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So lernte die Bremse das Stottern

40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Technischer Meilenstein für die Fahrsicherheit: 1978 brachte Mercedes die S-Klasse W 116 mit ABS auf den Markt. Was heute aus den Autos nicht mehr wegzudenken ist, kam bei den Autofahrern vor 40 Jahren zunächst nicht gut an, ...
Bild: Sascha Baumann / AUTO BILD
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
... und das nicht nur wegen des hohen Aufpreises von 2217,60 Mark im W 116. Assistenzsysteme lehnten viele noch – fälschlicherweise – als den eigenen Fähigkeiten unterlegen ab. Sie vertrauten lieber auf das damals angesagte "Pumpen" auf dem Bremspedal als auf die neuartige "Stotterbremse". Das erste ABS kam als Sonderausstattung im ...
Bild: Sascha Baumann / AUTO BILD
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
... W 116, gebaut von 1972 bis 1979. Er gilt bis heute als eines der technisch und stilistisch am weitesten entwickelten Autos. Und als eines der sichersten seiner Zeit.  So entstand das wegweisende Antiblockiersystem.
Bild: Sascha Baumann / AUTO BILD
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Die ersten Überlegungen erfolgten Ende der 1960er. Mercedes wollte im Gegensatz zu anderen Autobauern die Technik von Zulieferer Teldix nutzen. Die Firma setzte schnellschaltende Ventile (aus dem Flugzeugbau) ein, eine Voraussetzung für das ABS. 1968 ...
Bild: Sascha Baumann
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
... ersetzten die Mer­cedes-Leute den unzuverlässigen Reibradsensor (Foto) ...
Bild: Daimler AG
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
... erst durch einen neu entwickelten Zweimassen-, später den Einmassensensor und bauten eine (Rückförder­-)Pumpe ein, um bei mehreren Bremsungen den Druck zu hal­ten. Auch eine zusätzliche Drehzahl­erfassung musste her. 
Bild: Sascha Baumann
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Riesige Apparate für die Messtechnik nahmen den Beifahrerplatz ein. Strom lieferte ein Generator mit Extra-Auspuff im Kofferraum.
Bild: Daimler AG
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Die Fahrwerte wurden anfangs von einem "Lichtstrahl-Oszillographen" aufgezeichnet. Dessen gelbe Messstreifen mussten in dunklen Garagen lichtecht gemacht werden.
Bild: Daimler AG
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Fehlstart: Am 12. Dezember 1970 stellte Mercedes auf der "Einfahrbahn" das erste ABS vor. Es ging wegen technischer Mängel nie in Serie. Die geplante Markteinführung 1975 im Mercedes /8 war nicht zu halten, die Tests mit analogen Systemen wurden schon 1973 abgebrochen. Erst der Einsatz von Mikroelektronik brachte schließlich den Durchbruch. 
Bild: Daimler AG
40 Jahre ABS: Die Entstehungsgeschichte
Ingenieur Jürgen Paul (76) war bei der Entwicklung des ABS beteiligt. Er zeigt an der Mercedes S-Klasse W 116, wo das Ding damals saß: Das ABS-Modul ...
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... das Paul hier dem Autoren dieser Geschichte, dem AUTO BILD KLASSIK-Redakteur Henning Hinze zeigt, ...
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... sitzt zwischen Bremskraftverstärker und Bremszylinder. Ging etwas kaputt, blieb die Bremswirkung erhalten.
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Kunden bemerkten das Vorhandensein des teuren ABS beim Fahrzeugstart nur an der gelben Kontrollleuchte im Kombiinstrument.
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Inspektion: Journalisten begutachten das ABS-Modul bei der Präsentation im August 1978.
Bild: Sascha Baumann
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Entwicklungschef Werner Breitschwerdt (Mitte) erklärt die Technik auf der "Einfahrbahn". 
Bild: Sascha Baumann
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Unter den Barockfelgen waret die Revolution: Erstmalig in der S-Klasse der Baureihe W 116, ...
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... hier im 280 SE, verhilft das ABS zum schnellen, spurgetreuen Bremsen.
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Die Werkskürzel auf dem Typenschild im Motorraum zählen auf, welche Finessen die schwäbische Nobelkarosse an Bord hat:
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470 steht für ABS, 440 für den Tempomat, 410 für das elektrische Schiebedach und die 870er-Nummern für die Sitzheizung rundum.
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Nach der Einführung wuchs die Akzeptanz bei den Autofahrern langsam, Belege dafür sammelte Jürgen Paul in einem Ordner. Seit 2004 sind in Europa alle Neuwagen mit ABS aus­gestattet, seit 2014 auch mit dem Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP). Auch das debütierte schon in der S-Klasse der Baureihe W 116.
Hier folgen weitere Bilder von der schönen S-Klasse W 116.
Bild: Sascha Baumann