Gute Connection zur IAA

Kapitel 01: Vorbereitung

Gute Connection zur IAA

Steigen Sie ein und erfahren Sie auf der Reise nach Frankfurt, was im vernetzten Auto möglich ist. Die Fahrt beginnt schon, bevor es eigentlich losgeht. Das Navigationsziel von der Smartwatch ins Auto schicken, den Innenraum kühlen und schon mal checken, ob die Akkus geladen sind: gestern noch Fiktion, heute schon Realität. Auf geht’s!

Die Welt ist vernetzt, zuhause, am Arbeitsplatz und im Auto. Dank neuer Technik lässt sich jede Reise schon vom Sofa aus vorbereiten. Per App auf dem Handy oder am PC können wir ganz bequem das Navigationsziel „Frankfurt Messegelände“ ins Auto schicken. Geht bei Herstellern wie Audi, BMW und Mercedes oder per TomTom MyDrive App.

Aber nicht nur das lässt sich schon im Vorfeld regeln. Ob es dem Auto wohl gut geht? Per App checken wir den Zustand. Öl-Stand? Ideal! Klimaanlage? Hat den Innenraum auf 20 Grad vorgekühlt. Akkus? Voll geladen. Es kann losgehen. Unser Auto dockt selbstständig von der Ladestation ab und verlässt den Parkplatz Richtung Fahrer – heute noch eine Vision, wie bei Volkswagen VCharge. Aber schon bald werden der neue BMW 7er und das Tesla Model X genau das können, sie haben einen eingebauten Valet-Parking-Service.

Induktionsladestation

Also los Richtung Autobahn. Die grüne Welle haben die Stadtplaner in Hamburg nicht gerade erfunden, intelligente Technik macht das aber wett. Unser Auto weiß, wann Ampeln rot sind – und vor allem, wann sie grün werden. Es gibt Tipps zur Geschwindigkeit, übersichtlich im Display des Infotainmentsystems angezeigt. Und sogar einen Countdown, wann die Ampel umspringt und es weitergehen kann. Hört sich nach Spielerei an, spart aber das ein oder andere Tröpfchen Sprit.

Echt smart, so ein Connected Car

Nachdem wir den Stadtverkehr hinter uns gelassen haben, geht es über die Elbbrücken Richtung Süden. Plötzlich taucht am Straßenrand ein Blitzer auf. Mist, wie schnell darf man hier nochmal fahren? Ein Blick auf den Digitaltacho zeigt: Die Kamera in der Frontscheibe hat aufgepasst, 60 km/h sind erlaubt. Und nicht nur die Kamera hat aufgepasst, auch das Auto hat sich angepasst. Der schlaue Tempomat im Ford S-Max hat das Tempo automatisch auf die erlaubte Geschwindigkeit reduziert – gibt es so auch im neuen Audi Q7. Echt smart, so ein Connected Car.

Schon ein paar Kilometer hinter Hamburg nutzt das zunächst nicht viel – mal wieder Stau in einer Baustelle. Und weil die A7 nun mal die vielbefahrene Nord-Süd-Achse ist und die südlichen Bundesländer das Ende der Sommerferien einläuten, kann uns nicht mal RTTI helfen. Das steht für „Real Time Traffic Information“ und liefert Verkehrsdaten in Echtzeit ins Auto. Lohnt sich der Umweg über Bundes- und Landstraßen, lotst uns das Navi automatisch um den Stau herum. Lohnt sich heute nicht, auch die Ausweichstraßen sind dicht.

Ich hätte nie gedacht, das einmal zu schreiben: Aber es ist mir egal. Denn mein Auto hat einen Stauassistenten. Bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h fährt es alleine, hält den Abstand zum Vordermann und lenkt sogar automatisch in der Baustelle in Fahrbahnverschränkungen herein, wie etwa im neuen VW Passat. Einen kleinen Haken hat die Sache aber doch: Alle zehn Sekunden muss ich das Steuer doch noch kurz übernehmen. Technisch ist das nicht notwendig, aber der Gesetzgeber will das so – sicher ist sicher.

