Trotz steigender Strompreise: Das Interesse an Elektroautos in Deutschland nimmt weiter zu. Während 2021 insgesamt knapp 356.000 rein batterieelektrische Vehikel (BEV) zugelassen wurden, waren es 2022 schon mehr als 470.000 neue Akku-Autos. Der Anteil an den Neuzulassungen wuchs von 13,6 Prozent in 2021 auf 15,6 Prozent 2022. Allein im Dezember 2022 wurden 104.000 neue E-Autos zugelassen, das waren mehr als Benziner und Diesel zusammen! Mit Absenken der Umweltprämie werden E-Autos zwar weniger stark subventioniert, doch die Zahlen dürften weiter steigen, die Elektromobilität gewinnt mit immer besseren Autos an Attraktivität.

Die besten E-Autos bis 48.000 Euro

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
Kia Niro EV
Mazda MX-30
Opel Corsa-e
Tesla Model 3
Toyota bZ4X

Die Auswahl an Modellen, Akkugrößen und Ladetechnik wird ebenfalls immer größer. Da wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Daher stellt AUTO BILD die 15 attraktivsten Elektroautos vor. Hier folgen die wichtigsten Infos: was sie können, was sie kosten und was sie besonders macht! (Alle Preisangaben im Artikel sind die der Hersteller, mögliche Förderprämien müssen abgezogen werden.)

▶︎ Kia Niro EV – Kosten-Nutzen-König

Schon die erste Generation des elektrischen SUV-Crossovers Kia Niro zeigte Top-Effizienz: Selbst im Winter kam das Fahrzeug auf einen Realverbrauch von unter 20 kWh je 100 km. Der Nachfolger nutzt dieselbe Plattform, ist aber etwas größer und hat viele Gestaltungselemente aus dem schickeren Kia EV6 übernommen, wie das Lenkrad.
Auch hat er einen etwas größeren Akku bekommen: 64,8 kWh Strom fasst der Energiespeicher. Gab es in der ersten Generation (ab 2018) noch zwei Leistungsstufen, bietet Kia den Niro EV jetzt ausschließlich mit 204 PS an. Der Kia Niro EV ist eines der sparsamsten E-Autos auf dem Markt.
Das koreanische SUV-Crossover lädt nicht rasant schnell, aber (im Preis-Leistungs-Verhältnis) mit akzeptablem Tempo: In zehn Minuten pumpt man mit maximal 72 kW Strom für bis zu 71 km in seinen Akku. Nach einer halben Stunde beträgt die Reichweite (nach WLTP-Norm) 213 km.

Laut WLTP-Norm bis zu 460 km Reichweite

Er fährt bis zu 167 km/h schnell und hat nach WLTP-Messnorm eine Reichweite von 460 km. Besonders komfortabel ist der serienmäßige One-Pedal-Modus. Dann lässt sich das Fahrzeug ausschließlich mit dem Gaspedal fahren; gebremst wird weitestgehend mit einem Handgriff am Lenkrad, der den Grad der Rekuperation steuert. Head-up-Display und Parkassistent sind optional.

Ein Auto, das einfach seinen Job macht

Die Abstimmung des Fahrwerks ist massentauglich: Weder zu hart noch zu anschmiegsam, ein Auto zum Gleiten. AUTO BILD-Kollege Hauke Schrieber nach der ersten Testfahrt mit dem Prototyp: "Der Wagen stellt einen nicht vor Herausforderungen, er funktioniert einfach." Der Kia Niro ist ein Auto, das einfach seinen Job macht.
Kia Niro EV (204 PS, 64,8 kWh-Akku, 460 km max. Reichweite); Listenpreis: ab 47.590 Euro
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▶︎ BMW iX – Topmodell aus Bayern

Das SUV ist knapp fünf Meter lang, 1,70 Meter hoch und rund 2600 Kilogramm schwer. Trotzdem soll das Topmodell dank bis zu 523 PS in weniger als fünf Sekunden von auf 100 km/h beschleunigen – und mit einer Batterieladung mehr als 600 Kilometer Reichweite schaffen.
Die Niere bleibt Geschmackssache, aber in Sachen Reichweite macht dem BMW iX so schnell keiner was vor.

