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VW Golf 7 Facelift

Seit 2016

Update-Verlauf

02.12.2016: Offizielle Preise Golf 7 Facelift

VW gibt die Preise bekannt: Los geht's mit dem Golf 1.0 TSI Trendline (85 PS) für 17.850 Euro. Der 110 PS starke Golf Variant ist ab 21.575 Euro zu haben. Bei 29.975 Euro startet der GTI. Zum Update

17.11.2016: e-Golf

Der überarbeitete e-Golf soll mit einer Batterieladung 200 Kilometer schaffen. Außerdem steigt die Leistung um 15 kW auf jetzt 100 kW. Zum Update

17.11.2016: Connectivity-Check

Apple CarPlay, AndroidAuto und Mirror-Link im ersten Check: Wer das Handy im Golf 7 Facelift mit dem Top-System Discover Pro verbindet, muss auf ein wichtiges Feature verzichten! Zum Update

10.11.2016: Erste Sitzprobe

AUTO BILD saß bereits im Cockpit des VW Golf 7 Facelift: Das Facelift bringt überarbeitete Infotainmentsysteme in den Golf 7. Erstmals gibt es in der Kompaktklasse Gestensteuerung. So funktioniert es! Zum Update

VorstellungVW Golf 7 Facelift

Alle Infos zum Golf 7 Facelift

VW überarbeitet den Golf 7 als Zwei- und Viertürer sowie Golf GTI, Golf GTE und Golf Variant. AUTO BILD erklärt, was sich mit dem Facelift ändert!

Der VW Golf ist nicht nur das Aushängeschild der Marke, sondern meist auch ihr technologischer Vorreiter. Und so ist das Golf 7 Facelift der erste Kompaktwagen mit Gestensteuerung fürs Infotainmentsystem. Eine Innovation, die es bisher nur im BMW 7er und im 5er gibt. Golf-Konkurrenten wie Mercedes A-Klasse, BMW 1er, Ford Focus, Opel Astra, aber auch konzerninterne Mitbewerber wie der gerade erst überarbeitete Audi A3 und der Seat Leon haben auf dem Gebiet der Gestensteuerung zunächst das Nachsehen. Die neuen Sicherheitssysteme im Golf sind bereits im Volkswagen-Konzern erprobt. Hier bedient sich VW beim Mittelklassemodell Passat und verfrachtet dessen Stauassistent und automatische Notfallbremse nun auch in den Golf.
Ganz neu in der Liste der Antriebe des Golf ist der 1,5 Liter große Benziner mit Zylinderabschaltung sowie das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), das sukzessive alle Sechsgang-DSG ablöst.

Daran erkennen Sie das Golf 7 Facelift

Schau mir in die Augen: Das Golf 7 Facelift bekommt LED-Scheinwerfer und eine neue Lichtsignatur.

Durch die neue Lichtsignatur der Scheinwerfer wirkt die untere Chromleiste des Kühlergrills optisch verlängert, insgesamt macht die Front damit einen breiteren Eindruck. Die Kühlöffnungen im unteren Bereich des Stoßfängers wurden ebenfalls überarbeitet. Die Voll-LED-Scheinwerfer lösen im neuen Golf die Xenonscheinwerfer ab, sind aber erst in den höheren Ausstattungslinien serienmäßig. Wer auf die Option bei den Basismodellen verzichtet, der bekommt Halogenscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht. Die neuen Voll-LED-Rückleuchten sind für alle Golf-Versionen serienmäßig.

VariantenVW Golf 7 Facelift

Facelift von Variant bis Golf R

Fast gleichzeitig starten die Überarbeitungen für den Golf 7 als Zwei- und Viertürer sowie für Golf GTI, Golf GTE, Golf Variant, e-Golf, Golf R und Golf GTD.

