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So hätten unsere Autos früher ausgesehen

So hätten sie früher ausgesehen
Wie hätten die Auto-Ikonen von heute ausgesehen, wenn sie ein paar Jahrzehnte früher zur Welt gekommen wären? Das hat sich der niederländische Zeichner Ruben Ooms gefragt und seiner automobilen Fantasie freien Lauf gelassen.
Bild: Auto Bild Montage Mercedes A-Klasse/Martin Meiners Mercedes 119 - AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
So wird die Mercedes A-Klasse, die von 1997 bis 2012 als Hochdach-Version in zwei Generationen produziert wurde und beim berühmten Elchtest umkippte, einfach mal ins Jahr ...
Bild: Martin Meiners
So hätten sie früher ausgesehen
... 1955 verfrachtet. Heraus kommt ein fiktiver Mercedes 119, mit Schwung in den Kotflügeln und mit der Front des Transporters 319. Mitte der 50er-Jahre fuhren die Deutschen meist Fahrrad oder BMW Isetta; Mercedes baute als wichtigster Hersteller des Landes derweil Ponton-Limousinen und SL-Sportwagen, ...
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
... die zum Leben der meisten Menschen erst mal passten wie Stöckelschuhe zum Kartoffelacker. Trotzdem entwickelten sie eine Liebe zum Stern, die vier Jahrzehnte später ausgerechnet mit der A-Klasse zu erkalten drohte. Ob die Sache besser verlaufen wäre, wenn Mercedes in der bunteren Autowelt der Fünfziger diesen Versuch unternommen hätte?
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
Der Peugeot 1007 wurde von 2005 bis 2009 auf Basis des Kleinwagens 207 gebaut. Peugeot war von den drei großen französischen Marken immer die solide, konservative. 1955 hatte die Firma den brandneuen 403 mit Pontonkarosserie und Rundscheinwerfern und den altmo­dischen 203 mit ausgeformten Kotflügeln im Programm. Viel Auswahl gab's nicht.
Bild: Peugeot
So hätten sie früher ausgesehen
Dabei waren Pariser Straßen schon damals eng, Bedarf für einen hochwertigen kleinen Wagen für die geschäftige Mittel- und Ober­schicht hätte sich vielleicht mit steigendem Wohlstand entwickelt. Kein spartanisches Arme-Leute-Auto, sondern etwas Solides. Ein Peugeot 103 eben mit dem Gesicht des 403 und Elementen des 203 an der Seite, nur klein und mit ...
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
... Schiebetüren, um vor dem Restaurant oder dem Tabakladen auch in engen Lücken parken zu können. Okay, die Panorama-Frontscheibe wäre damals in der Herstellung so teuer gewe­sen wie sonst ein ganzer Kleinwagen, aber erst ihretwegen sieht der Herr ja auch im Kleinwagen gut angezogen aus.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
Den MiTo auf Basis des Fiat Punto produziert Alfa seit 2008. Alfa war in den 60ern ein Hersteller sportlicher Limousinen und Sportwagen mit längs eingebautem Frontmotor und Hinter­radantrieb. Das hätten die Ingenieure nie ...
Bild: Fiat Chrysler Automobiles
So hätten sie früher ausgesehen
... in einen kompakten Viersitzer von der Länge eines Fiat 500 bekommen. Allerdings hätten sich die Alfa-Leute die technische Basis von Austin und Morris aus England holen, den Motor mit einem ihrer berühmten Doppel-Nockenwellen-Zylinderköpfe aufpeppen und der Karosserie das Gesicht der Giulietta und die Flanken der Giulia einbügeln können. Dazu ...
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
So hätten sie früher ausgesehen
... ein kurzer italienischer Frauenname, Gina vielleicht – und das Auto hätte den Fiat 500 ordentlich Käufer kosten können. Stattdessen kam es anders: Alfa verkaufte zu wenige Autos und wurde 1986 von Fiat gekauft. Die Fiat-Leute setzten die Kleinwagen-Idee endlich um – indem sie die Plattform ihres Grande Punto unter eine Karosse mit Alfa-Elementen jubelten.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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Der BMW i8 wurde auf der IAA 2013 in Frankfurt vorgestellt und ist ein echter E-Sportler-Pionier von heute. Hätte sich der Elektromotor schon in den 1950er-Jahren durchgesetzt, ...
Bild: BMW Group
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... hätte der BMW E07 vielleicht als geschlossenes Coupé mit Scherentüren und Luftleitblechen gegen den preis­lich konkurrierenden, zur Ikone überhöh­ten Flügeltüren-Mercedes 300 L antreten können. Und der Tankwart hätte nicht mit schmierigem Lappen in der Tasche ...
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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... in den Motorraum gebeugt den Ölstand des 3,2-Liter-Alu-V8 kontrolliert, sondern vielleicht mit destil­liertem Wasser den Flüssigkeitsstand der Batterien reguliert, bevor er das Ladekabel der Elektrosäule am Auto einstöpselt. Der Mythenbildung hätte es gutgetan.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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Der Citroën C4 Cactus wurde von 2014 bis Anfang 2018 als außen gepolsterte modische Variante des C3 verkauft. Mut zeigte Citroën Anfang der 60er schon mit den Jahrhundert-Autos Ente und DS, 1961 positionierten die Franzosen da­zwischen auch noch den Ami 6 mit verkehrt herum geneigter Heckscheibe. Da hätte ...
Bild: AUTO BILD / Jan Schmitt
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... zu Beginn der modischen Revolution der 60er-Jahre auch folgende Idee Furore machen können: eine kleine Limousine mit eleganter Linie, außen mit Polstern im Stil der psychedelischen Stoffmuster der neuen Zeit, die den Wagen vor dem Stadtverkehr der Modehaupt­stadt Paris schützt. Projektname: Chic.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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Eine wahrhaft avantgardistische Variante hätte vereinfachte DS-Technik, die für den Ami 6 zu teuer gewesen war. Technisch schlichter, aber auch chic. Das Prinzip des Chic 6: einfach die Karosserie über die Technik des Ami 6 stülpen und ihn so zur Großstadtvariante des Provinzautos machen.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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Der Porsche Cayenne, ein Mitbegründer des heutigen SUV-Wahn(sinn)s, wurde 2002 vorgestellt und 2010 bis 2017 in der zweiten Generation gebaut. Unterstellen wir kurz, dass Autokäufer der 70er-Jahre noch mehr Sinn für mechani­sche Zusammenhänge hatten ...
Bild: Porsche AG
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... und ein Auto, das weder sportlich noch echt geländegängig sein kann, für sinnlos befunden hätten: Wie hätte dann ein Porsche-Geländewagen aussehen müssen, nennen wir ihn mal gewichtig 999? Auf jeden Fall geländegängig, also mit gro­ßen Federwegen und grobstolligen Reifen.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms
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Die Front müsste nach 911 aussehen, im Heck wäre ein luftgekühlter Boxermo­tor, dessen Öl, damit er bei Wühlarbeit nicht überhitzt, durch einen Ölkühler im Bug mit großer Kühlöffnung fließen würde. Der Name Cayenne? Wäre beim Gelände­wagen analog zu Carrera bei Sportwagen für eine besonders aufgerüstete Variante verwendet worden – hier mit seitlichem Schwellerschutz mit Trittbrett-Funktion.
Bild: AutoWeek/Ruben Ooms