BMW-Fans hatten es zuletzt nicht leicht: XXL-Nieren bei den meisten Modellen, der aktuelle 1er (F40) nur noch mit quer eingebauten Drei-/Vierzylinder-Motoren und ohne Hinterradantrieb. Und dann auch noch das sehr mutig designte Elektro-SUV BMW iX. Doch im Herbst 2022 wird ein echtes Highlight vorgestellt, das selbst die Oldschool-BMW-Fans versöhnlich stimmen dürfte: der neue M2 G87!

BMW hat dem neuen M2 eine eigene Internetseite spendiert. Neben einer Vorschau auf die Optik gibt es dort auch einen Hinweis auf die Motorisierung des Kompaktsportlers. Zudem ist nun klar, wann wir das Coupé zum ersten Mal ohne Tarnung zu Gesicht bekommen: Die Weltpremiere ist am 12. Oktober 2022. Die Markteinführung soll dann im April 2023 folgen. AUTO BILD zeigt, was bisher zum M2 bekannt ist!

Motor: Im neuen M2 könnten 490 PS möglich sein

Der neue BMW M2 kommt wieder mit Fahrspaß-Garantie! Da schon der alte M2 Competition 410 PS aus dem S55-Reihensechszylinder holte, wird der Nachfolger noch ein paar PS drauflegen.
Antriebsseitig steht fest, dass der G87 auf den neuen S58-Motor mit drei Liter Hubraum aus M3 und M4 setzt. Dort leistet er 480 PS in der normalen Version und 510 PS als Competition.
BMW M2
So stellt sich der AUTO BILD-Illustrator die neue Generation des BMW M2 vor.

Einen gewissen Respektabstand zu den größeren Brüdern hält der kommende M2 aber ein. Dennoch: In der Basisversion reißen bis zu 450 PS und maximal 550 Nm Drehmoment an den Hinterrädern. Geschaltet wird serienmäßig per Hand, optional gibt es die bekannte Achtgang-ZF-Automatik.
Einen Allradantrieb, wie er optional bei M3 und M4 angeboten wird, wird es wohl nicht geben. Als xDrive würde der leichtere M2 seinen großen Geschwistern vermutlich ordentlich in die Parade fahren und Marktanteile klauen.

Fahren: Gas geben im getarnten M2

AUTO BILD durfte im noch stark getarnten Prototyp die ersten Runden drehen. Bei hohem Tempo wirkt der M2 deutlich richtungsstabiler als sein Vorgänger, gleichzeitig bringt der kurze Radstand genügend Bewegung in die Hochachse. Den Sprint auf Landstraßentempo erledigt das Coupé in rund vier Sekunden, Schluss ist erst bei 280 km/h.
BMW M2 Prototyp Fahrbericht
Der M2 bleibt bei einer klassischen Abgasanlage. Optional gibt es aber auch M Performance Parts.
Diese Agilität bestimmt auch das spontane und trotzdem berechenbare Eigenlenkverhalten. Schlupf gehört dabei zur Gestik des M2. Das Einlenkverhalten zeigt noch etwas mehr Schärfe, nicht zuletzt dank der 275er-Reifen an der Vorderachse.
Auch die Reaktionen im Grenzbereich sind progressiver, die verstellbare Feder-Dämpfer-Abstimmung ist gelungen. Und der Sound des 450 PS starken Reihensechsers? Der bietet alles, von gleichmütig bis wütend. Wem also die neuen M3 und M4 zu teuer oder zu prollig sind, der sollte noch bis 2023 warten. Mehr gibt es in dieser Preisklasse nicht.

Design: BMW M2 mit ausgestellten Kotflügeln und vier echten Endrohren

Wie es sich für ein echtes M-Modell gehört, sind die Kotflügel des M2 weit ausgestellt, genau wie bei den Vorgängern M2 F87 und beim legendären 1er M Coupé. Am Heck gibt sich das Topmodell mittels Vierrohr-Auspuff zu erkennen. Dass es sich um vier echte Endrohre und keine Fake-Blenden handelt, ist beim M2 Ehrensache.
Erlkönig BMW M2
Die alles entscheidende Frage lautet: Für welche Nieren wird sich BMW beim M2 entscheiden?
Die viel diskutierte "Biber-Niere" soll die M-Versionen stärker von den normalen Modellen unterscheiden. Dagegen spricht allerdings das "normale" BMW 2er Coupé G42. Das Ausgangsmodell trägt zwar eine relative breite Doppelniere, anders als beim 4er ist sie aber nicht so hoch. Was den M2 betrifft, schürt das bei Kritikern der großen M-Nieren bestimmt Hoffnungen.
Auch einen Ausblick auf die M Performance Parts gewährt BMW M bereits. Offenbar lässt sich der Top-2er in Zukunft auch mit einem Spoiler am Heck und mit farbigen Felgen bestücken. Außerdem zeigt der getarnte Prototyp auch die aus M3 und M4 bekannte Performance-Abgasanlage, die die Endrohre schräg versetzt und übereinander anordnet.

Preis: Neuer BMW M2 wird teurer als der Vorgänger

Wenn der neue BMW M2 ab April 2023 beim Händler steht, dürfte er voraussichtlich eine Ecke teurer sein als der Vorgänger. Den gab es als 410 PS starken M2 Competition zuletzt ab rund 62.500 Euro. Vermutlich dürfte der Einstiegspreis des kommenden M2 bei ca. 65.000 Euro liegen.