Volkswagen hat es eilig mit dem VW Golf 7 Facelift. Die einzelnen Varianten werden nicht über einen längeren Zeitraum verteilt präsentiert, sie kommen alle gleich auf einen Schlag. AUTO BILD zeigt, woran Sie die einzelnen Varianten erkennen:

Golf GTI: Der rote Streifen im Kühlergrill läuft nicht mehr gerade in den Scheinwerfern mit, er passt sich jetzt den zwei dynamischen Schwüngen in der Lichtsignatur an. Zusätzlich ziehen sich von den LED-Nebelscheinwerfern nun zwei Streben in den unteren Beriech des Kühlergrills, zuvor waren es drei. Am Heck fallen vor allem die zwei größeren Endrohre des Golf 7 GTI Facelift auf.

Golf GTE: Analog zum Golf GTI nimmt die blaue Zierleiste des Golf GTE Facelift die zwei Schwünge der neuen Leuchten mit. Die seitlichen Lufteinlässe mit dem U-förmigen LED-Licht sind jetzt deutlich größer. Am Heck des Plug-in-Hybridmodells bleibt es beim Doppelendrohr auf der rechten Seite. Ansonsten haben sich auch hier die Form der Schürze und das Lichtdesign geändert.

Golf Variant: Die Chromzierleiste an der Front des Golf Variant verläuft beim Facelift oberhalb der Nebelscheinwerfer und nicht mehr darunter wie beim Vor-Facelift. Außerdem hat der Variant jetzt wie der Passat trapezförmige Chromblenden, die in den Heckdiffusor integriert sind. Das erweckt optisch den Eindruck zweier großer Endrohre, die es aber gar nicht gibt.

e-Golf: Der Kühlergrill beim e-Golf Facelift ist komplett geschlossen. Die Reichweite soll real 200 Kilometer betragen (nach NEFZ 300 Kilometer). Das Reichweiten-Plus liegt an einer neuen Lithium-Ionen-Batterie, die statt bislang 24,2 kWh nun einen Energiegehalt von 35,8 kWh hat. VW verspricht, die Batterie über eine CCS-Ladesäule (DC/40 kW) binnen einer Stunde auf 80 Prozent aufzuladen. Mit einer Wallbox (AC/7,2 kW) sollen nach weniger als sechs Stunden 100 Prozent drin sein. Der Elektromotor leistet jetzt 100 kW, das sind 15 kW mehr als beim Vor-Facelift. Parallel stieg das maximale Drehmoment der Elektromaschine von 270 Nm auf 290 Nm. Der Durchschnittsverbrauch des e-Golf liegt nach NEFZ bei 12,7 kWh/100 km. Den Sprint auf 100 km/h legt der e-Golf laut Datenblatt in 9,6 Sekunden zurück. Zuvor waren es 10,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit stieg um 10 km/h auf 150 km/h.

Golf GTD, Golf R und Golf Cabrio: Bilder und Details zum überarbeiteten e-Golf sowie zum Golf 7 GTD und R Facelift kündigt VW für Dezember 2016 an. Das Golf Cabrio lief bisher parallel zu den anderen Golf-Versionen und wurde bereits vom Markt genommen. Ob es 2019 mit dem Golf 8 ein Comeback des Cabrios geben wird, ist reine Spekulationssache.

InterieurGolf 7 Facelift

Am meisten ändert sich im Cockpit

Das Facelift bringt überarbeitete Infotainmentsysteme sowie größere Displays in den Golf 7. Erstmals gibt es in der Kompaktklasse Gestensteuerung. AUTO BILD saß bereits im Cockpit des Golf 7 Facelift!

VW hat ein paar Materialien im Cockpit des Golf 7 ganz leicht überarbeitet. Die Änderungen sieht und spürt man aber nur bei den Türverkleidungen – am Armaturenbrett ist alles wie gehabt. An den Platzverhältnisse hinten wie vorne wurde nicht geschraubt. Der Schwerpunkt des Facelifts liegt auf den neuen Infotainmentsystemen mit größeren Displays und Gestensteuerung. Als erstes Infotainmentsystem von Volkswagen lässt sich das neue Discover Pro nicht nur über Sprachbefehle und Berührung, sondern auch mit Gesten steuern. Gewöhnliche Tasten und Regler gibt es beim Discover Pro nicht mehr. Die einzigen fest definierten Befehle Menu, Home, On/Off, Lauter und Leiser sind links im Display untergebracht. In vielen weiteren Baureihen wird Volkswagen die neuen Systeme im Laufe des Jahres 2017 einführen.
Mit einer Wischgeste der Hand geht es durch die Menüpunkte, Radiosender und Musiktitel können gewechselt werden. Dazu muss man nicht in Zeitlupe wischen, das System erkennt auch schnelle Handbewegungen. Die Gesten müssen nicht unmittelbar vor dem Bildschirm stattfinden, sie werden auch mit einem gewissen Abstand erkannt. Mehr Gesten stehen zunächst nicht zur Verfügung. BMW lässt in den Baureihen 7er und 5er derzeit fünf Gesten zu.