Stauassistent

Der Weg ist das Ziel

Kapitel 02: Vernetzung

Der Weg ist das Ziel

Vernetzte Autos sind komfortabel und sicher. Die Bandbreite intelligenter Technik reicht von Unterhaltung bis zum dezenten Hinweis, eine Pause einzulegen. Der Weg wird zum Ziel – und das Auto zum bequemen Reisebegleiter.

Der Stau hat sich aufgelöst. Endlich Zeit, Strecke zu machen. Aber schon nach ein paar Hundert Kilometern werden die Augen schwer. Das erkennt mein Volvo XC90 noch bevor mir das klar ist und fordert mit einem "Bing, Bing" eine Rast ein. Wie der das nur wissen kann? Mathematik hilft ihm. Auf der Lenksäule sitzt ein kleiner Sensor, der ständig meine Lenkbewegungen analysiert. Drehe ich die Lenkung ruckartig, zeigt ein Algorithmus: Der Fahrer braucht eine Pause. Und das funktioniert erstaunlich zuverlässig.

Zumal eine Pause nicht die dümmste Idee ist. Neben der notwendigen Entspannung ist es Zeit, sich um das Entertainmentprogramm zu kümmern – im Radio laufen heute immer wieder die gleichen Lieder. Nichts gegen Rundfunk, aber auch hier ist die Zukunft digital. Zuhause streame ich doch auch Musik von meinen Playlists, ob bei RaRa oder Spotify. Gut, dass diese Dienste mittlerweile ins Auto integriert sind. Geht aber auch ganz bequem über die Kopplung meines Handys mit einer smarten Schnittstelle. Ob Android (MirrorLink) oder Apple-Betriebssystem (CarPlay), das funktioniert ganz ordentlich. Zahlreiche Apps wurden mittlerweile freigegeben und lassen sich bequem über den Bildschirm des Multimedia-Systems bedienen. Welche das sind? Kommt darauf an. Ein Konsortium gibt die Programme frei, so dass man beim Fahren nicht abgelenkt wird.

Die Musik läuft, der Fahrer ist topfit. Zeit, weiter zu fahren. Schon nach wenigen Kilometern zieht sich der Himmel zu – es ist Herbst in Deutschland. Dass sich der Scheibenwischer automatisch einschaltet, geschenkt, gibt es schon seit Jahren. Doch was ist das? Im Multimedia-System erscheint eine Warnung: In zwei Kilometern besteht Gefahr durch Aquaplaning. Kann mein Auto hellsehen? Fast. Es kommuniziert mit anderen Autos, die vor mir auf der Strecke fahren. Und weil deren ESP-Sensoren die nasse Fahrbahn erkannt haben, kann mich mein Auto warnen und ich entsprechend vorsichtig weiterfahren.

Streaming-Dienste im Überblick

Leider haben nicht alle Autos diese intelligente Technik an Bord. Als ich um die Kurve fahre, steht der Verkehr – es hat einen Unfall gegeben. Habe ich fast eine Sekunde zu spät bemerkt. Aber auch das ist kein Problem, dank Notbrems-Assistent hat mein Auto rechtzeitig die Bremsen vorkonditioniert und schon eine Vollbremsung eingeleitet, bevor ich reagiert habe. So bleibe ich die entscheidenden Zentimeter hinter dem Stau stehen. Nur gut, dass ich dynamische Bremslichter habe. Denn die haben meinem Hintermann durch wildes Flackern signalisiert: Hier wird es eng. Und auch er konnte so die entscheidenden Zehntelsekunden früher auf die Bremse steigen.

