Bildergalerie Porsche Taycan (2019)

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Porsche Taycan (2019): Premiere, Preis, Interieur, Reichweite

Alle Infos zum Porsche Taycan

Porsche bringt sein erstes voll elektrisches Modell auf den Markt. Der Taycan ist das erste Serienauto mit 800-Volt-Technologie.

Vorstellung: Das erste Auto mit 800 Volt

Premiere für Porsches erstes voll elektrisches Modell: Mit dem Taycan zeigen die Schwaben der Weltöffentlichkeit nun endlich das Auto, das sie seit 2015 mit ihrer Studie Mission E ankündigen. Der Taycan soll nicht nur Porsche für die Zukunft vorbereiten – in der gesamten Autobranche will der Hersteller als Pionier auftreten. Der Taycan ist das erste Serienfahrzeug, das mit 800 Volt Systemspannung arbeitet. Die bisherigen Top-Vertreter in der E-Branche setzen lediglich auf 400 Volt. Das soll der Fahrer vor allem beim Laden spüren: Innerhalb von 22,5 Minuten soll sich der Taycan unter Idealbedingungen von fünf auf 80 Prozent aufladen lassen. So neu das Antriebskonzept für Porsche auch ist, so klassisch bleibt die Produktbezeichnung. Auch wenn der Taycan als E-Auto keine Motor-Aufladung benötigt, bleibt Porsche bei der klassischen Nomenklatur Turbo und Turbo S. Sie bilden die beiden stärksten Varianten und sind bereits ab Marktstart der Baureihe verfügbar. Bestellstart ist ab sofort. Zur Markteinführung kostet der Taycan als Turbo 152.136 Euro und als Turbo S 185.456 Euro.

Taycan entsteht CO2-neutral

Die Buchstaben des Porsche-Schriftzugs sind aus echtem Glas gefertigt.

Die Produktion des Taycan hat Porsche bereits gestartet. Dafür wurden 1200 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Fertigung umgestellt. Der erste Elektro-Porsche entsteht nicht mehr in klassischer Fließbandarbeit, autonom fahrende Transportsysteme erlauben mehr Fertigungsschritte an einem Ort. Außerdem soll die gesamte Produktion CO2-neutral ablaufen, also unter Berücksichtigung einer ressourcenschonenden Fertigung. Ziel sei laut Porsche eine sogenannte "Zero-Impact-Factory", also eine Fabrik ohne Umweltauswirkungen.

Design: Ein reinrassiger Porsche

Der neue Taycan ist sofort als Porsche erkennbar, außerdem übernimmt er viele Elemente von der Studie Mission E. In der Frontansicht wirkt der Taycan breit und flach. Zu den Kotflügeln hin wölbt sich die Motorhaube wie bei den Baureihen 718 und 911. Die Scheinwerfer bilden abgerundete Rechtecke, die das Porsche-typische Tagfahrlicht in Vierpunkt-Grafik tragen. Unterhalb der Scheinwerfer sind Lüftungsschlitze angebracht, die bei Bedarf Luft in die Radkästen lassen und so der Aerodynamik in die Karten spielen soll. In der Seitenansicht ist der Taycan ebenfalls als Porsche zu erkennen. Die Dachlinie erinnert an den Panamera, allerdings ist der Taycan kürzer und besitzt eine steiler abfallende Motorhaube. Die Silhouette des E-Autos führt aber auch dazu, dass der Einstieg in die zweite Reihe erschwert wird. Wie von Porsche gewohnt, liegt der der optische Fokus vor allem auf dem Heck des Taycan. Hier finden sich ein Porsche-Schriftzug aus echtem Glas, ein durchgängiges Leuchtenband und ein dezenter Heckdiffusor.

Abmessungen: Kürzer als ein Panamera

Der Taycan ist 4,96 m lang und 1,97 m breit, der Radstand beträgt 2,90 m. Diese Werte sind bei beiden Modellen gleich. Anders sieht das bei der Höhe und der Spurweite aus. So ist der Turbo im Vergleich zum Turbo S drei Millimeter höher. Der Turbo S hat außerdem mit 1,69 Metern vorne und 1,66 Metern hinten eine um genau zwölf Millimeter schmalere Spur als der Turbo (vorne 1,70 m, hinten 1,67 m). Grund sind die unterschiedlichen Felgen- und Reifengrößen. Der Turbo setzt vorne auf Reifen in den Dimensionen 245/45 R 20, hinten 285/40 R 20. Beim Turbo S kommen Reifen im Format 265/35 ZR 21 (vorne) und 305/30 ZR 21 (hinten) zum Einsatz.

Innenraum: Alles Touch im Porsche Taycan

Ohne Knöpfe wirkt das Cockpit extrem aufgeräumt.