"Info-Kacheln" können frei konfiguriert werden

Die Hauptanzeige des Discover Pro besteht aus einem großen Feld sowie zwei konfigurierbaren „Kacheln“, die rechts angeordnet sind. Drückt man auf eine dieser beiden Kacheln lange genug, dreht sie sich und bietet bis zu zehn Belegungsoptionen an. So kann die Kachel zum Beispiel permanent den Fahrzeugstatus anzeigen oder das Telefonbuch. Das Navi wird grundsätzlich als große Kachel im linken Bildschirmbereich dargestellt. Außerdem lässt sich das Hauptfeld rechts auch über die komplette Fläche des Bildschirms vergrößern. Die Bedienung ist simpel und schnell Routine. Wer mit einem Tablet oder Smartphone umgehen kann, der wird sich einfach zurechtfinden.

Größere Displays: In der Basisausstattung werden die bisherigen 5-Zoll-Systeme Composition Touch und Composition Colour (Display-Auflösung 400 x 240 Pixel) durch 6,5-Zoll-Systeme mit einer Touchscreen-Auflösung von 800 x 480 Pixel ersetzt. In der nächsten Ausbaustufe kamen bislang das Composition Media und Discover Media (inkl. Navigation) mit 6,5-Zoll-Screens zum Einsatz. Diese werden durch gleichnamige Systeme mit 8-Zoll-Displays abgelöst. Die Auflösung von 800 x 480 Pixel bleibt gleich. Das Topsystem Discover Pro (inklusive Navigation) erhält jetzt einen 9,2 statt 8,0 Zoll großen Touchscreen. Die Auflösung vergrößert sich von 800 x 480 auf 1.280 x 640 Pixel.

Active Info Display: Was bei Audi "Virtual Cockpit" heißt, ist bei VW das "Active Info Display" – also das konfigurierbare digitale 12,3-Zoll-Display im Kombiinstrument. Nach dem Facelift steht es nun auch für den Golf 7 zur Verfügung. Mit einer Auflösung von 1440 x 540 Pixel kann es die Info-Profile „Classic“, „Verbrauch & Reichweite“, „Effizienz“, „Leistung und Fahrassistenz“ sowie „Navigation“ darstellen. Je nach Modell ist die Grafik dabei individualisiert: Im Golf GTI kommt beispielsweise das GTI-Rot als Kontrastfarbe zum Einsatz. Im Golf GTE ist es das GTE-Blau, mit dem die Instrumente auf den Plug-In-Hybrid abgestimmt werden. Bisher kommt das Active Info Display im VW Passat und im neuen Tiguan zum Einsatz, wo es in Kombination mit dem Composition Media ab 865 Euro kostet. Im Golf 7 Facelift dürfte es auf einen ähnlichen Preis hinauslaufen. Wer darauf verzichtet, der bekommt die analogen Instrumente.

Die neue Menü-Struktur im Golf 7 Facelift kann man ohne Informatik-Studium schnell verstehen und nutzen. Damit wird definitiv ein neuer Standard in der Kompaktklasse erreicht. Ein paar mehr Funktionen außer dem Wischen bei der Gestensteuerung wären allerdings wünschenswert, aber da wird sicherlich später noch mehr kommen.

Robin Hornig

Redakteur AUTO BILD

Wer mit einem Tablet oder Smartphone umgehen kann, wird sich einfach zurechtfinden.

ConnectivityGolf 7 Facelift

Apple CarPlay und Android Auto an Bord

Eigene Online-Dienste, aber auch Vorrichtungen für Handy-Systeme sind Bestandteil des Golf 7 Facelift. Dazu kommt ein neuer Notruf-Dienst.