Der BMW iX wurde als E-Auto entwickelt

Bis zu 630 Kilometer weit versorgt der Riesenakku (111,5 kWh brutto) das stattliche SUV mit Energie. Mit 4,95 Meter Länge ist das Technik-Aushängeschild der Bayern nur minimal länger als der Konzernbruder BMW X5.
Weil er ausschließlich als E-Auto entwickelt wurde, nutzt der iX den geringeren Platzbedarf von Motor, Getriebe etc. für ein sehr luftiges Innenraumkonzept.

Schnellladen: Der BMW wird mit bis zu 195 kW geladen

Curved Display, feine Materialien und beheizbare Oberflächen finden sich im Cockpit des BMW iX. Dazu verwöhnt er mit edlem Ambiente, dem nagelneuen Bediensystem iDrive und bis zu 195 kW Ladegeschwindigkeit.
An der OPC-Ladesäule gewinnt der iX viele Rennen: Seine maximale Ladeleistung beträgt bis zu 195 kW, das ist sehr schnell! In zehn Minuten stopft ein Schnelllader Energie für 167 km in den Akku, nach einer halben Stunde ist Strom für 350 Kilometer drin.

Sauber arbeitende Luftfederung

Der Fahreindruck: Außerordentlich leise rollt er selbst bei hohem Tempo. Dabei helfen Tricks wie eine Lage Schaumstoff im Reifeninneren. Sehr fein und mit reichlich Reserven arbeitet die Luftfederung.
Man muss sich allerdings konzentrieren, um das schwere wie breite Auto auf seinen 22 Zoll großen Rädern korrekturfrei über enge Landstraßen zu bugsieren.
BMW iX 40 xDrive (326 PS, 76,6 kWh-Akku, 425 km max. Reichweite); Listenpreis: ab 77.300 Euro
BMW iX 50 xDrive (523 PS, 111,5 kWh-Akku, 630 Kilometer max. Reichweite); Listenpreis: ab 100.100 Euro
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▶︎ Kia EV6 – eleganter Technologieträger

Der Kia EV6 lädt fast so schnell wie ein Porsche Taycan. Korea kann Elektro! Kona und Co haben es bereits bewiesen, der Kia EV6 kommt auf einer neuen E-Plattform E-GMP vom Mutterkonzern Hyundai.
Die Technik beeindruckt mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit: Dank 800-Volt-System bringt der EV6 seinen Akku in 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent Ladestand – anders gesagt: man lädt 100 Kilometer Reichweite in ganzen viereinhalb Minuten.
Auf 4,68 Meter Länge ist der EV6 eher höhergelegter Shooting Brake als SUV. Es gibt mehrere Antriebsvarianten: Hinterrad- oder Allradantrieb, mit 58 oder 77,4-kWh-Batterie, mit 170 bis 585 PS Leistung und mit bis zu 528 Kilometer Reichweite.
Kia EV6
Der Kia EV6 überzeugt neben seiner Optik vor allem damit, dass er irre schnell laden kann.
Fahreindruck von AUTO BILD-Redakteur Andreas May: "Dass so ein Zwei-Tonnen-Koloss sich so handlich und nahezu ohne Wankbewegungen durch die Kurve scheuchen lässt, erstaunt immer wieder. Sie haben alles am EV6 straff ausgelegt, Fahrwerk, Lenkung, im Sportmodus auch die Gaspedal-Kennlinie. Wenn du es darauf anlegst, kommt dir das Auto in jeder Situation eine Nummer kleiner vor." 

Im Innenraum bietet der Kia jede Menge Platz

Gar nicht so klein dagegen das Platzangebot im Innenraum: 2,90 Meter Radstand! Davon profitieren vor allem die hinteren Passagiere, sie können die Beine über Kreuz schlagen, ihr Handy via Kabel mit dem Vordersitz oder der Mittelkonsole verbinden oder die 220-Volt-Steckdose nutzen. Sechs Ladebuchsen haben wir gefunden.

