Bildergalerie BMW 7er Facelift (2019)

Bildergalerie BMW 7er Facelift (2019)

BMW 7er Facelift/LCI G11/G12 (2019)

Alle Infos zum BMW 7er Facelift

BMW überarbeitet den 7er und verpasst dem Flaggschiff Riesen-Nieren und einen neuen Plug-in-Hybriden. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: Flache Leuchten, dominanter Grill

Der 7er erhält ein Facelift. Nach etwas mehr als drei Jahren Bauzeit überholt BMW sein Flaggschiff und hebt es damit wieder auf den Stand der Technik. Aber vor allem beim Design holen die Münchner aus und verpassen der Luxuskarosse einen neuen Anstrich. Wie auch schon seine Markenbrüder, erhält der 7er deutlich größere Nieren als sein Vorgänger. Laut BMW wächst das Designmerkmal um 40 Prozent. Im Gegenzug verpasst BMW seinem 7er flachere Scheinwerfer. Serienmäßig sind sie mit adaptivem Abblendlicht, Kurven- sowie Abbiegelicht ausgestattet. Optional ist Laserlicht erhältlich. 

BMW 7er wird länger

Am Heck befindet sich jetzt ein durchgängiges Leuchtenband. Die Auspuffrohre sind echt!

Die seitlichen Einbuchtungen auf der Motorhaube werden deutlich markanter. An der Seite fallen die vertikalen "Air Breather", also die Radhausentlüftungen, auf. Bei den Felgengrößen startet die Basis bei 17-Zoll, optional sind bis zu 21-Zoll möglich. Am Heck setzt BMW auf neue LED-Rückleuchten. Sie sind um 35 Millimeter flacher gestaltet als noch beim Vorfacelift-Modell. Die beiden Leuchten werden durch ein Leuchtenband miteinander verbunden. Es leuchtet, sobald das Tagfahrlicht aktiviert ist. Die Auspuffrohre werden breiter. Bei der Luxuslimousine verzichtet BMW außerdem auf Blenden. Hier sind die Endrohre also noch echt. Auch das Facelift wird weiterhin als Kurz- und Langversion angeboten. Beide Modelle legen in der Länge jeweils um 22 Millimeter zu. Das bedeutet für den kurzen 7er eine Außenlänge von 5,12 Meter und für die Langversion 5,26 Meter. Gegenüber dem normalen 7er erhält der "L" einen um 14 Zentimeter verlängerten Radstand (3,21 m). Zum Vorgänger unverändert bleiben die Breite (1,90 m) und die Höhe (Kurz: 1,47 m / Lang: 1,48 m) des Münchner Flaggschiffs. 

Innenraum: Abloungen in der zweiten Reihe

Der 7er Facelift erhält ein 12,3-Zoll-Display als Kombiinstrument.

Der Innenraum des gelifteten 7er wurde nur behutsam angefasst. Vorne warten auf die Insassen die gewohnt bequemen Ledersitze. Auch das Lenkrad ist nur überarbeitet und nicht gegen ein komplett neues ersetzt worden. Es besitzt nun eine neue Tastenanordnung, die Multifunktionsknöpfe arbeiten außerdem mit einem neuen Infotainment zusammen. Hinter dem Volant sitzt im 7er ab sofort ein 12,3 Zoll großes Kombiinstrument, das wir auch schon aus dem 8er und dem X5 kennen. Es ist gestochen scharf und lässt sich gut ablesen, einzig der gegen den Uhrzeigersinn laufende Drehzahlmesser ist noch immer gewöhnungsbedürftig. Zusammen mit dem 10,25 Zoll großen Zentralbildschirm ergibt es das BMW Live Cockpit Professional. Es hat beim 7er schon ab Marktstart BMWs neuen Sprachassistenten mit an Bord, der sich über den Befehl "Hey BMW" aktivieren lässt. Der erste Test ist vielversprechend, in der Praxis wird sich das System aber noch beweisen müssen.

In Reihe zwei wird entspannt: hier in der Langversion mit Executive-Lounge.

In der zweiten Reihe dürfen sich wie gewohnt Konzernchefs und Politiker von den Strapazen des Alltags erholen. Hier ist Lounge-Atmosphäre angesagt. Für zusätzlichen Komfort sorgt weiterhin die Executive Lounge, bei der der Beifahrersitz als Fußablage dient. Dazu fährt der Sitz nach vorne, um möglichst viel Beinfreiheit zu garantieren. Wie es sich für eine Luxuslimousine gehört, lässt sich der 7er mit allerlei Optionen individualisieren. Neu ist dabei eine Nappa-Leder-Option mit dreidimensionaler Steppung.

