Königswelle

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Der Antrieb der Nockenwellen zur Ventilsteuerung an Viertaktmotoren wird teils mit Königswellen gelöst. Die Königswelle hat im Motorenbau an beiden Enden Kronenräder, die ihr ihren Namen geben.

Der Antrieb der Nockenwellen per Königswelle gilt auf Grund seiner Drehzahlfestigkeit und Wartungsfreiheit auch heute noch als Ideallösung, ist aber extrem aufwendig gegenüber einem Ketten- oder Zahnriemenantrieb. Deswegen hatten bis heute im Pkw-Bereich ausschließlich Rennmotoren Königswellen im Einsatz, z.B. der Porsche 550 Spyder, auch Mercedes verwendete diese Art der Ventilsteuerung in den 1950er Jahren und ebenfalls die Motorräder von Norton und Ducati. Ducati verwendet die Ventilsteuerung per Königswelle heute immer noch in Verbindung mit einer Desmodromik.

Vorteil der Steuerung der Nockenwelle mittels Königswelle: exakte Ventilsteuerung bis in hohe Drehzahlen. Nachteile: sehr aufwendige Fertigung, extrem teure Wartung durch die notwendige regelmäßige Justierung.

Beim Hubschrauber erfolgt der Antrieb vom Triebwerk zu den Rotorblättern ebenfalls mittels einer Königswelle.