Auch im Innenraum setzt Porsche auf Hightech. Konventionelle Knöpfe gibt es hier lediglich am Lenkrad, für die Fensterheber und die Warnblinkanlage. Ansonsten wird hier alles per Touch gesteuert. Das neue, freistehende 16,8-Zoll-Kombiinstrument erinnert an vergangene Zeiten: Es übernimmt die Form klassischer Porsche-Cockpits, nur eben ohne Zeiger. Dafür sind die angezeigten Infos wie einst in den 60ern strukturiert. Porsche verpackt alles in gewohnter Rundarmaturenform. Das passt zum Gesamteindruck des Taycan – er ist modern, ohne übertrieben futuristisch zu wirken. Um das Display herum finden sich die Bedienung des Lichts und die Dämpfereinstellung. Die Touchflächen geben haptisches Feedback. Das 10,9 Zoll große Display fürs Infotainment bleibt im Taycan nicht alleine. Optional erhält auch der Beifahrer einen Bildschirm, über den er die Hauptfunktionen des Systems bequem bedienen kann. Die Klimaanlage wird wie bei Audi über einen Touchscreen bedient, der ebenfalls Rückmeldung beim Berühren gibt. Die Luftausströmer werden im Taycan nicht mehr mechanisch bedient, sondern virtuell. Auf dem Display kann der Luftstrom der einzelnen Düsen gesteuert werden. Klappen im Armaturenbrett lenken die Luft dann an die richtige Stelle.

Neue Porsche (bis 2021)

Das neue Bedienkonzept ist für Porsche gewöhnungsbedürftig, es passt aber zum futuristischen Charme des Taycan. Die Verarbeitung im neuen Porsche ist tadellos, die Sportsitze scheinen beim ersten Test neben sportlichem Charakter auch Langstreckenkomfort zu bieten. Das gilt sogar in der zweiten Reihe. Der Taycan ist der erste Sportwagen von Porsche mit vier Türen. Der Einstieg gestaltet sich zwar selbst für Normalgewachsene nicht leicht – erst mal Platz genommen, hat man aber erstaunlich viel Platz um die Beine herum. Grund dafür sind die sogenannten "Fußgaragen". Sie entstehen durch Aussparungen in den Akkus und bescheren den Passagieren mehr Beinfreiheit. Die Beine haben viel Luft zum Vordersitz, nur am Kopf wird es eng: Mit 1,80 m Größe stößt man schon fast am Dach an.

Ausstattung: Sportmodell mit richtigem Kofferraum

Das Topmodell Turbo S ist mit Felgen lieferbar, die an die Studie "Mission E" angelehnt sind.

Durch den Elektroantrieb bleibt im Taycan-Heck Platz für einen richtigen Kofferraum. Er fasst 366 Liter, laut Porsche gibt es damit Platz für "zwei Golfbags inklusive Driver". Auch vorne findet sich Porsche-typisch ein Staufach unter der Haube, es fasst 81 Liter. Passend zum alternativen Antrieb soll der E-Porsche auch das erste Fahrzeug der Marke werden, das eine komplett lederfreie Ausstattungsvariante erhält. Klassische Ledervarianten und eine nachhaltig gegerbte Option soll es aber ebenfalls geben. Neben klassischen Sitzen lassen sich im Taycan auch Sport- und Komfortsitze bestellen. Was die Assistenzsysteme angeht, bietet Porsche neben den von anderen Modellen bekannten "Innodrive"-Optionen auch einen neuen Assistenten an. Mit dem RECAS (Rear End Collision Alert System) sollen Auffahrunfälle auf das eigene Auto vermieden werden: Der Taycan misst permanent die Geschwindigkeit des Folgeverkehrs und warnt diesen, wenn nötig, durch das Aktivieren der Warnblinkanlage.

Fahrwerk: Dreikammer-Luftfeder ist Serie

Porsche setzt beim Taycan-Fahrwerk auf ein zentral vernetztes Steuerungssystem. Jeder Taycan kommt serienmäßig mit einer Dreikammer-Luftfederung. Sie stammt prinzipiell aus dem Panamera, wurde aber für den Taycan aufgrund der kleineren Bauräume eingekürzt – bei vollem Funktionsumfang. Für ein besonderes Fahrerlebnis soll die "Porsche 4D-Chassis Control" sorgen. Die Fahrwerksregelung analysiert und synchronisiert alle Fahrwerkssysteme in Echtzeit. Ebenfalls an Bord ist die elektronische Dämpferregelung "PASM" (Porsche Active Suspension Management). Optional für den Taycan gibt es die mechanische Wankstabilisierung "PDCC Sport" (Porsche Dynamic Chassis Control Sport). Porsche nutzt beim Turbo serienmäßig die "PSCB"-Bremse (Porsche Surface Coated Brake). Sie besteht aus mit Wolframcarbid beschichteten Graugussscheiben und Aluminium-Festsätteln. Optional gibt es die "PCCB"-Bremse (Porsche Ceramic Composite Brake). Hier kommen Carbon-Keramik-Bremsscheiben zum Einsatz. Im Turbo S sind sie Serie.

Batterie: Bis zu 450 km Reichweite im Taycan

Die Akkus im Boden sorgen für einen extrem niedrigen Schwerpunkt.