Von Katharina Berndt und Robin Hornig

Das neue Infotainmentsystem "Discover Pro" im Golf 7 Facelift ist nicht nur größer geworden, es bietet neben der Gestensteuerung auch zahlreiche neue Funktionen. Wer lieber die gewohnte Benutzeroberfläche von seinem Handy auf das 9,2 Zoll große Display spiegeln möchte, der kann das über den Menüpunkt "App-Connect" tun. AUTO BILD erklärt, wie "App-Connect" mit Android- und iOS-Geräten funktioniert und worauf dabei zu achten ist.

Mirror-Link: Zur Verbindung mit Mirror-Link, AndroidAuto und CarPlay muss das Handy mit einem USB-Kabel angeschlossen werden. Wireless-Zugang über Bluetooth könnte später noch eingeführt werden. Der USB-Asnchluss befindet sich in der Ablage unter dem Discover Pro. Wer große Hände hat, der braucht beim Verbinden etwas Fingerspitzengefühl. Übrigens bietet die Ablage in Verbindung mit der Mobiltelefonvorbereitung „Comfort“ eine neue optionale Koppelbox: Darüber lassen sich viele Telefone induktiv laden (außer Apple iPhone) und mit der Außenantenne verbinden. Zurück zu Mirror-Link: Wurde das Smartphone verbunden, dann kann man im Menüpunkt "App-Connect" zwischen AndroidAuto und Mirror-Link wählen. Einmal eingestellt, verbindet sich das Handy beim nächsten Koppeln automatisch mit dem gewünschten Dienst. Die Benutzeroberfläche von Mirror-Link ist simpel und zeigt die unterstützten Apps groß an. Und weil VW bei Mirror-Link die Finger im Spiel hat, bieten die Wolfsburger für das System auch eine Vielzahl neuer Apps an. Mit Call & Remind hat man beispielsweise seinen persönlichen Assistent dabei und wird an diverse Aufgaben erinnert. Mit der App "Cam-Connect" lässt sich eine Gopro-Kamera bedienen. Das gibt’s auch im BMW M2 und dürfte bei VW besonders im Golf GTI sinnvoll sein.

AndroidAuto bietet eine aufwendiger gestaltete Benutzeroberfläche als Mirror-Link und CarPlay. Außerdem unterstützt das Google-System den wahrscheinlich besten Karten- und Navigationsdienst GoogleMaps. Leider lässt sich bei Mirror-Link, Carplay und AndroidAuto nicht mit einer Geste durch die Menüs wischen, und Musiktitel können nicht vorgespult werden. Die geschlossenen Systeme werden nicht unterstützt, heißt es. Schade.

Apple CarPlay: Das iPhone lässt sich etwas schneller mit dem DiscoverPro koppeln, was auch immer wieder bei Geräten anderer Herstellern auffällt. Dafür ist die Anzahl der unterstützten Apps überschaubar und der Apple-Kartendienst nicht so clever wie der von Google. Allerdings setzt die Spracherkennung Siri Befehle besser und unkomplizierter um als die Spracherkennung bei Android und Mirror-Link. Gestensteuerung funktioniert auch nicht bei CarPlay. Andere Hersteller wie Mercedes kennen das Problem. In der neuen E-Klasse lässt Apple es nicht zu, dass das Touchpad am Lenkrad Zugriff auf CarPlay hat.
Das Handy lässt sich auch ohne Android und iOS mit dem "Discover Pro"-System im Golf 7 Facelift verbinden – und zwar per WLAN-Hotspot mit der App „Media Control“. Das Infotainmentsystem wird außerdem über „Guide“ und „Inform“ mit diversen Internet-Diensten wie Online-Verkehrsinformationen unterstützt.

