Audi RS 3 (2021): Galerie

Audi RS 3 (2021): Galerie

Audi RS 3 (2021): Test, Limousine, Sportback, Preis, PS, technische Daten

Neuer RS 3 kommt mit aggressiverer Optik, behält den Fünfzylinder

Der neue Audi RS bekommt ein deutlich aggressiveres Styling, einen Driftmodus und wieder einen Fünfzylinder. Alle Infos, Preise und der Fahrbericht.
Preis: Die Audi RS 3 Limousine ist 2000 Euro teurer als der Sportback
Der neue Audi RS 3 kommt mit dem Fünfzylinder-Motor des Vorgängers, der nur beim Drehmoment zulegt. An den 400 PS hat Audi nicht geschraubt. Dafür fällt die Optik jetzt deutlich aggressiver aus und es gibt einen neuen Driftmodus. Der Kompaktsportler ist bereits bestellbar, bei den Händlern stehen die ersten Exemplare ab Ende Oktober 2021. Auch die Preise sind schon raus, für den RS 3 Sportback starten sie bei 60.000 Euro, die Limousine gibt es ab 62.000 Euro. Beim Anbieter carwow.de gibt es allerdings schon jetzt Angebote mit hohen Rabatten. Bis zu 8400 Euro ließen sich hier zuletzt sparen. Welche Ausstattung man dafür bekommt, lesen Sie hier.
Optik: Optionale Matrix-LED-Leuchten mit besonderer Coming-Home-Grafik
Das Design des neuen RS 3 ist deutlich böser als beim Vorgänger. An der Front ist das vor allem der Verdienst der neuen schwarzen Maske, die die Scheinwerfer und den nun größeren und eckigeren Singleframe miteinander verbindet. Eine Etage tiefer sehen wir eine neue Schürze mit gewachsenen seitlichen Lufteinlässen. Beide werden von einem neu gestalteten, recht grobmaschigen Gitter verschlossen. Die flachen Scheinwerfer kennen wir schon vom A3. Sie sind serienmäßig mit LED-Technik und dynamischem Blinker ausgestattet. Gegen Aufpreis gibt es Matrix-LED-Technik mit besonderer Coming-Home-Grafik: Die LEDs im viereckig nach unten reichenden Teil der Lichtsignatur bilden dann links eine Zielflagge, rechts erscheinen nacheinander die Zeichen R-S-3. Beim Fahren ist die Zielflagge auf beiden Seiten zu finden.
Neuer Lufteinlass hinter den vorderen Radhäusern
Im Profil trimmt ein neuer Lufteinlass hinter den ausgestellten vorderen Radhäusern den Kompakten noch mehr auf Sport, dieses Design kommt auch beim elektrischen e-tron GT zum Einsatz. Die Spur wurde um 33 Millimeter verbreitert. Hinter den 19 Zoll großen Gussrädern blitzt auf Wunsch die neue Keramikbremse mit Sätteln in Grau, Rot oder Blau hervor. Serienmäßig gibt es eine neu entwickelte Stahlbremse mit schwarzen oder roten Bremssätteln.

Kein Blender: Der Audi RS 3 hat selbstverständlich echte Endrohre in der Heckschürze.

©AUDI AG

Kommen wir zum Heck. Die veränderte Form der LED-Rücklichter kennen wir schon vom A3, neu ist das schwarze Element unter der Kofferraumklappe. Hier wird das Wabengitter der Front dekorativ wieder aufgenommen. Positiver Nebeneffekt: die Parksensoren fallen dadurch kaum mehr auf. Den Abschluss am Hinterteil bilden zwei ovale Endrohre, je eins pro Seite, und ein neu gestalteter Diffusor. Bei den Zierteilen macht Audi es übrigens auch beim Neuen genau andersherum als die Konkurrenz: Ab Werk ist alles geschwärzt, wer Aluminiumoptik möchte, muss Aufpreis zahlen.
Innenraum: Audi RS 3 zum ersten Mal mit Head-up-Display
AUTO BILD hat bereits die Sitzprobe im neuen Audi RS 3 gemacht. Grundsätzlich kennen wir auch den Innenraum schon vom Audi A3 – die größte Änderung ist, dass der 10,1 Zoll große Zentralbildschirm nicht mehr aufgesetzt ist, sondern seinen Platz nun im Armaturenbrett findet. Hier kann man sich neben den üblichen Infotainment-Funktionen wie dem Navi oder der Smartphone-Integration auch spezielle Parameter wie die Temperatur des Kühlwassers oder des Motor- und Getriebeöls anzeigen lassen. Nach wie vor gibt es ein 12,3 Zoll großes digitales Cockpit mit speziellen Anzeigen für alle Infos, die man in einem sportlichen Kompakten braucht: G-Kräfte, Rundenzeiten, Beschleunigung von null auf 100 und auf 200 km/h, Zeit für die Viertel- oder Achtelmeile. Mit der dritten Generation gibt es außerdem zum ersten Mal ein Head-up-Display.

