond des "Blasendachs" (Bubbletop) herrscht ein heller Stoff-Ledermix vor. Außerdem gibt es eine extra Klimaanlage und ein Radio mit Telefon. Der zu erwartenede Erlös für die Losnummer 140 lag laut RM Auctions bei 500.000 bis 750.000 Dollar. Der Hammer fiel bei 429.000 Dollar.

Die Erschaffung des Ford Model T Hot Rods "The black Widow", war ein Familienprojekt. Wally Olson nahm sich den Wagen aus dem Jahr 1927 gemeinsam mit seinen Söhnen vor. Nach zweijähriger Umbauzeit wurde die Schwarze Witwe im Jahr 1954 im "Hot Rod Magazine" gefeiert. Mehrere Preise sahnte der Hot Rod außerdem ab.

Der nächste Besitzer fügte Kotflügel, Scheinwerfer und Windschutzscheibe hinzu. Nach seinem Tod 1987 verfiel das alte Schmuckstück jedoch langsam. Im Jahr 2005 begann schließlich eine Komplett-Restaurierung.

Der neue Besitzer widmete sich zusammen mit den Spezialisten der US-Firma Showtime Customs der Karosse, brachte alles auf Vordermann und verpasste der schwarzen Witwe auch gleiche eine Pulverbeschichtung. Somit dürfte Karosserie-Fraß zunächst ein Riegel vorgeschoben sein.

Natürlich braucht ein waschechter Hot Rod auch einen V8 unter der Haube. Im Falle der Black Widow sorgt ein vier Liter großer V8 aus den frühen vierziger Jahren für Fahrspaß.

Stolze 125.000 bis 150.000 Dollar sollte der Hot Rod von 1927 beziehungsweise 1952, beziehungsweise 2005 laut Auktionshaus auf der Versteigerung erzielen. 89.100 Dollar schaffte die Schwarze Witwe.

Ein exklusiver Prototyp ist dieser Strale Daytona 6000 GT aus dem Jahr 1965.

Konstruiert wurde der formschöne Rennwagen von Giotto Bizzarrini, einem Ingenieur, der 1961 von Ferrari zunächst zu ATS und später zu Iso Revolta wechselte.

Der 5,3-Liter-V8 stammt aus einer Corvette, leistet knapp 500 PS und ist mit vier Weber-Doppelvergasern bestückt.

Seinen ersten Renneinsatz hatte der Strale im Jahr 1966 beim Grand Prix von Italien in Monza.

Die Karosserie ist ein bezaubernder Mix aus Elementen des Ferrari GTO und Landmark 250 LM. Nach einem verheerenden Wasserschaden wurde der rote Renner 1991 komplett überholt.

Geschätzter Auktionspreis für diesen Strale 6000 GT: 550.000 bis 750.000 US-Dollar. Soweit die Vorstellungen vor der Auktion. 522.500 US-Dollar hat der rote Renner am Ende tatsächlich erzielt.

22 PS Jähzorn wüten im Heck dieses ...

... Fiat 600 Multipla Taxi aus dem Jahr 1960. Sieben Jahre hat es seinen Dienst in Rom getan. Ein junges Paar aus Chicago entdeckte den Fiat auf seinen Flitterwochen, erwarb ihn für seine Reise durch Italien und verliebte sich schließlich Hals über Kopf in den Kleinen.

Nach einigem Aufwand holten sie ihr Taxi im Herbst 1969, fast 2 ½ Jahre nach ihren Flitterwochen, in die USA. Im Jahr 2005 verkaufte das Paar sein Taxi nach reiflicher Überlegung, weil es meinte, dass sie ihrem kleinen Fiat nicht mehr die nötige Sorgfalt und Liebe angedeihen lassen konnten.
 

Motor, Getriebe, Bremsen, Fahrwerk und Elektrik wurden überholt und umgebaut. Einige kleinere Beulen und Dellen wurden repariert, und sogar das ursprüngliche Taxameter und die verschiedenen anderen Taxi-Features wurden instand gesetzt. 20.000 bis 30.000 Dollar sollte er auf der Auktion bringen, 46.750 Dollar sind es am Ende geworden.

Dieses Custom Car mit dem Namen "Golden Star" basiert auf einem 1957er Oldsmobile und wurde von der Customizer-Legende John D’Agostino umgebaut.

Zunächst wurde das Dach gechoppt – also A-, B- und C-Säule gekürzt und das Dach abgesenkt. Außerdem überarbeitete John D’Agostino Front- und Heckpartie des Schlachtschiffs und gab dem Wagen schließend eine sehr aufwändige und vor allem auffällige Lackierung in Candy Gold.

Außerdem verfügt "Golden Star" über ein verstellbares Luftfahrwerk – in der Szene als Air-Ride bekannt. Der komplette Wagen kann so vorne und hinten unabhängig in der Höhe verstellt werden. Zusätzlich verbaute der Customizer noch eine moderne Klimaanlage.

Derartig ausgerüstet, sahnte der "Golden Star" auf diversen US-Shows Preise ab. Er gewann unter anderem bei den "Grand Nationals" den ersten Preis für die beste Lackierung und bekam außerdem einen George-Barris-Award in Sacramento. Doch der Erfolg dieses besonderen Oldsmobile blieb nicht auf die USA beschränkt.

Sein Besitzer schickte das Goldstück auf eine Promotour durch Skandinavien und zeigte den Nordlichtern in Norwegen, Schweden und Finnland, was US-Tuner so alles drauf haben.

Angetrieben wird das gewaltige, goldene Dickschiff aus den Fünfzigern von einem Sechsliter-V8 mit 280 PS. Elegantes Cruisen dürfte also allemal drin sein.

Für den "Golden Star" erwarteten die Verantwortlichen der Auktion einen Erlös von 80.000 bis 100.000 Dollar. Sein neuer Besitzer hat ihn für 60.500 Dollar mit nach Hause nehmen können.

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