Security und Service: Erstmals bietet Volkswagen im Golf das Dienste-Paket „Security und Service“ an. Es umfasst eine automatische Unfallmeldung, den Pannenruf oder die Service-Terminplanung, worüber Wartungstermine mit der Werkstatt vereinbart werden können. Außerdem lässt sich mit „Security und Service“ per Smartphone der Zustand des geparkten Autos kontrollieren – etwa ob die Türen verschlossen sind oder das Licht ausgeschaltet ist. Bei Fahranfängern lässt sich kontrollieren, ob sie ein definiertes Gebiet verlassen oder ob sie Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten. Zusätzlich gibt es eine Online-Diebstahlwarnanlage, die bei einem Einbruchversuch eine Push-Nachricht an die Car-Net App oder eine Benachrichtigung per E-Mail schickt.

Apple CarPlay ist beim Discover Pro im Golf 7 Facelift eine Spur leichter einzurichten und lädt auch etwas schneller. Dafür bieten Android-Geräte mit der Auswahl zwischen Mirror-Link und AndroidAuto wesentlich mehr unterstützte Apps an. Leider muss bei all diesen Systemen auf die Gestensteuerung verzichtet werden.

Katharina Berndt

Katharina Berndt

Volontärin AUTO BILD

Für Mirror-Link hat VW viele neue Apps am Start.

AusstattungGolf 7 Facelift

Mehr Assistenzsysteme

Das Golf 7 Facelift bekommt neue Assistenten. Mit dabei: ein Stauassistent und die neue Fußgängererkennung für den Front Assist mit City-Notbremsfunktion.

Mit dem Golf 7 Facelift erweitert Volkswagen das Programm der Assistenzsysteme um den Stauassistent, die neue Fußgängererkennung für den „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion, den erstmals in der Kompaktklasse angebotenen Anhängerrangierassistent „Trailer Assist“ und den „Emergency Assist“. Weiterentwickelt wurde zudem der proaktive Insassenschutz („PreCrash“).

Teilautomatisierter Stauassistent: Auf der Basis von „Lane Assist“ (Spurhalteassistent) und ACC (automatische Distanzregelung) bietet VW den Stauassistent für alle Golf mit DSG an. Durch das Zusammenspiel mehrerer Assistenzsysteme fährt der Golf im Stau erstmals teilautomatisiert. Außerdem ist der Spurhalteassistent in den Stauassistent eingebunden, wodurch Bremsen und Gasgeben auch bei Stop-and-Go automatisch funktionieren sollen. Der Golf lenkt, beschleunigt und bremst laut VW innerhalb seiner Systemgrenzen automatisch – jedoch mit der Bedingung, dass der Fahrer die Hände am Lenkrad hat, damit er jederzeit eingreifen kann.

Emergency Assist: Mit dem „Emergency Assist“ stoppt das Golf 7 Facelift im Notfall automatisch – etwa wenn der Fahrer wegen eines gesundheitlichen Problems ausfällt. Sobald die Sensoren weder Lenk-, Brems- noch Beschleunigungsaktivitäten erkennen, leitet das System in verschiedenen Eskalationsstufen zunächst das Wachrütteln des Fahrers und in der Folge einen Nothalt ein. Dabei wird automatisch die Warnblinkanlage eingeschaltet. Außerdem führt der Golf leichte Lenkmanöver aus, um das Umfeld auf die Gefahrensituation aufmerksam zu machen. Das ACC verhindert dabei das Auffahren auf den vorausfahrenden Verkehr. Schließlich bremst das System den Golf kontinuierlich bis zum Stillstand ab.

Front Assist und City-Notbremsfunktion: Sowohl der Front Assist als auch die City-Notbremsfunktion erkennen Fußgänger. Der Front Assist ist ein System zur Warnung und automatischen Bremsung bei einer drohenden Kollision. Ein Systembestandteil des Front Assist ist die City-Notbremsfunktion. Die im Golf angebotene neueste Version des Front Assist registriert künftig nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger, die sich quer zur Fahrbahn bewegen. Sobald ein Fußgänger gefährdet ist, warnt das System den Fahrer und bremst den Golf schließlich autonom ab.

Trailer Assist: Der „Trailer Assist“ soll das Rückwärtsrangieren mit einem Anhänger erleichtern. Der Fahrer stellt die gewünschte Fahrtrichtung des Gespanns ein und muss lediglich Gaspedal und Bremse bedienen – während der Golf das Lenkrad übernimmt.