Per Steckdose dient der EV6 als Stromquelle

Zur Not betreibt der EV6 auch ein Elektrogerät oder lädt das E-Bike: Per Steckdosen-Adapter dient der EV6 als Stromquelle. Einfach einen Adapter in die Ladebuchse, und die Draußen-Stromversorgung steht – diesen Service bietet allerdings nur die teuerste Ausstattungsstufe.
Beim Laden macht sich die Technologie der jüngsten Generation positiv bemerkbar: Bis zu 180 kW Ladeleistung ist möglich. Hängt der EV6 an einer entsprechend potenten DC-Ladesäule, füllt sie in zehn Minuten Energie für 166 km in seinen Akku. Nach einer halben Stunde beträgt die Reichweite 330 km.
Andreas May urteilt: "Der neue Kia EV6 ist kein Sonderangebot, aber sein Angebot ist Sonderklasse. Er lädt doppelt so schnell wie die VW-Konkurrenz, fährt sportlich-straff, hat richtig viel Platz. Das derzeit beste E-Auto in dieser Preisklasse." Listenpreis: ab 63.990 Euro
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Kia EV6 mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Mercedes EQS – S-Klasse mit E-Power

Neben der technischen Basis fährt Mercedes mit dem EQS auch optisch neue Wege. Langer Radstand, kurze Überhänge und eine beinahe schon vanartige Dachlinie. Lautloser Luxus! Der Mercedes EQS ist der neue Maßstab bei den E-Autos. Und was die S-Klasse kann, will der EQS-Kunde natürlich auch haben.

Der Daimler begeistert als Premium-Flaggschiff

Unterm Kuppeldach erwartet daher jede Menge Komfort die Passagiere des 5,22-Meter-Premium-Flaggschiffs, im Cockpit beeindruckt unter anderem die Displaylandschaft mit 1,41 Meter Breite.
Dazu der rekordverdächtige Luftwiderstand: Mit einem cw-Wert von 0,20 lutscht der stromlinienförmige Mercedes bis zu 768 Kilometer Reichweite aus seinem 107,8-kWh-Akku.
An der Front zeigt sich das mittlerweile bekannte "EQ-Gesicht" mit angedeutetem Grill, an den sich die Scheinwerfer nahtlos anschließen.

Mercedes EQS 580 4Matic
Was die S-Klasse kann, das erwartet die anvisierte Kundschaft auch vom Mercedes EQS.

Auch bei der Ladeleistung führt Elektro-S-Klasse

Bis zu 200 kW Ladeleistung schafft der EQS. Damit liegt er zwar noch 20 Prozent unter dem aktuellen Model S von Tesla, ist aber im Vergleich zu vielen anderen Elektroautos voll auf der Höhe. Umgerechnet auf zehn Minuten bedeutet das eine Reichweite von 175 km. Nach 30 Minuten am OPC-Schnelllader fährt der EQS wieder 441 km weit.
Hier die Fahrerfahrung von AUTO BILD mit dem EQS 580: Er fährt sich geschmeidig, geradezu spielerisch. Die Hinterachse lenkt um zehn Grad mit, was den mehr als 2,5 Tonnen schweren Brummer leichtfüßig um Kurven eilen lässt.
Trotz des hohen Leergewichts ist der EQS zu schnellen Sprints fähig. In 4,3 Sekunden beschleunigt der allradgetriebene EQS 580 mit 524 PS und 855 Nm aus dem Stand auf 100 km/h; der auf Reichweite optimierte EQS 450+ braucht 6,2 Sekunden. Beide Varianten werden bei 210 km/h abgeregelt.

Preislich spielt der EQS in der höchsten Liga

Mit Drive-Pilot-System läutet er die nächste Stufe des automatisierten Fahrens ein! Und klar, preislich spielt er auch in der höchsten Liga.
Mercedes EQS 450+ (333 PS, 107,8 kWh-Akku, 768 km max. Reichweite; Listenpreis: ab 109.551 Euro)
Mercedes EQS 580 4Matic (524 PS, 107,8 kWh-Akku, 671 km max. Reichweite; Listenpreis: ab 141.705 Euro)
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▶︎ Hyundai Ioniq 5 – ein Designerstück

Auch der Markenbruder des Kia EV6 beeindruckt mit ausgefallenem Design und auf Wunsch mit Performance. Er lädt ebenso blitzschnell wie sein Plattform-Kollege, bei ihm stehen auch zwei Batterien (58 und 72,6 kWh) und Leistungsstufen von 170 bis 305 PS zur Auswahl.
Auf dem Bild wirkt er fast wie ein Kompakter à la VW Golf, live fällt der 4,63-Meter-Stromer deutlich größer aus. 

