Zur Homepage

Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?

Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Porsche-Besitzer Ralf Müller (51) aus Mülheim/Ruhr bangt seit über einem Jahr um seinen 2009 gestohlenen 911er. Das Auto wurde dem selbstständigen Kfz-Mechaniker vor seiner Werkstatt gestohlen.
Bild: Roman Raetzke
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Doch Glück im Unglück: Vier Jahre später entdeckt Müller seinen Wagen zufällig auf der Internetverkaufsbörse autoscout24.de wieder. Dort bietet ihn ein Hamburger Händler für 39.900 Euro an. Müller informiert sofort die Kripo, und die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt den Wagen.
Bild: Roman Raetzke
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Doch Müller bekommt das Auto nicht zurück. Seit Ende 2013 steht der Porsche unter freiem Himmel im Depot der Staatsanwaltschaft. Denn obwohl ein behördlich beauftragter Gutachter bestätigt, dass es sich dabei um Müllers gestohlenes Auto handelt, macht der Richter vom Landgericht Duisburg ihm wenig Hoffnung, seinen Wagen je wiederzubekommen.
Bild: Roman Raetzke
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Begründung: Das Auto wurde zwar in Deutschland gestohlen, aber von dem Hamburger Händler in Belgien gekauft. Daher gelte belgisches Recht. Und in Belgien verjähren Ansprüche auf Diebesgut nach drei Jahren. Hier folgen Bilder aus besseren Tagen.
Bild: Privat / Ralf Müller
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Ob nun belgisches Recht oder deutsches Recht gilt, nach dem Müller das Auto zurückbekäme, diese Frage soll nun das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg in einem vom Gericht beauftragten Gutachten klären.
Bild: Privat / Ralf Müller
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Ende Januar 2015 stand das Ergebnis noch immer nicht fest. Müller will aber um seinen Oldtimer, den er selbst restauriert hat, kämpfen. Ob er schließlich Grund zur Freude haben wird, wie auf diesem Archivbild, ist nicht sicher. 
Bild: Privat / Ralf Müller
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Einen richterlichen Vergleich über lediglich 7250 Euro lehnte er ab. Ein Porsche dieses Typs in Zustand 3 wird bei Classic Data heute mit 50.000 Euro gelistet.
Bild: Privat / Ralf Müller
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Müller weiß, dass er ein hohes Risiko eingeht: "Ohne Rechtsschutz sitze ich im schlimmsten Fall ohne Auto und mit 20.000 Euro Gerichtskosten da. Aber hier geht es um etwas, das alle Oldtimer-Besitzer angeht."
Bild: Privat / Ralf Müller
Streit um geklauten 911er: Seiner oder nicht seiner?
Und deshalb bleibt ihm nur die Hoffnung auf die Rückgabe seines Porsche – und Bilder aus besseren Tagen.
Bild: Privat / Ralf Müller