Nockenwelle

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Die Nockenwelle steuert die Ein- und Auslassventile des Motors und wird von diesem per Zahnriemen oder Kette angetrieben. In den 1950er Jahren gab es auch das sehr aufwendige Prinzip des Antriebs per Königswelle.

Durch andere, so genannte "schärfere" Nockenwellen als serienmäßig lässt sich ein Motor tunen – die Ventilöffnungszeiten werden verlängert, diese Methode gilt als eine klassische Tuningmaßnahme.

Entgegen der normalen, serienmäßigen Nockenwelle sind die Nocken bei der "scharfen" Nockenwelle allerdings nicht spitzer geformt, wie der Name vermuten lassen könnte. Das Gegenteil ist der Fall: Eine "scharfe" Nockenwelle besitzt weichere Nockenprofile, was zu einer längeren Ventilöffnungsdauer führt. Vorteil: dem Gemisch bleibt mehr Zeit, um in den Brennraum zu gelangen. Der Effekt ist eine bessere Füllung der Zylinder, der Motor hat mehr Leistung.

Im Alltagsbetrieb überwiegen jedoch die Nachteile der "scharfen" Nockenwelle: es wird eine höhere Leerlaufdrehzahl benötigt, das maximale Drehmoment des Motors ist zu höheren Drehzahlen verschoben, der Motor läuft unruhiger und verbraucht mehr Kraftstoff. Deswegen werden "scharfe" Nockenwellen vorwiegend in Fahrzeugen für den Motorsport eingesetzt.

Es gibt heute Möglichkeiten, beispielsweise mit der variablen Nockenwellensteuerung Vanos bzw. Doppel-Vanos denselben Effekt zu erzielen, ohne die Nachteile eingehen zu müssen.