Mit neuer Optik (und alten Pendelachsen) erschienen die Modelle 250 S, 250 SE und 300 SE der (noch nicht so genannten) S-Klasse W 108 ab 1965: Ruhige Linien und große Fensterflächen statt Heckflossenbarock. 1968 ersetzte ein neuer 2,8-L-Sechszylinder die wenig standfesten 250er (280 S, SE). 1971 erschien der 3,5-Liter-V8 im 280 SE(L) 3,5 und 300 SEL 3,5; letzterer und der 300 SEL besaßen Luftfederung und zählten somit zur Baureihe W 109. Überflieger war ab 1968 der 300 SEL 6,3, mit 250 PS schnellste Serienlimousine der Welt.
Ausgerechnet Mercedes traute sich im Revoluzzer-Jahr 68 ein deutsches Muscle Car: Keine S-Klasse war wilder als das rasende Chefzimmer Mercedes 300 SEL 6.3.
Wer es sich in den fetten Jahren des Wirtschaftswunders leisten konnte, zeigte gern, was er erreicht hatte. Ein Mercedes 280 SE eignete sich 1971 gut dafür.
Ein Treffen der drei Generationen 280 SE: Wie soll das wohl ausgehen? Der Jüngste gewinnt – könnte man denken. Dabei kommt es jedoch nur auf den Standpunkt an.