Mit dem BMW i4 bringen die Münchner ihre erste Elektrolimousine auf den Markt. Das Modell läuft ab 2021 in München vom Band und teilt sich die Fertigungsstraße mit dem BMW 4er. Wie wichtig BMW seine neue E-Strategie ist, zeigt die Umstrukturierung des Stammwerks im Münchner Norden. Bis 2024 soll die Verbrennungsmotoren Produktion gänzlich aus München verschwinden und gegen neue Montagemöglichkeiten für i4 und Co. Getauscht werden. Der elektrische 4er wird also ein durchaus wichtiges Auto für die bayrische Traditionsfirma. AUTO BILD fasst zusammen, was bisher bekannt ist.

Optik: Du Studie wird nur etwas entschärft

Was die Optik betrifft, wird sich der i4 wohl stark am kommenden BMW 4er Gran Coupé orientieren. Mit der Studie Concept i4 hat BMW zudem schon eine seriennahe Studie zum elektrischen 4er gezeigt. In einem Gespräch mit AUTO BILD bestätigte ein Konzernsprecher, dass sich die Studie nur wenige Prozentpunkte vom Serienmodell unterscheiden soll. Grund genug also, das Concept Car zumindest von außen als Referenz zu nehmen. Die riesige Niere ist bei der Studie wie beim iX zusammengezogen und beherbergt die Sensorik, die für die Fahrerassistenz nötig ist. Der Überhang an der Front könnte für die Crashsicherheit etwas länger ausfallen als bei der Studie, dafür behält die Serienversion den kurzen Hecküberhang des Showcars. E-Auto typisch fällt der lange Radstand auf, der im Innenraum Platz garantiert. Zusammen mit der flachen Dachlinie macht er den i4 richtig sportlich. Am Heck zeigt die Studie die vom iX3 und iX bekannten Diffusoreinsätze. In der Serie wird BMW hier vielleicht eine etwas dezentere Ausführung wählen.

Innenraum: i4 kommt mit Curved Screen aus dem BMW iX

er Innenraum der Studie ist futuristisch gestaltet und wird zur Serie hin deutlich entschärft. Pate könnte der BMW iX stehen. Das freistehende Curved-Display ist auch schon im Elektro-SUV zu finden und bleibt wohl auch dem fertigen BMW i4 erhalten. Es kombiniert Fahrer- und Zentraldisplay zu einer Einheit. Bei der Sitzprobe in der Studie überraschte die Rückbank im Fond. Trotz der im Fahrzeugboden verbauten Akkus, müssen Passagiere in der zweiten Reihe die Beine nicht übermäßig anwinkeln.

Antrieb und Akkus: Bis zu 600 km Reichweite möglich

BMW wird auch beim i4 auf die neueste e-Drive Antriebstechnik setzten. Neben moderner Akkus bildet hier der neue E-Motor mit integriertem Getriebe das Herzstück. Er verzichtet auf einen Dauermagneten im Motor und setzt dagegen auf einen Elektromagneten. Das erlaubt einen hohen Wirkungsgrad über ein hohes Drehzahlband und eine sehr feine Motorsteuerung. Bereits im iX und im IX3 findet die fünfte E-Motorengeneration ihre Anwendung. Glaubt man den Leistungsangaben der Studie, soll das Akkupaket im Fahrzeugboden des i4 eine Kapazität von 80 kWh besitzen, was dem BMW eine Reichweite von bis zu 600 km nach WLTP verschaffen soll. Ob es auch noch leistungsärmere Versionen des i4 geben wird, oder ob gar eine M-Version geplant ist, ist bislang noch nicht bekannt.