Schlupf

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Weicht die tatsächlich zurück gelegte Strecke pro Radumdrehung vom tatsächlichen Radumfang ab, spricht man von Schlupf. Schlupf entsteht aufgrund von Durchdrehen oder Blockieren der Räder und wirkt sich direkt auf den Reifenverschleiß aus.

Wo immer Kräfte durch Reibung übertragen werden, sei es beim Barfußlaufen, bei der Übertragung von Antriebskräften durch Keilriemen oder beim Autoreifen, in jedem Fall entsteht Schlupf: Die Oberflächen gleiten aufeinander.

Je geringer der Schlupf, desto weniger Verschleiß tritt auf, allerdings sinkt auch die übertragbare Kraft. Ein geringes Maß an Schlupf ist während des Fahrbetriebs immer vorhanden und für das Vorwärtskommen des Fahrzeugs sogar notwendig. Ohne Seitenführungskräfte, also bei Geradeausfahrt, kann bei einem Reifenschlupf von 10 bis 15 Prozent die maximale Kraft übertragen werden.

Fahrdynamikregelsysteme wie die Antriebsschlupfregelung (ASR) und das Antiblockiersystem (ABS) berücksichtigen diesen Wert bereits.