Luftfederung

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Das Prinzip der Luftfederung ist einfach und wurde vom ehemaligen Bremer Fahrzeughersteller Borgward im Jahre 1959 erstmals in Großserie im Oberklassemodell P 100 angewendet: Gummibälge, die per Kompressor aufgepumpt werden, ersetzen bei der Luftfederung die sonst übliche Stahlfederung per Schraubenfeder, Blattfeder oder Torsionsstab.

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Heute werden die Luftfedersysteme elektronisch gesteuert: Der Druck in den Luftfederbeinen, die beispielsweise in Fahrzeugen von Lexus und Mercedes-Benz verbaut werden, passt sich den jeweiligen Fahrzeugenzuständen (beladen/unbeladen) an, sowohl manuelle als auch automatische Niveauregulierung sind möglich (Absenkung ab 140 km/h um 15 Millimeter). Mercedes nennt sein Luftfedersystem AIRmatic, das AIR steht dabei für Adaptive Intelligent Ridecontrol.

Eine Luftfederung bietet sehr hohen Komfort, die Legende sagt, dass sich auch Papst Paul VI aufgrund dieses Federungssystems für den Mercedes 600 (W100) entschieden hat. Gut abgestimmte Stahlfeder-Dämpfer-Kombinationen leisten in Verbindung mit Elektronik heute allerdings Vergleichbares und sind nicht so aufwendig konstruiert wie ein Luftfedersystem.