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Vergleichstest Business-Limousinen

Buick Park Avenue 1992   Mercedes 300 SE 1987   Volvo 760 GLE 1990   Toyota Crown 1985
Die Business-Klasse der Straße war mal deutlich teurer als die Holzklasse fürs gemeine Volk, aber ist sie tatsächlich auch so viel besser? Wir testen vier Vertreter aus vier Ländern und prüfen Komfort, Dynamik, Stil und Etikette.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
In den 80ern schickte Toyota als Vorläufer von Lexus das Topmodell Crown mit allem Japan-Komfort und -Geschmack in die Höhle des Löwen nach Europa.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Außen ist der Crown so unscheinbar, dass er sich gut als Dienstwagen für Detektive eignen würde – dachten wir. Doch dann umringten elektrisierte Mitbürger an einer Raststätte unseren vermeintlichen Tarnkappenbomber und machten Fotos von diesem seltenen Vogel, der sich selbst die Krone aufsetzt.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Hier gerade nicht, aber nach leichtem Aufschaukeln wechselt der Crown tüchtig ins Übersteuern.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Nicht gerade aufregend: brave Stufenhecklimousine im Japan-Barock der 80er-Jahre.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Eine Hochdruck-Scheinwerferreinigung war damals etwas ganz besonderes.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Kanten-König: Der Designer des Crown liebte den Winkel und baute eine beigebraune Origami-Landschaft in die Kabine.
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Gut ablesbare Instrumente, aber zufällig verteilte Schalter. Aircondition gibt es sogar für die ...
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
... hinten Sitzenden, die auf üppigen Polstern bequem und wohnlich unterkommen
Bild: Christian Bittmann
Toyota Crown 1985
Genug Platz für Geschäftsreisende gab es im reisetauglichen Kofferraum.
Bild: Christian Bittmann
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Sahnestück des Crown: drehfreudiger 170-PS-Doppelnocker aus dem Sportmodell Supra.
Bild: Christian Bittmann
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Der Mercedes 300 SE war das adäquate Auto für Firmenchefs in den 80ern. Je kleiner die Firma, desto wahrscheinlicher steckte der Sechszylinder drunter. Der war billiger und ökonomischer.
Bild: Christian Bittmann
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Dieser 300 SE stammt aus der zweiten Serie (ab 1985), erkennbar an den Kunststoff-Seitenplanken.
Bild: Christian Bittmann
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Hurra, Hütchen! Unbeirrt umrundet unser Dicker die Pylonen.
Bild: Christian Bittmann
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Scheinwerferwischer kosteten im Jahr 1987 ganze 638 Mark extra.
Bild: Christian Bittmann
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Keine Holzklasse – trotz Zebrano-Furnier. Im 300 SE paart sich der feine Daimler-Stil von damals mit dem dezenten Luxus der 80er. Motto: Weniger ist mehr. Alles wirkt vornehm und nicht überstylt.
Bild: Christian Bittmann
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Der dürre Tempomathebel erinnert an eine Stricknadel.
Bild: Christian Bittmann
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Auf der Rückbank lässt es sich dank ausreichend Platz bequem reisen.
Bild: Christian Bittmann
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505 Liter Kofferraum standen den Business-Passagieren im 300 SE zur Verfügung.
Bild: Christian Bittmann
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Der Sechser summt seidig, dreht wegen der kurzen Übersetzung unnötig hoch. Deswegen trinkt er wie Harald Juhnke zu seinen besten Zeiten.
Bild: Christian Bittmann
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Benannt nach einer feinen Einkaufsmeile in New York, im Grunde aber eine brave Familienlimousine, kam der Buick Park Avenue als Botschafter des American Way of Life zu uns.
Bild: Christian Bittmann
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Ein bisschen Jaguar, etwas Audi 100, eine Prise Mercedes, der Buick ist ein typisches Marketing-Auto.
Bild: Christian Bittmann
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Zugnummer: Frontantrieb zieht den Buick tapfer um die Hüte.
Bild: Christian Bittmann
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Ein Luxusauto nach dem Geschmack amerikanischer Besserverdiener: doppelt gepolsterte Sitze mit faltigem Rutschleder in Pferdesattel-Optik.
Bild: Christian Bittmann
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Ein Wählhebel wie ein Meißel.
Bild: Christian Bittmann
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Typisch Ami: Plastikholz mit künstlicher Maserung und synthesizerartige Knöpfekonsole.
Bild: Christian Bittmann
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In der Fahrertür befindet sich ein wahrer Schalterterminal.
Bild: Christian Bittmann
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Auch im Fond sind die Sitze mit gewellter Tierhaut versehen.
Bild: Christian Bittmann
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Zerklüftete, mit 574 Litern aber riesengroße Gepäckhöhle.
Bild: Christian Bittmann
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Quer eingebauter V6 mit 46 PS Literleistung, aber üppigem Drehmoment und dunklem Klang.
Bild: Christian Bittmann
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Als progressive Alternative oder auch als Protest gegen das Establishment fand der Volvo 760 GLE seine Kunden bei wohlhabenden Intellektuellen und Querdenkern.
Bild: Christian Bittmann
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Spaßmacher: Denkt man gar nicht, aber dank direkter Lenkung wieselt der 760 flink um die Hüte.
Bild: Christian Bittmann
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Wuchtiges Heck, steiles Rückfenster, klare Kanten. Volvo baute die Antithese zu flutschigen cw-Autos.
Bild: Christian Bittmann
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Schweden meets USA: dem US-Geschmack angepasster Nordland-Stil mit optionalem Hochglanzholz, Plüsch und einem Automatikschaltknauf wie ein Pflasterstein. Das Lenkrad ist nicht original.
Bild: Christian Bittmann
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Die Vielformenlandschaft der Schalter ist aber original skandinavisch.
Bild: Christian Bittmann
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Skandinavier denken praktisch, daher an der Armstütze die Durchreiche zum Kofferraum ...
Bild: Christian Bittmann
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... der mit 471 Litern natürlich üppige Maße besitzt.
Bild: Christian Bittmann
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In zweiter Generation lernte der Euro-V6 Laufkultur. Viel Drehmoment, wenig Leistung – das blieb.
Bild: Christian Bittmann
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Ein Charakterkopf ist er, der 760. Seinem V6 fehlt es trotz "nur" 143 PS nicht an Durchzugskraft, Lenkung und Komfort gefallen. Federung und Stil wirken tendenziell amerikanisch, die Verarbeitung ist gut. Und er bietet viel Platz.
Bild: Christian Bittmann
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Ein Sieg in diesem Vergleich ist offenbar nicht zuletzt das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung. Wie sonst kann es sein, dass Hersteller, die eigentlich wissen, wie man gute Autos baut, gegen Mercedes keine Chance haben?
Bild: Christian Bittmann
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Beim Vergleichstest haben wir 3 Lektionen ermittelt: Lektion 1: Das sind Autos, die praktisch so gut fahren wie die heutigen, jedoch ohne zu viel Elektronik-Klimbim. Lektion 2: Erstaunlich, wie manche Bosse damals Ungereimtheiten durchgehen ließen. Lektion 3: Mercedes war damals wirklich Weltklasse, Volvo und Toyota spielten darunter. Und der Buick? Der taugte als Neuwagen nicht viel, findet jetzt als luxuriöser Youngtimer seine Bestimmung.
Bild: Christian Bittmann