Bildergalerie BMW 1er (2019)

Bildergalerie BMW 1er (2019)

BMW 1er III (2019): Leak, Test, Innenraum, Motoren, Preis

Neuer 1er nur noch mit Frontantrieb

BMW stellt beim 1er auf Frontantrieb um und wirft den Sechszylinder raus. Davon profitieren die Platzverhältnisse im Innenraum. Jetzt wurde das Kompakt-Modell geleakt!

Vorstellung: Der 1er wurde geleakt (Update!)

BMW greift mit dem neuen 1er den VW Golf an. Denn ab 2019 ist beim BMW 1er Schluss mit Hinterradantrieb – das spart rund 750 Euro pro Auto, schafft mehr Platz im Innenraum und bahnt den Weg für Innovationen wie die elektrifizierte Hinterachse. Jetzt wurde das Topmodell M135i beim Magazin "BimmerFile" geleakt!

Das Heck des 1er erinnert etwas an den aktuellen BMW X2.

Die Bilder zeigen das Kompaktmodell in einer Lagerhalle. Es ist teilweise noch mit einer Plane abgedeckt, Front und Heck sind aber gut sichtbar. Vorne erhält der neue 1er einen großen, zusammengezogenen Grill. Die Form der Doppelniere ist eckig und passt sich damit den anderen Modellen der Marke an. Der Nierenrahmen ist beim M135i in mattem Aluminium gehalten. Anstelle von Streben erhält der Sport-1er die von Z4 und M340i bekannten Einsätze in der Kühlermaske. Die Scheinwerfer erhalten die vom 8er bekannte Leuchtsignatur. Die Stoßstange bekommt beim Topmodell große Lufteinlässe. Am Heck wird der neue 1er den geleakten Bildern zufolge etwas flacher. Der Kompakt-BMW erhält zur neuen Generation schmale Rückleuchten, die weit in den Kofferraumdeckel hineinreichen. Die Schürze des M135i erhält große Luftauslässe an den Radkästen. Der farblich abgesetzte Diffusor bekommt Gesellschaft von zwei Endrohren.
Wer beim 1er nicht auf den Hinterradantrieb verzichten will, der muss auf das 2er Coupé ausweichen, das sich wie gehabt am 3er orientiert. Das geplante Gran Coupé und der nächste, etwas größere Active Tourer (der ab Sommer 2021 den Grand Tourer gleich mit ersetzt), nutzen dagegen ebenfalls die Frontantriebs-Plattform. Der Preis für den Basis-1er dürfte sich nicht groß ändern, derzeit liegt er bei 25.150 Euro. Zu den Händlern rollt der neue Kompakte wahrscheinlich Ende 2019.

1er wird innen und außen größer

Noch dreht der neue 1er getarnt seine Testrunden.

Die 1er-Proportionen unterscheiden sich schon auf den ersten Blick recht deutlich vom Vorgänger. Der Vorderwagen ist kürzer, der Radstand länger, die Dachlinie ruhiger. Neue Erlkönigbilder zeigen jetzt auch die Scheinwerfer und Heckleuchten des Kompakten. Sofort fällt auf: BMW setzt auch beim 1er das aktuelle, sportliche Familiengesicht um. Gleichzeitig soll sich der nächste 1er von der Beliebigkeit des aktuellen Modells befreien. Das Design dürfte vom 5er inspiriert und sportlicher als beim Vorgänger sein – auch im Innenraum. Der wird durch den Wechsel auf die Plattform von Mini Countryman und Active Tourer geräumiger, Holz- und Aluminium-Zierleisten sorgen für Oberklasse-Feeling. Der Frontantriebs-1er ist noch steifer als seine beiden Vorgänger und hat Verstrebungen am Unterboden – etwa eine Bumerang-Strebe am Hinterwagen, die wie ein riesiges V aussieht. Das alles soll den Neuen sportlich, beherrschbar und kurvengierig machen.

Neue BMW (2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und 2024)

BMW 1er IllustrationBMW 1er Illustration

Interieur: In diesem China-BMW steckt schon der neue 1er

Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz. Nur die Kopffreiheit ist in der China-Version nicht optimal.