Der Hyundai Ioniq 5 ist intelligent gemacht

Zu den herausragenden Eigenschaften des Ioniq 5 zählt seine intelligente Machart. Der flache Wagenboden und die locker arrangierte Mittelkonsole bereiten ein tolles Raumgefühl, die Sitze sind üppig gebaut und weich gepolstert.
Das Cockpit wirkt dank der zwei großen Bildschirme modern, luxuriös und eigenständig gleichzeitig. Auch Ladung geht ordentlich rein: 527 bis 1587 Liter fasst der Kofferraum, unter der Motorhaube findet sich noch ein kleines Staufach mit 57 Litern (24 Liter bei Allrad-Modellen).

Hyundai Ioniq 5
Der Hyundai Ioniq 5 überrascht mit abgefahrenen Details, zum Beispiel einem optionalen Solardach.

Dazu baut Hyundai Details ins Auto ein, die sonst eher selten sind: Im digitalen Fahrerdisplay helfen Videobilder, den toten Winkel abzudecken; dank 230-Volt-Steckdose lässt sich der Laptop aufladen und lassen sich kleine Elektrogeräte betreiben. Auf Tastendruck im Schlüssel (Aufpreis) rangiert das Auto ebenso lautlos wie eigenhändig aus engen Parklücken heraus.
Sogar ein optionales Solardach wird angeboten, laut Hyundai holt es im Jahr bis zu 2000 Kilometer Extra-Reichweite aus der Sonne. Der Hyundai lädt fast so schnell wie ein Tesla, mit maximal 230 kW. Das bieten aktuell nur wenige OPC-Charger, z.B. Ionity, Allego und die Tesla-Supercharger, die bereits für Fremdmarken geöffnet sind.

Das Testurteil zum Elektro-Hyundai

Urteil von AUTO BILD-Tester Jan Horn: "Als Elektroauto sehr ordentlich, dazu gibt es souveräne Fahrleistungen. Dank 800 Volt Spannung im System ist der Hyundai sehr schnell aufgeladen. Kleine Schwächen im Umgang macht er über Originalität wieder wett."
Preislich fällt der Ioniq 5 günstiger aus als der BMW iX: ab einem Listenpreis von 64.900 Euro ist der Hyundai zu haben!
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▶︎ Audi Q4 e-tron – Premium-SUV

Elektro-Mobilität mit vier Ringen? Das bietet derzeit der Q4 e-tron! Er basiert auf dem VW-Elektrobaukasten MEB und fällt mit 4,59 Meter Länge nicht unbedingt klein aus. Im Fond kommt der große Radstand vor allem der Beinfreiheit zugute. Sie liegt in etwa auf dem Niveau eines aktuellen Q7. Das bedeutet für die zweite Reihe Langstreckenqualität.

Technik-Brüder: Audi Q4 e-tron, Skoda Enyaq iV und VW ID.4

Noch etwas schicker ist der Q4 e-tron als Sportback mit flachem Heck, kostet dann allerdings 2000 Euro Aufpreis und hat weniger Kofferraumvolumen. Der Q4 e-tron ist weitgehend identisch mit VW ID.4 und Skoda Enyaq iV. Das Cockpit wirkt sehr technisch, was nicht zuletzt am neuen Audi-Lenkrad liegt. Der Pralltopf trägt erstmals die Audi-Ringe in 2D-Optik.
Dafür können beide Karosserie-Varianten auch schnell, die Topversion 50 quattro sprintet in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 km/h – bei maximal 180 km/h wird aus Reichweite-Gründen abgeregelt.
Und auch beim Laden sprintet der Q4 e-tron: Mit bis zu 135 kW Ladeleistung werden die Pausen am Schnelllader kurz. Zehn Minuten an der Leistung bringen 127 km Reichweite, nach einer Stunde sind es 261 km.

Audi Q4 e-tron überrascht beim Fahren

Zwei Akkugrößen (55 und 82 kWh) sind erhältlich, ebenso Hinterrad- und Allradantrieb sowie vier Leistungsstufen (170 bis 299 PS) und bis zu 534 Kilometer Reichweite. Wie er fährt? Er wiegt bereits ohne Gepäck und Menschen an Bord über zwei Tonnen, ist aber dennoch wendig wie ein Kleinwagen.
Das Gewicht des größeren Akkus (rund 500 Kilogramm!) verteilt sich flach und sorgfältig ausgebreitet am Bodenblech des SUV. Entsprechend fahrstabil fühlt sich der Q4 an. Zugleich federt das Auto (auch dank der optionalen Stoßdämpferregelung) so sanft, satt und gleichmütig wie eine dicke Reiselimousine.
Fazit von AUTO BILD-Tester Jan Horn: "Eine Mischung aus Raumwunder und Sprint-Überraschung – der Q4 e-tron ist gelungen. Er fährt sich tadellos." Listenpreis: ab 51.900 Euro
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▶︎ Skoda Enyaq iV – preiswertes E-SUV

