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BMW i4 (2021): Vorschau, Technik, Reichweite

BMW i4 (2021): Vorschau, Technik, Reichweite

Der BMW i4 kommt

Mit dem BMW i4 wollen die Münchner ab 2021 endlich dem Tesla Model 3 Paroli bieten. 600 Kilometer Reichweite und ein gefälliges Design sollen den Erfolg sicherstellen.

Video: BMW i Vision Dynamics (IAA 2017)

Elektro-Modell im 3er-Format

BMW arbeitet an einem viertürigen Mittelklasse-Modell mit Elektroantrieb. Bis 2025 will der Autobauer 25 Modelle elektrifizieren. Mit der IAA-Studie Vision Dynamics hat BMW einen Ausblick auf den i4 gegeben, der für 2021 eingeplant ist und gegen das erfolgreiche Tesla Model 3 positioniert wird. Die Mittelklasse-Limo aus Amerika ist mittlerweile das erfolgreichste E-Auto der Welt. Im Schnitt werden zurzeit 5.300 Autos gefertigt – pro Woche! Zum Vergleich: BMW meldet für seinen bislang einzigen Stromer, den i3 für das vergangene Jahr 31.482 Verkäufe, das schafft Tesla in nicht einmal zwei Monaten. Und während die Münchner mit ihrem E-Auto Verluste erwirtschaften, redet Tesla von einer Marge von rund 20 Prozent beim Model 3.

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Grund genug, die Elektro-Strategie von Grund auf neu zu planen. Denn der i3 krankt finanziell vor allem an der aufwendigen Konstruktion mit seiner Carbon-Karosserie. Der i4 hingegen soll auf der CLAR-Plattform basieren, die alle künftigen Modelle vom 3er bis zum 7er nutzen. Gleichteile mit den Volumenmodellen und vor allem die gemeinsame Produktion sollen die Kosten erheblich senken – und das Risiko. Denn der i4 läuft mit dem künftigen 4er und 4er Gran Coupé vom selben Band. Der Mix kann je nach Nachfrage variiert werden.

Gefälliges Design

Vorbild: Die IAA-Studie Vision Dynamics gibt die optische Marschrichtung vor. Die Fensterlinie schafft es in die Serie.

Auch das Design soll viel weniger polarisieren als noch beim i3. Der ist bewusst schrullig gezeichnet, sollte auf den ersten Blick als E-Auto zu erkennen sein. Jetzt der Schwenk: „Die künftigen i-Modelle werden optisch an den Fahrzeugen positioniert, die wir schon im Markt haben“, so ein Vorstand. „Der iX3 etwa ist ein typischer i, aber sofort als X3 zu erkennen. Beim i4 ist das ähnlich, er wird dicht am nächsten 4er sein.“ In welche Richtung sich das Design entwickelt, zeigt die Studie „i Vision Dynamics“, die BMW auf der letzten IAA gezeigt hat. Sie hat in etwa das Format des neuen 3er, garniert mit typischen i-Elementen wie der ungewöhnlichen Fensterlinie – sie wird es in Serie schaffen.

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Wie der i4 innen aussehen soll, verrät BMW noch nicht. Weil er aber auf der 4er-Plattform aufbaut, dürfte der Platzgewinn nicht so üppig ausfallen wie bei einer reinen E-Auto-Konstruktion. Im Cockpit zieht die siebten iDrive-Generation ein, Head-up-Display, der Breitband-Bildschirm und der Touchscreen werden zu den wichtigsten Schnittstellen zwischen Fahrer und Fahrzeug.

Große Reichweite und Level-3-Autonomie

Der BMW i4 kommt erst 2021 auf den Markt. Level-3-Autonomie muss dann zum Standard gehören.

Technisch will BMW den Anschluss an Tesla schaffen. Ein Auto, das erst 2021 auf den Markt kommt, muss also weitestgehend autonom fahren können. Level 3 ist von Beginn an freigeschaltet. Bedeutet: Der i4 kann mehrere Hundert Kilometer auf der Autobahn alleine meistern. Außerdem bereiten die Bayern gerade die fünfte Akku-Generation vor. „Es scheint so, dass 300 Kilometer das Minimum sind, das Kunden heute akzeptieren. Und es gibt jetzt Konkurrenz. Tesla, Audi und Mercedes bieten 400 km im WLTP-Zyklus. Der i4 wird mit rund 600 Kilometern angeboten“, so Robert Irlinger, Chef von BMW i.
Das je nach Jahreszeit über mehrere Kreisläufe vorgewärmte oder heruntergekühlte Antriebsmodul des i4 besteht aus Hauptspeicher, Back-up-Batterie, E-Motoren und Leistungselektronik. Zwei Motoren, Allradantrieb, Torque Vectoring, Hinterachslenkung und eine teilaktive Radauf­hängung dürften unumstritten sein. Die vorn eingebaute E-Maschine leistet ab 100 kW, hinten geht’s bei 160 kW los. Drei Leistungsstufen: Standard, Sport und Supersport. Letztere Variante bekommt – wie der iNext – an der Hinterachse zwei separate Antriebseinheiten.

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Autoren: , Frank Rosin, Michael Gebhardt, Elias Holdenried, Stefan Voswinkel

Stichworte:

Plug-in-Hybrid

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