Unterm Blech der nur in China angebotenen BMW 1er Limousine steckt bereits die Frontantriebsplattform, auf der auch "unser" BMW 1er basieren wird. Grund genug, sich die chinesische Stufenheckversion des 1er genau anzuschauen und die Platzverhältnisse zu begutachten. Bei einem Radstand von 2,67 Meter entspricht der China-1er exakt dem aktuellen X1, der ebenfalls auf der UKL-Plattform steht. Vorne sind die Platzverhältnisse in der 1er Limousine gut, lediglich die Sitzposition ist etwas hoch – trotzdem reicht der Platz auch für große Menschen. Hinten punktet der Frontantriebs-1er mit großen Türöffnungen, durch die man bequem in den Fond schlüpft. Der Mitteltunnel fällt auch mit Frontantrieb nicht komplett weg – kein Wunder, schließlich wird der UKL-Unterbau auch mit xDrive angeboten. Nach dem ersten Eindruck bei der Sitzprobe ist er kaum kleiner als bisher.

Bildergalerie BMW 1er (2019)

BMW 1er IllustrationBMW 1er Erlkönig

Video: Erlkönig BMW 1er (2019)

Neue Optik für den 1er

Dafür wirkt sich die Raumausnutzung der neuen Plattform positiv auf die Kniefreiheit aus: Zwei 1,95-Meter-Menschen können ohne allzu große Komforteinbußen hintereinander sitzen. Woran es der China-Limousine allerdings mangelt, ist Kopffreiheit – trotz der beiden Aussparungen im Dachhimmel. Das dürfte in erster Linie an der abfallenden Stufenheck-Dachform liegen. Als Steilheck wird der neue 1er ab 2019 wohl deutlich mehr Luft nach oben bieten. Das Gleiche gilt für den Kofferraum, der durch die Verlegung des Antriebs nach vorne profitieren wird. Die chinesische 1er Limousine zeigt also: Wandert der Antrieb im 1er nach vorne, gibt es hinten mehr Platz!

Fahren: Kein Untersteuern mehr

Untersteuern ade: Der neue 1er regelt sensibel, seine Elektronik stabilisiert das Auto.

AUTO BILD ist bereits einen getarnten Prototyp des BMW 1er gefahren. Für einen besseren Vergleich setzen wir uns vorher kurz ins noch aktuelle Auslaufmodell des kompakten Bayern: 118i, Dreizylinder, 136 PS, Hinterradantrieb. Nasshandling-Parcours, BMW hat es gerade wie aus Kübeln regnen lassen. Es geht mit 70 Sachen in die Kurve, und der alte 1er schiebt kräftig über die Vorderachse. Dann Wechsel in den neuen 1er, wieder 118i, wieder drei Zylinder und 1,5 Liter, nach Motor-Überarbeitung vier PS mehr. Aber Frontantrieb! Die gleiche Kurve, bei der man sich eben drei Meter mehr Asphalt gewünscht hätte, diesmal sogar mit 80 statt 70 km/h. Und der Kompakte brettert ums Eck, kein Untersteuern, der 1er regelt sensibel, seine Elektronik stabilisiert das Auto, bremst die Räder ein. Der kleine BMW in Tarnfolie ist im Scheitelpunkt der Kurve gleich wieder gierig aufs Gas. Wenn man das bei einem Dreizylinder sagen darf.
Kommen wir zur Motorenfrage. Der 140 PS starke Dreizylinder-Benziner im 118i mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist ganz okay. Der M135i xDrive mit Vierzylinder-Benziner, 306 PS, Allrad, Achtstufen-Steptronic, und Klappenauspuff ist nicht ganz so laufruhig wie ein Reihensechser – aber laut, herzerfrischend ungehobelt. Ein Krawallo, der auf der Straße klebt wie Kaugummi! Die beste Wahl ist aber bislang der 120d xDrive mit 190 PS und Achtstufen-Steptronic, die schnell und exakt schaltet. Im Paket gibt es einen Diesel-Sportwagen mit Mini-Durst.
Fazit von Andreas May Ja, ich war skeptisch: BMW schafft den Hinterradantrieb ab, der neue 1er wird ein Golf aus Bayern. Die erste Tour mit den Prototypen hat mich versöhnt. BMW baut weiter den sportlichsten Kompakten. Jetzt mit mehr Platz.