Der Skoda Enyaq ist eines der klügsten E-­Autos. Mit klasse Design, ordentlich Platz und angenehmen Fahreigenschaften. Der tschechische Raumgleiter! Natürlich ist er vor allem praktisch, folgt damit ganz der Markenphilosophie aus dem Hause Skoda und glänzt mit viel Raum.
Mit Abmessungen von 4,65 Meter Länge und 1,88 Meter Breite fährt das E-SUV zwischen Karoq und Kodiaq.

Skoda in vier Antriebsstärken verfügbar

Typisch für ein Elektroauto sind der lange Radstand von fast 2,8 Metern und die extrem kurzen Überhänge. Vier Antriebsstärken (148 bis 265 PS) und drei Akkugrößen (55, 62 und 82 kWh) bietet die VW-Tochter an. Die schwächeren Motoren müssen sich allerdings auch mit den kleinen Energiespendern zufriedengeben.
Der Top-Akku schafft bis zu 536 Kilometer Reichweite. Die Ladeleistung beträgt – anders als beim Audi-Schwesterschiff – nur 125 kW, aber das langt für ordentliches Tank-Tempo. In zehn Minuten füllt man 112 km in den Akku, nach einer halben Stunde sind es 261 km.

Skoda Enyaq iV 80
Typisch Skoda: Die Tschechen bieten mit dem Enyaq ein besonders vernunftbetontes E-Auto an.

Clevere Skoda-Extras

Clevere Extras (wie z. B. Regenschirme in den Vordertüren) haben alle an Bord. Das Cockpit wirkt sehr luftig und ist aufgeräumt. Das Tacho-Display ist allerdings recht klein. Wer mehr Fahrinformationen im Blickfeld haben will, muss das Head-up-Display ordern (im Paket Infotainment Plus für 1590 Euro).
Praktisch: Die Heckscheibe steht vergleichsweise steil, was zu einem gut nutzbaren Kofferraum beiträgt. Wer eine flach abfallende Dachform bevorzugt: Den Enyaq gibt's auch als Coupé.
Der Skoda Enyaq ist im Volkswagen-Dreigestirn (mit VW ID.4 und Audi Q4 e-tron) das Elektromodell für Rechner. Er bietet das größte Platzangebot, der Einstiegspreis lockt. Ab einem Listenpreis von 48.900 Euro ist der Enyaq iV zu haben.
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▶︎ Mazda MX-30 – hochwertiges Kompakt-SUV

Der zweitkleinste Kandidat in dieser Runde – und der Mazda MX-30 macht viel anders als die anderen. Er bietet einen coolen Innenraum mit ausgefallenen Materialien (Kork, nachhaltige Textilien) und gegenläufig öffnende Hecktüren.
Doch das Türkonzept ist speziell – und erleichtert nicht unbedingt den Alltag. Vor allem in engen Parklücken ist man schnell zwischen den Türen eingepfercht.

Der Mazda kann Alltag am besten

Mit dem kleinen Akku (35,5 kWh) sorgt der MX-30 dafür, dass das Heimweh nach dem Wohnort nicht zu groß wird – die Reichweite beträgt maximal 200 Kilometer. Die Ladeleistung muss bei einem Mini-Akku nicht gewaltig sein, und richtig beträgt sie beim MX-30 nur 50 kW. Eine Messung vom ADAC ergab: Von 0 auf 80 Prozent dauerte es minimal 45 Minuten.
Stattdessen empfiehlt er sich als cleverer Begleiter im Alltag, kurvt kompakt in die meisten Parklücken und bietet Saft genug für City und kürzere Entfernungen.

