ADAC-Batterietest 2010

Schlechter und teurer

Einige Hersteller von Autobatterien nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau: Es ist weniger drin als draufsteht. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Tests, der sechs Batterien kontrollierte.
Die Pannenursache Nummer eins in der jĂ€hrlichen ADAC-Pannenstatistik ist die Batterie. Deshalb sollte der Kraftspender fĂŒr Starter und Co auch leistungsfĂ€hig sein. Doch das Ergebnis eines aktuellen Batterietests fĂ€llt ernĂŒchternd aus: Einige Hersteller von Autobatterien mogeln. Die Leistungs- und QualitĂ€tsangaben auf den Batterien stimmten nicht immer mit den aufgedruckten Werten ĂŒberein. Außerdem seien die Batterien zum Teil schlechter und teurer geworden, denn die gleichen sechs Produkte hatte der ADAC 2007 schon einmal unter die Lupe genommen.

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Zwei der insgesamt sechs getesteten Batterien fielen wegen schlechter Werte beim Kaltstartverhalten schon zu Beginn des Tests durch und wurden deshalb keinen weiteren PrĂŒfungen unterzogen (Exide Premium EA 722 und Banner Power Bull). Zwei Starterbatterien bekamen die Note "ausreichend" (Arktis QualitĂ€tsbatterie und Arktis High-Tech), eine Batterie, die Bosch Silver, bestand mit "befriedigend". Beste Batterie mit "gut" ist die Moll M3plusK2. Sie konnte nicht nur das beste Testergebnis erreichen, sondern hat sich sogar im Vergleich zu 2007 noch leicht verbessert. Auch die nur mit "ausreichend" bewertete Arktis High-Tech schnitt im aktuellen Test besser ab als vor drei Jahren. Die vier anderen Produkte waren schlechter als in der Vergangenheit. Und das bei Batterien, die zwischen 78 und 149 Euro kosten!

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GeprĂŒft wurde die Startleistung der Batterien. Außerdem wurden die Kraftspender einer technischen PrĂŒfung unterzogen, die unter anderem Wasserverbrauch und Tief-Entladung enthĂ€lt. ZusĂ€tzlich wurde die Haltbarkeit (Zyklenfestigkeit und Korrosion) geprĂŒft. Der ADAC fĂŒrchtet, dass sich die Batteriehersteller zunehmend auf die Produktion von Start-Stopp-Batterien konzentrieren und das bisherige ErsatzteilgeschĂ€ft vernachlĂ€ssigen. Außerdem könne der Verbraucher nicht feststellen, wann die Batterien hergestellt wurden. Der Verkehrsclub fordert die Hersteller deshalb auf, Starterbatterien deutlich und nachvollziehbar mit dem Datum der betriebsfertigen Auslieferung und dem Frischedatum zu kennzeichnen. Auch eine Empfehlung der Inspektionsintervalle sollte sichtbar sein.
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