Motoren: Mehr Power für den 1er

Die Technik des 1er stammt weitgehend aus dem Baukasten: Das Fahrwerk samt Lenkung und Bremse wird etwas sportlicher abgestimmt, die neuen Automatikgetriebe (inklusive DCT) kennen wir aus dem überarbeiteten Mini, die modifizierten Motoren sollen trotz strengerer Abgasnormen und Otto-Partikelfilter rund fünf Prozent kräftiger und drehmomentstärker sein. Mittelfristig wollen die Münchner ihr Einstiegsmodell mit drei verschiedenen Antriebskonzepten ins Rennen schicken. Der Benziner leistet dem Vernehmen nach bis zu 306 PS, dem Top-Plug-in-Hybriden (PHEV) werden sogar 340 PS nachgesagt, die noch nicht näher spezifizierte, reine Elektro-Version dürfte es auf rund 250 PS bringen. Damit wäre BMW gegen Audi und Mercedes unter dem Strich ordentlich aufgestellt. Doch gegen den Biturbo-Fünfzylinder aus dem Audi RS 3 und den über 400 PS starken AMG-Vierzylinder aus der A-Klasse ist in München bis auf Weiteres kein Kraut gewachsen.
Die Staffelung der zunächst acht Motorisierungen dürfte so aussehen:
• 118i, 140 PS/220 Nm, 1,5-Liter-Dreizylinder
• 120i, 190 PS/280 Nm, 2,0-Liter-Vierzylinder
• 125i, 224 PS/310 Nm
• 130i, 265 PS/380 Nm
• M135i Performance mit M-Paket und Sportbremse, 306 PS/450 Nm
• 118d, 150 PS/350 Nm
• 120d, 190 PS/400 Nm
• 125d, 231 PS/500 Nm

Plug-in-Hybrid mit 80 Kilometern Reichweite

Mit dem aktuellen 225xe iPerformance sammelt BMW außerdem seit fast drei Jahren wertvolle Erfahrungen in Sachen Plug-in-Hybrid. Dieses Antriebskonzept wird im neuen 1er übernommen. Der 125xe PHEV kombiniert einen 1,5-Liter-Dreizylinder (140 PS und 220 Nm) mit einem 65-kW-Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 168 kW. Ein 11,6-kWh-Akku ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von rund 80 Kilometern. Mit zunehmender Spannung und Ladeleistung sollen 2021 leere Akkus in deutlich unter 20 Minuten geladen werden.

Neue Kompaktklasse-Modelle (2019, 2020 und 2021)

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Gebrauchtwagen: 1er fahren ab 7500 Euro

Das aktuelle Modell wird seit 2011 gebaut und hat gerade erst ein Facelift bekommen, bevor der neue 1er 2019 kommt. Mit einer Leistung zwischen 95 PS (114d) und 340 PS (M 140i) sowie serienmäßigem Hinterradantrieb kann der Kompakte recht sportlich unterwegs sein. Optional gibt es auch einen Allradantrieb. Bei Benzinern steckt seit 2015 meist der Dreizylinder mit Twinscroll-Turbo unterm Blech, den Reihensechszylinder gibt es nur in den M-Modellen.

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Das Fahrwerk kann beim Vorgänger Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war.

Mängel gibt es erfahrungsgemäß bei einem so jungen Auto selten. Einzig das Fahrwerk kann Probleme machen, wenn der Vorbesitzer allzu sportlich unterwegs war. Dann leidet die Achsaufhängung. Frühe Modelle gibt es mit Basisausstattung schon ab 7500 Euro, dabei sind allerdings auch einige Kilometerfresser. Autos mit Baujahr ab 2014 gibt es für 13.000 Euro, den sportlichen M 135i mit hoher Laufleistung bieten einige Verkäufer für 23.500 Euro an. Soll das Auto weniger Kilometer auf der Uhr haben, sind um die 27.000 Euro fällig.
Übersicht: Gebrauchte BMW 1er

Autoren: Michael Gebhardt, Peter R. Fischer, Katharina Berndt, Elias Holdenried, Andreas May

Stichworte:

Kompaktklasse

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