Preise des BMW i4 starten bei unter 60.000 Euro

Mit dem i4 bringt BMW seine erste Elektro-Limousine auf den Markt – in gewohnt sportlichem Design, mit dem Innenraum aus dem Elektro-SUV iX samt großem Curved Display und mit bis zu 590 Kilometer Reichweite. Im November 2021 sollen die ersten Exemplare zu den Händlern rollen. Die Preise starten bei 58.300 Euro für die Basis, den 544 PS starken i4 M50 gibt es ab 69.900 Euro. Davon geht aber noch die Förderprämie für Elektroautos ab.
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Optik: Der BMW i4 wird ein elektrisches 4er Gran Coupé

BMWs Versprechen, mit dem Serienmodell möglichst nah an der Studie Concept i4 zu bleiben, kann als eingehalten bezeichnet werden. Die riesige, geschlossene Doppel-Niere hat den Sprung in die Serie überlebt, ebenso das Grunddesign der Schürzen und die Art der Luftführung. Wie erwartet, orientiert sich das Auto ansonsten am 4er Gran Coupé, dessen Neuauflage noch 2021 präsentiert werden dürfte. Der Überhang an der Front fällt etwas länger aus als bei der Studie, dafür behält die Serienversion den kurzen Hecküberhang des Showcars. Am Heck zeigt der i4 die von iX3 und iX bekannten Diffusoreinsätze in einer neuen Interpretation. Vom Start weg gibt es außerdem eine M-Variante, die sich durch sportlichere Schürzen, ein adaptives M-Fahrwerk, eine variable Sportlenkung, M Sportbremsen und bis zu 20 Zoll große Räder abhebt.
BMW i4 M50
Am Heck ist die direkte Verwandtschaft mit dem konventionellen 4er sofort erkennbar.

Das Elektroauto kommt optional mit Anhängerkupplung

Der Schwerpunkt des BMW i4 liegt 53 Millimeter niedriger als beim 3er – mit 2050 Kilogramm Leergewicht ist der i4 aber auch deutlich schwerer. Interessanterweise gibt es für die Limousine eine elektrisch aus- und einschwenkbare Anhängerkupplung. Anders als bei anderen Elektroautos kann der BMW auch tatsächlich was wegziehen: Bis zu 1,6 Tonnen sind drin.

Die Abmessungen im Überblick:

● Länge: 4785 mm
● Breite: 1852 mm
● Höhe: 1448 mm
● Radstand: 2856 mm
● Kofferraum: 470-1290 l
● Anhängelast: max. 1600 kg

Innenraum: Die Sitzposition lässt zu wünschen übrig

Der Innenraum wartet bei der Sitzprobe mit einer Überraschung auf. Wer erwartet, dass BMW dem i4 ein komplett eigenständiges Cockpit spendiert, liegt verkehrt: So macht der Elektro-Vierer einen recht konventionellen Eindruck. Durchaus positiv, denn die Bedienbarkeit moderner Mittelklasse-Autos aus München ist schlichtweg hervorragend. Knöpfe, wo man sie braucht und trotzdem ein modernes Infotainment. Highlight im i4-Cockpit ist die große, gebogene Display-Einheit, die die konventionellen Bildschirme aus bekannten BMW-Modellen ersetzt und einen Bogen zum großen Bruder iX schlägt. Die beiden Bildschirme (10,4 Zoll und 14,7 Zoll) stellen Instrumente und Infotainment-Inhalte klar dar. Die Anzeigen des OS8 sind neu und erlauben Individualisierung über grafische Kacheln.
BMW i4 M50
Die Batterie im Boden und die coupéartige Dachform fordern ihren Platz ein. Große Menschen fühlen sich im i4 eingeengt.
Zu den traditionellen Werten: Da es sich bei unserem Fotofahrzeug um die sportive Topversion i4 M50 handelt, ist der Rest des Interieurs sportlich gehalten. Das dick aufgepolsterte Sportlenkrad und die Sportsitze fühlen sich nach M-Modell an. Umso irritierender, dass Großgewachsene ab 1,95 Meter Gefahr laufen, beim Geradesitzen an den Dachhimmel stoßen – die Sitzposition ist nicht annähernd so tief wie in konventionellen BMW. Hier macht sich der Akku im Boden negativ bemerkbar, und der i4 wird dem Anspruch des Tesla Model 3-Gegners platztechnisch nicht gerecht. Dasselbe Spiel auf der Rücksitzbank. Durchschnittlich große Personen dürften hier auch auf der Mittelstrecke zufrieden sein, aber mit 1,95 Meter Körpergröße wird AUTO BILD-Redakteur Peter Fischer in eine gekrümmte Haltung gezwungen. Dazu kommt der Kardantunnel, der das Raumgefühl nicht ins Positive rücken kann.

Ausstattung: Sportsitze und das passende Lenkrad sind Serie im BMW i4

BMW i4 M50
Das Highlight im BMW i4-Cockpit ist das Curved-Display.
Der BMW i4 soll Sportlichkeit und Komfort miteinander vereinen, entsprechend sind Akustikverglasung, Sportsitze und Sportlenkrad serienmäßig an Bord. Typisch Elektroauto lässt sich das Fahrzeug außerdem schon vor der Fahrt beheizen oder per Klimaanlage runterkühlen. Sitzheizung und -belüftung sind leider ebenso aufpreispflichtig wie das Glas-Schiebedach oder Laserlicht. Optional gibt es verschiedene Maßnahmen, um das Auto sportlicher wirken zu lassen, etwa ein M Carbon-Exterieurpaket oder M Performance Parts. Unter den Assistenzsystemen – insgesamt rund 40 Stück – sind serienmäßig ein Frontkollisionswarner, die Verkehrszeichenerkennung, ein Spurverlassenswarner und Parkpiepser sowie eine Rückfahrkamera an Bord. Gegen Aufpreis ist aber auch teilautonomes Fahren möglich. Das geschieht im Zusammenspiel verschiedenster elektronischer Helfer – dazu gehören die aktive Geschwindigkeitsregelung und der Lenk- und Spurführungsassistent.

Technische Daten: BMW i4 schafft bis zu 590 Kilometer Reichweite

Zum Marktstart gibt es das Elektroauto in zwei Motorvarianten. Die Batterie ist bei beiden gleich: Der Brutto-Energiegehalt des Akkus liegt bei 83,9 kWh, netto sind es 83,9 kWh. Das schwächere Modell, der i4 eDrive40, wird von einem Elektromotor an der Hinterachse angetrieben – der leistet 250 kW (340 PS) und 430 Nm und beschleunigt das Auto so in 5,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Reichweite liegt bei 590 Kilometern nach WLTP.
BMW i4 eDrive40
Die Basisversion kommt mit Hinterradantrieb, während der M50 einen Allradantrieb mit zwei Elektromotoren hat.

Beim stärkeren i4 M50 ist der Aktionsradius naturgemäß etwas kleiner, der Strom reicht maximal für 510 Kilometer. Dafür kommt das Auto dann auch mit je einem Elektromotor pro Achse; unterm Strich bringt es das System auf 400 kW (544 PS) und 795 Nm (im Boost-Modus). Den Sprint auf Landstraßentempo erledigt das Topmodell entsprechend schneller (3,9 Sekunden). Der Akku kann mit bis zu 200 kW geladen werden. An einer Schnellladesäule dauert es so nur zehn Minuten 164 Kilometer Reichweite beim eDrive40 oder 140 Kilometer beim M50 aufzuladen.