Park Assist 3.0: Der Park Assist macht es möglich, in alle parallel und quer zur Fahrbahn angeordneten Parklücken halbautomatisch einzuparken. Darüber hinaus wird auch das Ausparken aus parallel angeordneten Parklücken angeboten. Im Fall von quer angeordneten Parklücken wird im Golf erstmals nicht nur das Rückwärts-Einparken unterstützt, sondern auch das halbautomatische Einparken vorwärts.

Proaktiver Insassenschutz (PreCrash): Erkennt der proaktive Insassenschutz eine potenzielle Unfallsituation, werden automatisch die Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer vorgespannt. Kommt es zu einer instabilen Fahrsituation (zum Beispiel starkes Über- oder Untersteuern mit ESC-Eingriff), dann werden zusätzlich Seitenscheiben und Schiebedach bis auf einen Restspalt geschlossen.

Personalisierung: Individuelle Einstellungen eines Fahrers werden auf einem Benutzerkonto zusammengefasst und gespeichert. Über eine Benutzerverwaltung kann jeder Fahrer nun sein individuelles Benutzerkonto per Fahrzeugschlüssel aktivieren und damit seine persönlichen Einstellungen abrufen. Gespeichert werden zum Beispiel Daten zur Sitzposition, Ambientebeleuchtung, Distanzregelung oder Programmierungen des Infotainmentsystems.

Motoren & PreiseGolf 7 Facelift

Golf-Preise ziehen leicht an

VW gibt die Preise bekannt: Los geht's mit dem Golf 1.0 TSI Trendline (85 PS) für 17.850 Euro. Der 110 PS starke Golf Variant ist ab 21.575 Euro zu haben. Bei 29.975 Euro startet der GTI. Außerdem: neue Motoren und ein Siebengang-DSG.

Ab sofort kann das VW Golf 7 Facelift bestellt werden. Zum Händler kommt es im Februar/März 2017. Den Einstiegspreis für den Trendline-Golf mit 85 PS starkem 1,0 TSI Trendline beginnen unverändert bei 17.850 Euro. Der 110 PS starke Golf 1.0 TSI mit manuellem Sechsganggetriebe ist in der Trendline-Ausstattung ab 19.625 Euro zu haben. Zum Vergleich: Der Vorgänger Golf 1.2 TSI Trendline mit ebenfalls 110 PS kostete glatte 19.600 Euro, also 25 Euro weniger. Der 110 PS starke Golf Variant steht ab 21.575 Euro in der Liste. Bei 29.975 Euro startet der GTI. Beim Basis-Golf 7 Facelift gibt’s für den Einstiegspreis neben einer neuen Optik ein 6,5 statt 5 Zoll großes Infotainment-Display sowie bei den Sicherheitsassistenten standardmäßig eine Müdigkeitserkennung. Wer die neue Gestensteuerung nutzen will, der braucht das System „Discover Pro“, das es erst ab der Ausstattung Comfortline gibt. Ein Golf 1.0 TSI Comfortline (110 PS) mit Discover Pro kostet ab 25.175 Euro, das sind 115 Euro mehr als beim Vorgänger.

Neue Motoren: Für das Golf 7 Facelift wird es neue Turbo-Benzin-Direkteinspritzer geben. Den Anfang macht der 1.5 TSI Evo, ein 150 PS starker Vierzylinder-Turbobenziner mit variabler Zylinderabschaltung und Common-Rail-Direkteinspritzung. Ab 1500 Umdrehungen soll er sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern entwickeln. Der NEFZ-Verbrauch wird mit 4,9 Liter auf 100 km beziffert, was 110 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Zudem bekommt der Motor eine erweiterte Segelfunktion: Beim Gaswegnehmen wird der TSI komplett ausgeschaltet, was bis zu 0,4 l/100 km sparen soll.

BlueMotion: In Vorbereitung ist zudem eine BlueMotion-Variante des 1.5 TSI mit einer Leistung von 130 PS. Der NEFZ-Verbrauch dieser Version soll 4,6 l/100 km mit 104 g/km CO2 betragen. Der Motor erreicht laut VW sein volles Drehmoment von 200 Nm bei 1400 Umdrehungen.