Als Stromspeicher dient dem Taycan ein 93,4 kWh großer Akku. Er soll beim Turbo für 450 Kilometer Reichweite sorgen, beim Turbo S sind es 412 km. Der Stromspeicher besteht aus 396 Pouch-Zellen, die zu 33 Zellmodulen zusammengefasst sind. Thermisch reguliert wird der Akku über einen klassischen Wasserkreislauf, der gekühlt oder beheizt werden kann. Mit ihm kann die Batterie für einen anstehenden Ladevorgang auch optimal vorkonditioniert werden. Das erlaubt die extrem kurze Ladezeit von 22,5 Minuten von fünf auf 80 Prozent bei Nutzung der 800-Volt-Technologie.
Auch während der Fahrt wird der Taycan durch Rekuperation regelmäßig teilgeladen. Die mögliche Rekuperationsleistung beträgt 265 kW und wird im Taycan vom Fahrer unbemerkt zum Bremsen benutzt. Laut Porsche haben Tests bewiesen, dass das für rund 90 Prozent aller Bremsvorgänge im Alltag reichen soll. Der Taycan bremst nicht automatisch ab, sobald man vom Gaspedal geht, wie das bei anderen E-Autos der Fall ist. Porsche koppelt die elektrische Verzögerung mit dem Bremspedal und generiert somit ein Fahrgefühl wie bei einem Auto mit Verbrennungsmotor.

Neue E-Autos (2019 bis 2024)

Sound: Spezieller E-Sound für den Porsche

Der Tacan erhält einen eigenen Elektrosound. Das hat zum einen etwas mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu tun, die seit Juli 2019 vorschreiben, dass unter 20 km/h Fußgänger gewarnt werden sollen. Zum anderen will Porsche den Fahrern eine akustische Rückmeldung über den aktuellen Fahrzustand geben. Der Sound ist nicht frei komponiert, sondern er wird an der E-Maschine abgenommen und zu einem angenehmen Klang modelliert. So gesehen kommt der Sound also direkt vom Motor. Im Turbo S Serie, im Turbo optional, macht der "Porsche Electric Sport Sound", den E-Auto-Sound nochmals markanter.

Antrieb: Zwei E-Antriebe sorgen für Vortrieb

Im Topmodell stehen bis zu 761 PS zur Verfügung. Der Launch-Control-Start ist beliebig oft wiederholbar.

Der Porsche Taycan kommt in den Varianten Turbo und Turbo S als Allradler zum Kunden. Der Antrieb funktioniert im E-Porsche ohne Kardanwelle, denn an jeder Achse gibt es einen Elektromotor. Spätere Einstiegsversionen könnten demnach auch mit reinem Hinterradantrieb angeboten werden. Die Schwaben setzen auf permanent erregte Synchronmaschinen. Sie bieten einen höheren Wirkungsgrad gegenüber Asynchronmaschinen. Der Wirkungsgrad wird auch durch die "Hairpin-Wicklung" der Statorspulen positiv beeinflusst. Hier kommt kein gewöhnlicher Kupferdraht zum Einsatz, sondern quadratische Kupferstäbe. Sie erlauben beim selben Bauraum mehr Kupfer im Motor als bei konventionellen Wicklungen.
Das Besondere beim Antrieb des Taycan ist, dass E-Maschine, Getriebe und Pulswechselrichter jeweils in einer kompakten Einheit zusammengefasst sind. Was den Bauraum betrifft, haben die Aggregate laut Porsche "die höchste Leistungsdichte auf dem Markt". An der Hinterachse ist neben dem Motor auch ein Zweigang-Getriebe verbaut. Es ist eine Porsche-Eigenentwicklung und verleiht dem Taycan aus dem Stand bessere Beschleunigungswerte, eine höhere Effizienz und eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h (elektronisch abgeregelt).
Beide Modelle, Turbo und Turbo S, liefern eine Dauerleistung von 625 PS. Die beiden Motorisierungen unterscheiden sich in ihrer Spitzenleistung beim Overboost: Der Turbo schafft 680 PS, der Turbo S 761 PS. Bei aktivierter Launch Control ist der Turbo damit in 3,2 Sekunden auf 100 km/h, der Turbo S braucht nur 2,8 Sekunden. Porsche betont, dass diese Leistung beliebig oft reproduzierbar sei.
Fazit von Andreas Huber: Der Taycan bedeutet für Porsche eine neue Ära. Trotz allem versuchen die Schwaben, sich treu zu bleiben. Beim Fahrwerk und der Verarbeitung will Porsche auf dem E-Markt zeigen, wer die Sportwagenkompetenz hat. Außerdem zeigen der Schritt zur 800-Volt-Anlage und die Eigenentwicklung des Zweiganggetriebes, wie wichtig Porsche das Thema in Zukunft sein wird. Wie das die Kunden annehmen? Man darf gespannt sein. Für mich ist der Taycan ein gelungenes Gesamtkonzept!

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