Ausstattung: Dickere Scheiben sorgen für Ruhe

Im Zuge des Facelifts hat sich BMW bewusst dem Geräuschkomfort gewidmet. Eine neue Abschirmung in den hinteren Radhäusern soll für weniger Abrollgeräusche im Innenraum sorgen. Außerdem wurden die Gurtaustritte und der Bereich der B-Säule nochmals besser gedämmt. Auch die Scheiben wurden dicker. Sie messen nun 5,1 Millimeter in der Dicke. Das ist ab dem 750i Serie. Käufer der Plug-in-Hybride und Diesel-Modelle müssen für die stärkeren Scheiben Aufpreis bezahlen. Für die Innenraum-Optik bietet BMW bereits fünf Lederfarben in der Basis an. Optional ist Nappa-Leder in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Wem das nicht reicht, kann außerdem noch auf verschiedenste Umfänge aus dem BMW Individual-Programm wählen.
 
Wer 7er fahren will, aber nicht auf Sportlichkeit verzichten möchte, greift zum M-Sportpaket. Hier finden dann ein Sportlenkrad, M-Pedale und M-Einstiegsleisten ihren Weg in das Dickschiff. Farblich lässt sich der neue 7er mit zwei Uni- und elf Metallic-Lackierungen individualisieren. Neu sind dabei die Farben "Berninagrau Bernsteineffekt metallic", "Royal Burgundy Red Brillanteffekt metallic" sowie der exklusiv in Verbindung mit dem M-Sportpaket verfügbare Farbton "Donington Grau metallic".

Neue BMW (2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und 2024)

BMW 1er IllustrationBMW 1er Illustration

Hinterachse lenkt mit

Der neue 7er kommt optional mit der Integral-Aktivlenkung zum Kunden. Dabei verändert sich der zum manövrieren nötige Lenkeinschlag je nach der Geschwindigkeit des Autos. Außerdem lenken die Hinterräder mit. Bei niedrigen Geschwindigkeit schlagen die hinteren Räder entgegen der vorderen ein, bei hohen Geschwindigkeit lenken sie in dieselbe Richtung. So sollen Überholmanöver souveräner gefahren werden können. 7er mit klassischen Antrieben lassen sich zudem mit dem optionalen "Executive Drive Pro"-Fahrwerk ausstatten. Es nutzt neben dem gemessenen Fahrbahnzustand auch Navigationsdaten, um sich auf die nächsten Situationen vorzubereiten. Hier helfen auch die Zweiachs-Luftfeder und die Verstelldämpfung. Hybid-Modelle erhalten eine eigens abgestimmte Version des Fahrwerks.

Assistenten am Puls der Zeit

Serienmäßig ist der 7er mit einem Tempomat mit Bremsfunktion ausgestattet. Optional ist die aktive Geschwindigkeitsregulierung mit Stop & Go-Funktion. Bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h hält der 7er selbstständig den vorgewählten Abstand zum Vordermann und reagiert auf die Verkehrslage. Bei Bedarf bremst der BMW bis zum Stillstand ab. Danach kann die Limousine selbstständig wieder anfahren. Auf Wunsch lässt sich das System auch mit der Verkehrszeichenerkennung koppeln. Teilautonom ist der 7er mit dem optionalen Driving Assistant Professional-Paket unterwegs. Dann übernimmt der BMW selbstständig das Lenken und die Spurführung. Trotz allem muss der Fahrer die Hände am Lenkrad behalten. Wie auch schon beim Vorgänger, bietet BMW in der Luxuslimo optional ein Head-up-Display und ein Nachtsichtgerät an. Neu ist der Rückfahrassistent, der auf einer bis zu 50 Meter langen Strecke exakt die zuvor vorwärts gefahrene Linie nachfahren kann. So soll es leichter sein, aus einer engen Einfahrt zu rangieren.

Connectivity: Neues Infotainment für das Flaggschiff

Auch im Fond gibt's das neue BMW-Infotainment-System. Die Displays sind nur per Touch bedienbar.

Das Herzstück der Connectivity im 7er ist ein Display-Duo bestehend aus einem 12,3 Zoll großen, digitalen Kombiinstrument und einem 10,25 Zoll messenden zentralen Touchscreen. Als Betriebssystem nutzt der 7er das neue BMW Operating System 7.0, das BMW bereits im neuen X5 vorgestellt hat. Das neue System zeigt Navidaten direkt im Kombiinstrument an. Die Grafikanzeigen sind individualisierbar. Am iDrive Controller hält BMW trotzdem fest – er sitzt rechts vom Gangwahlhebel. Sprach- und Gestensteuerung sind serienmäßig mit an Bord. Das Navi ist lernfähig, zusätzlich gibt es den bekannten USB-A- und den neuen USB-C-Anschluss, Bluetooth und eine WLAN-Schnittstelle. Über eine eingebaute SIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen hält sich das Infotainment auf dem neuesten Stand und lässt Apps auch ohne Smartphoneanbindung laufen.

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Motoren: Alter V12, neuer V8

Der überarbeitete BMW 7er erhält den 530 PS starken V8 aus dem M850i.