Mehr Power für den GTI: Für den Golf GTI gibt’s zum Facelift zehn PS mehr, unterm Strich kommt der GTI damit auf 230 PS. Die Leistung des neuen Golf GTI Performance steigt analog auf 245 PS.

Siebengang-DSG statt Sechsgang: Ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) wird sukzessive alle bis dato im Golf eingesetzten Sechsgang-DSG ablösen.

Preise VW Golf 7 Facelift (Stand 1. Dezember 2016)

Benziner

Antrieb / Ausstattung Trendline Comfortline Highline GTI Variant
1.0 TSI (85 PS, 6-Gang) 17.850
1.0 TSI (110 PS, 6-Gang) 19.625 21.675 21.575
1.4 TSI (125 PS, 6-Gang) 22.775 24.500
1.4 TSI (125 PS, 7-Gang DSG) 24.775 26.500
1.4 TSI (150 PS, 6-Gang) 24.125 25.850
1.4 TSI (150 PS, 7-Gang DSG) 26.125 27.850
2.0 TSI (230 PS, 6-Gang) 29.975
2.0 TSI (230 PS, 6-Gang DSG) 31.975

Diesel

Antrieb / Ausstattung Trendline Comfortline Highline GTI
1.6 TDI (115 PS, 5-Gang) 22.200 24.250
1.6 TDI (115 PS, 7-Gang DSG) 24.125 26.250
2.0 TDI (150 PS, 6-Gang) 26.800 28.525

Erdgas

Antrieb / Ausstattung Trendline Comfortline Highline GTI
1.4 TGI (110 PS, 6-Gang) 24.175 26.225
1.4 TGI (110 PS, 7-Gang DSG) 26.100 28.225

VorgängerGolf 7 (2012 bis 2016)

Vor-Facelift ab 10.000 Euro

Das Vor-Facelift-Modell ist als Gebrauchtwagen ab 10.000 Euro zu haben.
AUTO BILD erklärt, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Der VW Golf 7 kam im Herbst 2012 auf den Markt. Im Gegensatz zum Vorgänger Golf 6 basiert die siebte Generation auf einer neuen Plattform, dem modularen Querbaukasten (MQB). Ebenfalls neu sind die Motoren, die zu Steuerkettenrissen neigenden TSI-Aggregate (intern EA 111) ersetzte VW durch zahnriemengesteuerte Neuentwicklungen (intern EA 211). Der noch im Golf 6 verwendete Diesel EA 189 mit werkseitiger „Schummel-Software“ kam im Golf 7 nie zum Einsatz. Die TDIs werden hier vom nachfolgenden Selbstzünder mit dem Baumuster EA 288 befeuert.

Der Golf 7 als Gebrauchtwagen

Generell stimmt die Zuverlässigkeit beim Golf 7. Technische Probleme wie brechende Radlager, defekte Nockenwellenversteller, polternde Stoßdämpfer und fehlerhafte Benzinpumpen beseitigte VW durch kostenlose Serviceaktionen. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DQ200) ist nur bedingt empfehlenswert. Funktioniert die Automatik planmäßig, ist sie ein echter Komfortgewinn. Im AUTO BILD-Dauertest ruckelte der Golf 1.4 TSI jedoch ab 150.000 Kilometern beim Anfahren, die Kupplungsscheiben waren verschlissen – ein Problem, das baureihenübergreifend vorkommt. Wer langfristig keinen Ärger möchte, schaltet daher lieber selbst.

Gebrauchtwagen-Angebote

Gebrauchtwagen VW Golf 7

Gebrauchtwagen VW Golf 7

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Insgesamt ist der Golf 7 ein ausgereiftes, sehr ausgewogenes Auto und als Gebrauchtwagen eine klare Empfehlung. Die Preise beginnen bei rund 10.000 Euro. Dafür bekommt man den Basis-Benziner (1.2 TSI, 86 PS) als Dreitürer. Wer andere Ansprüche hat, der dürfte mit dem Golf 7 ebenso glücklich werden, denn die Vielfalt der Antriebe und Karosserievarianten ist enorm groß.

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