Reichweite, Antrieb, Preis: Allrad und rund 600 km Aktionsradius

BMW stellt sein neues Elektro-Flaggschiff vor: das SUV iX. Die Bilder zeigen zwar immer noch einen Prototyp – aber der ist quasi serienreif und soll 2021 zu den Händlern rollen. Weil das Auto noch nicht ganz fertig ist, sind auch die verfügbaren Daten noch etwas ungenau. Der Radstand des BMW iX beträgt drei Meter. Das Elektro-SUV ist rund fünf Meter lang, 1,70 Meter hoch und wiegt stolze 2500 Kilogramm – trotzdem soll es dank Allrad und über 500 PS in weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und mit einer Batterieladung 600 Kilometer Reichweite schaffen (nach WLTP). Verbrauch: unter 21 kWh. Aber: Der Preis ist ordentlich. AUTO BILD geht davon aus, dass die 500-PS-Version um die 100.000 Euro kosten dürfte.

Motoren: BMW setzt auf neue Motorentechnik

BMW iX !! SPERRFRIST 11. November 2020	14:00 Uhr !!
Trotz 2,5 Tonnen Gewicht beschleunigt der iX in unter fünf Sekunden auf 100 km/h.

Konkrete Daten zum Antrieb fehlen zwar noch, das technische Konzept ist aber schon jetzt bekannt: Anstelle permanent oder hybriderregter Synchronmotoren setzen die Münchner auf elektrisch erregte Synchronmotoren (ESM). Sie nutzen keinen Dauermagneten, sind dadurch leichter und lassen sich abhängig vom Bedarf an Vortrieb steuern. Wie das Motorenkonzept des iX im Detail funktioniert, hat AUTO BILD hier zusammengefasst.

Akku und laden: 120 km Reichweite in zehn Minuten tanken

Gespeichert wird der Strom in einem 100-kW-Akku, der auch an Schnellladesäulen gefüllt werden kann. In 40 Minuten wird das Auto von zehn auf 80 Prozent geladen. Heißt konkret: In zehn Minuten kommen 120 Kilometer Reichweite dazu. Das SUV soll auch mit etwas schwächerer Leistung angeboten werden. Ob dann auch eine kleinere Batterie an Bord ist, ist noch nicht bekannt. Und: Einen großen Kritikpunkt an Elektroautos kann man beim iX nicht geltend machen – der Antrieb kommt ohne seltene Erden aus.

Design: Touch-Oberflächen aus Holz

BMW iX !! SPERRFRIST 11. November 2020	14:00 Uhr !!
Minimalistische Luftausströmer, beheizbare Oberflächen: Blick in den Innenraum des BMW iX.

Ganz wichtig beim Design eines Elektroautos ist die Aerodynamik. Darum hat BMW unter anderem die Außenspiegel neu designt (Kameras seien nicht durchsetzbar), spezielle Air-Performance-Räder in 21 und 22 Zoll entwickelt und die Türgriffe bündig integriert. Und innen? Der erste Blick gilt natürlich dem rund 60 Zentimeter langen, frei stehenden Curved-Display. Das beinhaltet einen 12,3 Zoll großen Digital-Tacho hinter dem hexagonalen Lenkrad und ein Zentraldisplay in 14,9 Zoll. Der rechte Arm des Fahrers ruht auf einer schwebenden Mittelkonsole mit Wippschalter für die Gangwahl, Touch-Controller aus Kristallglas und rundherum einer Touch-Oberfläche aus Holz. Die Sitzverstellung wandert wie bei Mercedes in die Türtafeln, die Tür öffnet man von innen per Touch-Knopf.

Autonomes Fahren: Der Fahrer darf die Hände vom Lenkrad nehmen

BMW iX !! SPERRFRIST 11. November 2020	14:00 Uhr !!
Hinter der vollständig geschlossenen Niere sitzen Kameratechnik, Radarfunktionen und Sensoren.

Die neue Digital Car Platform nutzt 5G und Gigabit-Ethernet. Theoretisch können alle Autoinsassen gleichzeitig 4K-Videos streamen. Das Auto vernetzt sich mit Handys, Straßen, Ampeln, anderen Autos. Es nutzt die Schwarmintelligenz aller vernetzten BMW (14 bis 15 Millionen sind es) und holt sich Updates "over the air". Der iX kann autonom bis Stufe 2+ fahren, heißt: Der Fahrer darf die Hände vom Lenkrad nehmen, aber den Blick nicht von der Straße. Die Kamera checkt dabei ständig die Ausrichtung der Nasenspitze (mit Maske geht es nicht).