Notbremsassistent

Wirklich schlimm hat es nicht gekracht, aber es ist mehr als nur ein Blechschaden. Handy rauskramen, Nummer suchen, Rettungskräfte alarmieren? Nicht mehr nötig. Schon bevor eCall Europaweit Pflicht wird, hat Opel OnStar an Bord, auch BMW hat ein ähnliches System. Ein Callcenter baut nach dem Auslösen eines Airbags automatisch eine Telefonverbindung zum Fahrer auf, checkt, ob ein Rettungswagen notwendig ist – und schickt, falls nötig, auch gleich einen Abschleppwagen und die Polizei vorbei.

Es werde Licht

Kapitel 03: Sicherheit

Es werde Licht

Wir nähern uns Frankfurt. Und das auch noch im Dunkeln. Doch auch hier hilft intelligente Technik, den Überblick zu behalten und sich zurechtzufinden. Sogar einen Parkplatz findet das Connected Car – und die IAA kann beginnen.

Zwischen Kassel und Fulda wird es langsam dunkel, noch rund 200 Kilometer bis Frankfurt. Die Kasseler Berge haben es in sich, enge Kurven, eine Berg-und-Tal-Bahn. Aber kein Problem, mein Head-up-Display zeigt mir nicht nur alle wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit oder Navigationsansagen, sondern gleicht die schlechte Sicht aus. "Augmented Reality" heißt das Zauberwort, das mir Bilder des Nachtsichtgeräts in die Frontscheibe spiegelt. So kann ich Dinge sehen, die dem menschlichen Auge eigentlich vorenthalten sind.

Leider ist in Richtung der Main-Metropole dann auch wieder Stau. Doch diesmal hat mein Navigations-System eine Ausweichroute, über Bundes- und Landstraßen geht es quer durch den Taunus. Ganz schön kurvig hier, vor allem im Dunkeln eine echte Herausforderung. Eigentlich, denn moderne Scheinwerfer können hier ganz schön helfen. Matrix-LED-Technik, wie beim Audi A8 oder dem neuen Opel Astra, zaubern nicht nur einen gleißend hellen Lichtteppich vors Auto, sondern kennen dank GPS-Unterstützung Kurven und leuchten so fast um die Ecke. Auch Gegenverkehr stört nicht, die kleinen LED-Lichtpunkte können ihn gezielt ausblenden.

Über Umwege erreichen wir Frankfurt. Verführerisch leuchten die Hochhäuser in der Nacht. Mist, fast beim Abbiegen in den Gegenverkehr geraten. Zum Glück gibt es Kreuzungs-Assistenten, die Gegenverkehr erkennen und eine Vollbremsung einleiten, falls eine Kollision droht. Grade noch mal gut gegangen.

Und obwohl Nacht ist, tobt in Frankfurt das Leben – eine Großstadt eben. Plötzlich taucht ein Hinweis im Display auf, warnt vor einem Fahrradfahrer, der sich in meinem Toten Winkel befindet. Der wird doch nicht hellsehen ... ach, das hatten wir schon. Und natürlich steckt auch hier smarte Technik dahinter – der intelligente Fahrradhelm, der mit meinem Auto vernetzt ist.

Das Messegelände ist in Sicht, Parkplätze wie in jeder Großstadt Mangelware. Mir entlockt das nicht mehr als ein Schmunzeln, die Echtzeit-Platzanzeige im Infotainment weiß, wo noch freie Stellplätze sind. Das Einparken ist natürlich auch kein Problem, das macht mein Auto von ganz allein. Aussteigen, Zündschlüssel gedrückt halten und der neue BMW 7er etwa zirkelt gekonnt in die Lücke. Wir haben es geschafft. Was die Zukunft noch bringen wird? Einen Überblick gibt uns die IAA unter dem Motto "Mobilität verbindet" noch bis zum 27. September 2015.

Alle Neuheiten und Infos zur IAA gibt es hier

Head-up-Display als Schlüsseltechnologie

Für mehr Sicherheit sorgt seit Ende der 1980er-Jahre das Head-up-Display: Der Fahrer erhält alle gewünschten Informationen in die Frontscheibe projiziert. Navigationshinweise, Tempolimits und Geschwindigkeit sind so immer im Blick.

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