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VW Typ 147 Fridolin

VW Typ 147 Fridolin
Der Goggo-Transporter ist zu klein, der Käfer zu unpraktisch, der VW Bulli zu groß. Die Deutsche Bundespost suchte in den Sechzigern einen Helfer zum schnellen Briefkasten-Entleeren, für die Paketzustellung und den Fernsprechdienst.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Das Volkswagen-Werk diesen Wunsch. Das VW-Regal gibt die Technik her, Karmann entwarf die Karosse und produzierte ab 1964 den Typ 147 in Serie. Aber so ruft ihn keiner: Die Westfalia-Arbeiter nennen den Gelbling "Fridolin". Der Volksmund übernimmt den Namen.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Sogar eine beheizbare Heckscheibe hat der Typ 147 schon, auf Wunsch sogar eine Standheizung. Und die pneumatische Waschanlage, die ihren Luftdruck aus dem Reserverad holt.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Aber einfach lackierte Bleche und der harte Dienst bei Wind und Wetter lassen die gelben Karosserien schnell rosten. Deshalb ist der Fridolin fast ausgestorben. Dieses Exemplar gehört dem Automuseum Volkswagen. Der 74er stammt aus der allerletzten Serie, sein Tacho zeigt erst 14.441 km.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Die Ratsch-klack-Schiebetür gibt den Weg zum klassischen Käfer-Sitz frei.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Schlichter geht es kaum: Durch das dürre Käfer-Lenkrad fällt der Blick auf den schlichten Käfer-Tacho mit den drei Kontrollleuchten für Blinker, Zündung und Öldruck.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Die Kopffreiheit würde Zylindertragen erlauben. Zu bemängeln sind dagegen die labberige Schaltung, die indirekte Lenkung, die quietschende Vorderachse, die haltlosen Sitze.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Die Käfer-Sitzlehnenneigung lässt sich immerhin schon in drei Positionen einstellen. Auf Wunsch gab es auch einen Beifahrersitz, der ganz pfiffig einklappbar ist.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Im Heck werkelt unter heftigem Rasseln, Schlürfen, Ächzen und Schreddern der vertraute Boxer. Heute würden die Leute von der Post wahrscheinlich Ohrenschützer fordern.
Bild: Uli Sonntag
VW Typ 147 Fridolin
Innen dominieren Postgelb und Sperrholz, ein Netz schützt den Fahrer beim Bremsen vor gefährlicher Luftpost. 410 Kilo Zuladung sind im Fridolin erlaubt.
Bild: Uli Sonntag