Wie im Audi RS 6 gibt es auch im RS 3 gegen Aufpreis eine Grafik, die den Drehzahlmesser im sogenannten "Runway-Design" (als liegende Säule) zeigt.

©AUDI AG

Für sportliches Feeling im Innenraum braucht es natürlich mehr als nur ein paar spezielle Anzeigen. Die Instrumententafel besteht aus Carbon, Fahrer und Beifahrer sitzen auf RS-Sportsitzen mit gutem Seitenhalt. Das Sportlenkrad mit 12-Uhr-Markierung liegt gut in der Hand; es ist unten abgeflacht, trägt neue Schaltpaddles und ist mit einer neuen "RS Mode"-Taste (für die speziellen RS Fahrmodi) auf der rechten Speiche ausgestattet.
Fahren: Sound und Beschleunigung sorgen für angenehmen Schauder
AUTO BILD ist den neuen Audi RS 3 bereits gefahren. Audi hat den Fünfzylinder per Ladedruckanhebung (1,6 statt 1,4 Bar) nachgeschärft. Die Spitzenleistung von 400 PS liegt nun früher an und hält sich auf einem Plateau von 1400 Touren. Dazu ist das Drehmoment auf glatte 500 Newtonmeter gestiegen, so das Datenblatt. Theorie in die Praxis übertragen bedeutet hier: Pedal aufs Bodenblech nageln, der RS 3 windet sich leicht um die Hochachse, alle vier Räder drehen durch. Oh, là, là! Das gilt auch für den Klang. Untenrum noch sonor, entwickelt sich ab 4500 Touren ein wildes Fauchen. Die akustischen Eindrücke sorgen mit der heftigen Beschleunigung für angenehmes Erschaudern. Und das Doppelkupplungsgetriebe ist unter Last sehr ambitioniert beim Sortieren der Übersetzung.

Besonders beeindruckend: der Sound. Erst noch sonor, daraus wird oberhalb von 4500 Touren ein wildes Fauchen.

©Roman Rätzke / AUTO BILD

Drifts wirken etwas künstlich herbeigeführt
Mit an Bord ist der neue Torque-Splitter. Im "Torque Rear"- Modus lässt der RS 3 auf der Rennstrecke auch lässig das Heck raushängen. Zwar wirkt das Ausbrechen der Hinterachse etwas künstlich herbeigeführt, macht aber trotzdem mehr Spaß, als stur der Ideallinie zu folgen. Dank der hohen Leistung lassen sich auch ausgedehnte Drifts hinlegen – beeindruckend!
Lenkung und Fahrwerk sind eher massenkompatibel ausgelegt
Was den harten Mädels und Jungs womöglich fehlen könnte: Lenkung und Fahrwerk sind eher massenkompatibel ausgelegt, also nicht ganz so giftig. Auch die gemütlichen Sitze könnten härter in den Hüftspeck zwicken. Eingeprägt hat sich am Ende aber wieder mal dieser geniale Sound, den Redakteur Stefan Novitski noch Tage nach der Testfahrt lautstark nachgeahmt hat.
"RS Designpaket plus" schärft die Optik des Audi RS 3 noch weiter
Unser Fotofahrzeug macht mit dem RS Designpaket plus im Innenraum besonders viel her: Gurtränder, Sitzschultern und der Steg in den Luftauslässen sind in sportlichem Rot gehalten, zusätzlich gibt es rote Ziernähte. Statt in Rot gibt es diese Elemente jetzt auf Wunsch auch in Grün. Mit diesen Akzenten sollte dann auch dem Letzten auf den ersten Blick klar sein, dass wir es hier mit dem schärfsten A3 zu tun haben. Einen starken Kontrast bietet übrigens die Rückbank. Während man vorn direkt vom Ambiente gepackt wird und am liebsten sofort auf die Rennstrecke will, sind die Sitze und auch die Platzverhältnisse eine Reihe dahinter überaus komfortabel.
Ausstattung: Der RS 3 bekommt als erster Audi einen Driftmodus
Im RS 3 gibt es eine Premiere: Er ist der erste Sport-Audi mit dem sogenannten Torque Splittering. Das Hinterachsgetriebe kennen wir schon aus VW Golf 8 R und Tiguan R. Es verteilt die Kraft der Hinterachse einzeln zwischen den beiden Hinterrädern – das können bis zu 1750 Nm pro Rad sein. Mit der Technik sollen nicht nur Unter- und Übersteuern passé sein; sie ist auch die perfekte Voraussetzung für einen eigenen Driftmodus, der sich hinter dem neuen Fahrmodus "RS Torque Rear" versteckt. Das zweite neue Fahrprogramm heißt "RS Performance Mode" und wurde speziell für die Rennstrecke entwickelt. Ebenfalls serienmäßig an Bord: Das RS Sportfahrwerk (legt den Kompakten ganze 25 Millimeter tiefer als den A3), die speziell abgestimmte Progressivlenkung und ein Klappenauspuff für den optimalen Sound, der sich jetzt an den Fahrmodus anpasst. Die RS Sportabgasanlage ist optional, genau wie die Semi-Slicks, die es jetzt zum ersten Mal für den RS 3 gibt.