Bei den Motoren wurde ordentlich durchgekehrt. Der Einstieg in die 7er­-Welt beginnt weiterhin beim 265 PS starken 730d, wie bei den übrigen Die­selversionen ändert sich nichts an der Leistung. Im 750i xDrive werkelt der neue, 4,4 Liter große V8 mit 530 PS. Macht satte 80 PS mehr als beim Vorgänger. So viel Leistung geht nur mit Allrad, weshalb der 750i entfällt. Der 6,6-Liter­-V12 des 760Li wird mit 585 PS etwas schwächer. Die 25 PS weniger gehen wohl auf das Konto des Partikelfilters. Der Spitzen-­7er ist nur als Langversion erhältlich, die anderen Antriebe können optional als "L" geordert werden. Alle 7er bringen die Kraft über eine Achtgang-Steptronic an die Räder.

Plug-in-Hybrid: Mehr Reichweite für den Hybrid-7er

Im Sommer 2019 kommt der BMW 7er auch wieder als Plug-in-Hybrid. Die Limousine ist dann als 745e mit normalem Radstand, in der Langversion als 745Le und mit Allradantrieb als 745Le xDrive erhältlich. Der neue Plug-­in­-Hybrid­antrieb kommt dann mit einem Rei­hensechser anstelle des Vierzylinders im bisherigen 740E iPerformance. Der neue 745e bringt es auf eine Systemleistung von 394 PS (740E: 326 PS). Dabei leistet der Sechszylinder 286 PS und die in die Achtgang-Automatik integrierte E-Maschine 113 PS. Gemeinsam erzeugen die beiden Motoren ein Drehmoment von 600 Nm. Auch die Akkukapazität wurde im Vergleich zum Vorgänger gesteigert. Jetzt stehen 12,0 statt 9,2 kWh zur Verfügung. In den Plug-in-Hybridmodellen stehen zudem spezielle Fahrmodi zur Wahl: Die Spreizung reicht vom voll elektrischen Fahren (Electric) bis zu einem dynamischen Programm (Sport). Rein elektrisch soll der 745e bis zu 58 Kilometer Reichweite schaffen, im Fahrmodus "Sport" dient der E-Motor dagegen nur zum Boosten – dann ist der Verbrenner das Hauptaggregat.

Technische Daten und Preise: 7er startet bei 88.400 Euro

Die optionalen Langversionen sind von dieser Auflistung ausgenommen.
Diesel:
BMW 730d • Motor: Sechszylinder-Diesel • Hubraum: 2993 ccm • Leistung: 195 kW (265 PS) bei 4000 U/min • max. Drehmoment: 620 Nm ab 2000 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 6,1 s (xDrive: 5,8 s) • Topspeed: 250 km/h • Verbrauch: 5,3 - 5,8 l/100 km • Preis: ab 88.400 Euro.
BMW 740d xDrive • Motor: Sechszylinder-Diesel • Hubraum: 2993 ccm • Leistung: 235 kW (320 PS) bei 4400 U/min • max. Drehmoment: 680 Nm bei 1750 bis 2250 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 5,3 s • Topspeed: 250 km/h • Verbrauch: 5,6 - 7,0 l/100 km • Preis: ab 99.700 Euro.
BMW 750d xDrive • Motor: Sechszylinder-Diesel • Hubraum: 2993 ccm • Leistung: 294 kW (400 PS) bei 4400 U/min • max. Drehmoment: 769 Nm bei 2000 bis 3000 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 4,6 s • Topspeed: 250 km/h • Verbrauch: 5,8 - 6,1 l/100 km • Preis: ab 116.600 Euro.
Benziner:
BMW 750i xDrive • Motor: Achtzylinder-Benziner • Hubraum: 4395 ccm • Leistung: 390 kW (530 PS) bei 5500 bis 6000 U/min • max. Drehmoment: 750 Nm ab 1800 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 4,0 s • Topspeed: 250 km/h • Verbrauch: 9,5 - 9,6 l/100 km • Preis: ab 117.200 Euro.
BMW 760Li xDrive • Motor: Zwölfzylinder-Benziner • Hubraum: 6.592 ccm • Leistung: 430 kW (585 PS) bei 5250 bis 5750 U/min • max. Drehmoment: 850 Nm ab 1600 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 3,8 s • Topspeed: 250 km/h • Verbrauch: 12,4 - 12,5 l/100 km • Preis: ab 174.000 Euro.
Plug-in-Hybrid:
BMW 745e • Motor: Sechszylinder-Benziner plus Elektromotor • Hubraum: 2998 ccm • Systemleistung: 210 kW (286 PS) von 5000 bis 6000 U/min • max. Gesamtdrehmoment: 600 Nm • Beschleunigung: 0-100 km/h in 5,2 s (5,1 s als Le xDrive) • elektrische Reichweite: 54 - 58 km • Verbrauch: 2,1 - 2,6 l/100 km • Preis: ab 101.000 Euro.

Autoren: Andreas Huber, Peter R. Fischer

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