Aquaplaning

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Im Jahr 1960 entdeckten Entwickler der Reifenfirma Dunlop ein bis dahin unerklärtes Phänomen: das Aquaplaning. Die Entdeckung des Aquaplaning war eine weltweite Sensation. Fortan wurden Reifen entwickelt, die durch Einschnitte im Profil und Öffnungen in den Schulterblöcken das Wasser ableiten.

Aquaplaning setzt dann ein, wenn bei Nässe der Kontakt vom Reifen zur Fahrbahn abreißt, also die Räder auf dem Wasserfilm der Straße aufschwimmen. Das kann bereits bei relativ geringer Geschwindigkeit passieren, wenn der Wasserfilm entsprechend hoch ist und der Straßenbelag sehr glatt oder das Profil weitgehend verschlissen sind. Aber auch bei geringen Wasserhöhen und bei entsprechend hoher Geschwindigkeit kann Aquaplaning einsetzen.

Um die Gefahr unter diesen Bedingungen zu reduzieren, wird der Negativanteil des Profils erhöht. Von Gesetzes wegen muss der Negativanteil des Profils im Reifen, also die eingeschnittenen Anteile, mindestens 17% betragen. Für normale Straßenreifen befindet sich dieser Wert jedoch wesentlich weiter oben, ca. 35% Negativanteil sind normal. Darüber hinaus kann durch eine geeignete Gummimischung in der Lauffläche eine bessere Nassrutschfestigkeit erreicht werden.

Ein guter Reifen sollte in der Lage sein, auch große Mengen Wasser in kurzer Zeit zu verdrängen. Dies kann z.B. bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn wichtig sein, wenn von einem Platzregen überraschend noch Wasserplacken auf der Fahrbahn stehen.