Mindestprofiltiefe

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1992 wurde in der damaligen EG-Kommission neue Grenzwerte für die Mindestprofiltiefe von Reifen festgelegt. Europaweit müssen Sommer- und Winterreifen mindestens 1,6 mm Profil aufweisen. Diese Grenze hat in den USA schon seit vielen Jahren Gültigkeit. Unter 4 mm ist die Wintertauglichkeit von Winterreifen jedoch schon eingeschränkt, besonders im Tiefschnee, da der Reifen den entsprechenden Grip nicht mehr aufbauen kann.

Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen z.B. in Österreich als Sommerreifen. Daher dürfen auf manchen Strecken in Österreich auch Fahrzeuge mit Winterreifen, die ein Profil mit weniger als 4 mm haben, nicht mehr passieren. Ob man bereits die Mindestprofiltiefe erreicht hat, kann man über die im Profilgrund der Lauffläche integrierten Abriebindikatoren (TWI - Tread Wear Indicator) erkennen. Diese bilden bei 1,6 mm Restprofil im Profilgrund schmale durchgehende Stege. Die Lage der Abriebindikatoren ist ganz oben auf der Seitenwand durch kleine Dreiecke und die Buchstaben TWI gekennzeichnet.

Seit 1. Mai 2006 schreibt die StVO neben der Mindestprofiltiefe außerdem eine an die Wetterverhältnisse angepasste, "geeignete Bereifung" vor. Bei einem Verstoß sind 20 Euro Bußgeld vorgesehen, bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer, z.B. weil wegen unangepasster Bereifung eine Steigung nicht mehr erklommen werden kann, sogar 40 Euro und ein Punkteeintrag im Verkehrszentralregister.