Das Dach der Limousine lässt sich auf Wunsch in schwarzem Kontrastlack ordern. Die Grundfarbe "Kyalamigrün" gibt es nur für den RS.

©AUDI AG

Motor: Der Fünfzylinder des Audi RS 3 bekommt etwas mehr Drehmoment
Und nun zum Motor. Es bleibt beim Fünfzylinder, dem 2,5-Liter-TFSI. Der Antrieb wurde allerdings modifiziert, sodass er 20 Nm mehr Drehmoment produziert, insgesamt also 500 Nm. Die 400 PS, die auch schon der Vorgänger hatte, stehen früher und länger bereit. Das Schalten übernimmt wieder ein Siebengang-DSG, als waschechter Audi ist und bleibt der sportlichste A3 natürlich ein quattro. Wegen des Drehmoment-Zuwachses sprintet der RS 3 jetzt drei Zehntel schneller von 0 auf 100 km/h: in 3,8 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit gibt es drei Varianten. Grundsätzlich ist der RS 3 bei 250 km/h abgeregelt, optional lässt sich der Topspeed auf 280 km/h erhöhen. So weit, so bekannt. Die Neuerung hier: In Verbindung mit der optionalen Keramikbremse lässt sich die Vmax noch weiter erhöhen, und zwar auf 290 km/h.
Technische Daten
Audi RS 3 Sportback 2.5 TFSI quattro ● Motor: Fünfzylinder-Benziner ● Hubraum: 2480 cm³ ● max. Leistung: 294 kW (400 PS) bei 5600–700 min-1 ● max. Drehmoment: 500 Nm bei 2250–5600 min-1 ● Antrieb: Allrad ● Getriebe: Siebengang S Tronic ● Höchstgeschwindigkeit; 250 km/h ● Beschleunigung 0–100 km/h: 3,8 s ● Verbrauch: 8,8–8,3 l/100 km ● CO2-Emissionen: 201-190 g/km ● Effizienzklasse: F-E ● Emissionsnorm: Euro 6d-ISC-FCM ● Preis: ab 60.000 Euro.
Audi RS 3 Limousine 2.5 TFSI quattro ● Motor: Fünfzylinder-Benziner ● Hubraum: 2480 cm³ ● max. Leistung: 294 kW (400 PS) bei 5600–700 min-1 ● max. Drehmoment: 500 Nm bei 2250–5600 min-1 ● Antrieb: Allrad ● Getriebe: Siebengang S Tronic ● Höchstgeschwindigkeit; 250 km/h ● Beschleunigung 0–100 km/h: 3,8 s ● Verbrauch: 8,7–8,2 l/100 km ● CO2-Emissionen: 198-188 g/km ● Effizienzklasse: E ● Emissionsnorm: Euro 6d-ISC-FCM ● Preis: ab 62.000 Euro.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Stefan Novitski

Fazit

Der phänomenale Fünfzylinder verzückt akustisch und mit gewaltigem Vortrieb, der Torque-Splitter ist eine echte Bereicherung für den RS 3. Lenkung und Fahrwerk hätten jedoch etwas mehr Schärfe vertragen können.

Fotos: AUDI AG

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