1974 begann die Erfolgsgeschichte des VW Golf. Seitdem liegt der Golf nahezu ununterbrochen auf Platz eins der deutschen Zulassungsstatistik. Bis 2008 fertigte Volkswagen mehr als 26 Millionen Golf.
Das von Giugiaro geschaffene Design des Golf I (oben links) prägte auch alle nachfolgenden Golf-Generationen. Typisch für jeden Golf ist die massive C-Säule und die schnörkellose Linienführung. Die Funktionalität des Golf spiegelt sich auch in seinem Design wieder.
Der Golf bedeutete 1974 einen radikalen Neuanfang für VW. Das kantige Design von Giugiaro kam sehr gut an, bereits 1976 fertigte VW den einmillionsten Golf. Der dreitürige Basis-Golf hatte 50 PS, wog 790 kg, erreichte 145 km/h, verbrauchte neun Liter Normalbenzin und kostete 1974 8000 D-Mark.
Der Golf II nahm das Design- und Technikkonzept seines Vorgängern auf, er bot jedoch mehr Platz und eine hervorragende Qualität. Der Golf II war ab 1986 auch mit Allradantrieb lieferbar. Der dreitürige Golf C mit 55 PS wog bereits 890 kg, war maximal 155 km/h schnell und konsumierte neun Liter Normalbenzin. 1983 kostete er 13.490 D-Mark.
1991 präsentierte VW die dritte Generation Golf, erstmals ohne Rundscheinwerfer. Die Karosserie ist runder, die Scheiben sind bündig eingepasst. Für das Basismodell 1.4 CL mit 60 PS zahlte man 1991 19.975 D-Mark. 960 kg Leergewicht, Verbrauch 6,6 Liter Super, 157 km/h Spitze.
Der Golf IV kam 1997 mit schnörkellosem und glattflächigem Design. Die Karosserie war erstmals bei einem Golf vollverzinkt und beeindruckte mit geringen Spaltmaßen. Der dreitürige Golf 1.4 Trendline hatte 75 PS, wog 1085 kg, errreichte 171 km/h, konsumierte 6,5 Liter Super und kostete 1997 25.700 D-Mark.
2003 kam die fünfte Auflage des Bestsellers. Anfangs erfüllte er nicht die Verkaufserwartungen von VW, durch aufgewertete Serienausstattung kurbelte VW den Verkauf an. Der dreitürige 1.4 Trendline leistete 75 PS, wog 1153 kg, verbrauchte 6,9 Liter Superbenzin, erreichte 164 km/h und kostete 2003 15.220 Euro.
Die neueste Interpretation des Golf kommt im Oktober 2008 in den Handel. Das Design wurde gegenüber dem Vorgänger nur behutsam geändert, insgesamt wirkt der Golf VI wertiger als der Golf V. Eckdaten des dreitürigen 1.4 Trendline: Grundpreis 16.500 Euro, 80 PS, 172 km/h und 6,4 Liter Verbrauch (Super).
Das praktische Karosseriekonzept mit vorn eingebautem Quermotor, Frontantrieb und großer Heckklappe machte den Golf I familientauglich. Im täglichen Umgang war er viel praktischer als der antiquierte Käfer. Bis 1983 wurden sechs Millionen Golf I produziert.
Größer, komfortabler und viel bessere Langzeitqualität als der Vorgänger: Der Golf II ist auch im Jahr 2008 noch täglich im Straßenbild anzutreffen. Mehr als eine Million Golf II sind noch auf deutschen Straßen unterwegs. Insgesamt fertigte VW 6,3 Millionen Fahrzeuge.
Auto des Jahres 1992: Den Golf II gab es erstmals auch als praktischen Variant. Der Golf VR6 war ab 1991 der erste Sechszylinder in der Kompaktklasse, der TDI revolutionierte ab 1993 den Dieselmarkt. Keiner sonst bot derartige Fahrleistungen bei so geringem Verbrauch. 4,8 Millionen Golf III liefen von Band.
Der Golf IV war ab 1999 mit Pumpe-Düse-TDI lieferbar, die zwar wenig verbrauchten und leistungsfähig waren, aber sehr brummig liefen und teuer in der Fertigung waren. Leistungsträger der Baureihe: der Golf R32 mit 241 PS. 4,1 Millionen Exemplare fertigte VW.
Ab 2005 gab es den VW Golf mit dem per Kompressor und Turbo aufgeladenen 1.4 TSI-Vierzylinder. Die Grundidee des Konzeptes: Kleiner Hubraum und Aufladung, das steigert die Leistung und minimiert den Verbrauch. In Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe ein beeindruckendes Konzept.
Der Golf VI basiert auf der Plattform des Golf V. Optisch nähert er sich VW Passat CC, Touareg und Scirocco an. Der für 2009 erwartete Blue Motion Diesel soll mit 3,9 Litern auf 100 km auskommen.
Aus der Seitenperspektive tritt die kantige Karosserie des Golf I mit der wuchtigen C-Säule deutlich zum Vorschein.
Der Golf II wirkt gestreckter, runder und bauchiger als der erste Golf.
Auch der Golf III bleibt der VW-Designlinie treu. Die Karosserie präsentiert sich nochmals gerundet und aerodynamisch optimiert.
Evolutionsstufe Nummer vier: Das Design des Golf IV ist von Sachlichkeit und Funktionalität geprägt. Er diente VW-Designchef de'Silva als Vorbild für den neuen Golf VI.
Im Vergleich zu seinen Vorgängern fällt besonders die nach hinten ansteigende Gürtellinie des Golf V auf. Sie lässt den Golf dynamischer wirken.
An der Seitenansicht des Golf VI hat sich gegenüber dem Golf V nicht viel geändert. Am auffälligsten sind die geänderten Scheinwerfer und Rücklichter sowie umgestaltete Türgriffe.
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