Mit 145 PS ist der MX-30 gut bedient

Der Akku ist übrigens absichtlich klein ausgelegt, sagt Mazda. Weniger Batteriezellen-Produktion schone die Umwelt. Das Reichweiten-Problem löst im Mazda MX-30 REV ein benzinbetriebener Wankelmotor als Mini-Kraftwerk an Bord. Heißt Range Extender, hatte BMW auch mal im i3.
Das mittige Display fällt etwas klein aus, dafür gefallen die intuitive Bedienung und die Materialien. Derzeit ist nur eine Antriebsstärke verfügbar, mit 145 PS ist der kleine Stromer aber gut bedient. Listenpreis: ab 39.990 Euro. Und abzüglich der E-Auto-Förderung gibt's ihn schon für weniger als 34.500 Euro.
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Mazda MX-30 mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Smart EQ fortwo – idealer Cityflitzer

Nicht mal 40 Kilometer fährt der Durchschnittsdeutsche im Schnitt pro Tag Auto. Der Weg zur Arbeit und zurück beträgt im Normalfall weniger als die Hälfte. Strecken, wie geschaffen für den Smart EQ fortwo.
Wie kaum ein anderes Auto bietet sich der Zweisitzer mit seinem 60-kW-Elektromotor als effizient stromerndes Stadtmobil an. Längere Reisen lässt der Mini-Akku mit 16,7 kWh (offizielle Reichweite 159 Kilometer, in der Realität eher 120) nicht zu. Und die Ladeleistung ist – offen gestanden – ein Witz: maximal 22 kW sind möglich, und das kostet sogar noch 990 Euro Aufpreis.
 
Smart EQ Fortwo
Der Smart EQ fortwo ist in puncto Abmessungen und Fahrverhalten ideal für den Großstadt-Dschungel.
Leergewicht eine Tonne, Heckantrieb, sofort anliegendes Drehmoment von 160 Nm – da fühlt sich das Fahren sogar sportlich an. Trotz des kurzen Radstands gibt sich der Smart EQ fortwo fahrsicher, selbst bei Höchsttempo bleibt er stabil und handlich.
Und sogar im Stehen spielt der City-Flitzer seine Stärken aus – wenn eine Mini-Lücke am Straßenrand zum Parken genutzt wird.

E-Smart glänzt mit geringer Mängelquote beim TÜV

Übrigens: Bei einer TÜV-Analyse schnitt der Smart fortwo Electric Drive mit einer Mängelquote von 3,5 Prozent unter vier gecheckten Elektroautos am besten ab.
Und die Ausstattung? In der Version "prime" zieren das kompakte E-Auto Annehmlichkeiten wie schwarze Lederbezüge mit Ziernähten, elektrische Außenspiegel und eine Klimaautomatik.
Auch die Sitzheizung sowie 16-Zöller im 8-Y-Design gehören zum Serienumfang – alles Dinge, mit denen man in einem kleinen Elektrofahrzeug nicht rechnet.
So üppig ausgerüstet, kostet der Smart EQ fortwo prime laut Preisliste mindestens 24.740 Euro. Allerdings gehen davon noch 6750 Euro Umweltbonus ab.
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Smart EQ fortwo mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Tesla Model 3 – das meistverkaufte E-Auto der Welt

Kein anderes Elektroauto erfreut sich weltweit solcher Beliebtheit wie der Tesla Model 3. Mit mehr als einer Million verkaufter Exemplare ist der kleine Tesla das meistverkaufte Auto mit batterieelektrischem Antrieb.
Seit 2019 fährt das Model 3 durch Deutschland. Typisch Tesla: Das Model 3 besticht mit minimalistischem Design, modernster Technik und einer großen Reichweite.

Mindestens 43.990 Euro sind für den Tesla fällig

Los geht es in der Basisversion mit einem 325 PS starken E-Motor an der Hinterachse und 491 Kilometer Reichweite nach WLTP. Für diese Variante müssen aktuell 43.990 Euro angelegt werden – Tesla hat aktuell den Preis reduziert, so dass das Basismodell Umweltprämien-förderfähig ist.
Das Topmodell "Performance" verteilt bis zu 510 PS an alle vier Räder. Wer diesen Tesla Model 3 haben will, muss nun 60.990 Euro hinblättern.
Doch viel teurer wird es nicht, die Liste der Ausstattungsmöglichkeiten ist kurz. Die Lackierung, die Innenraumfarbe, die Felgen und ein erweiterter Autopilot können bestellt werden. Das war's.
Und was bekommt man für sein Geld? Der Tesla schnitt im Test bei AUTO BILD durchweg positiv ab und holte im Crashtest volle fünf Sterne.

Diese Updates bekam das Model 3

2022 gab es einige Updates am Model S an: ein leistungsstärkerer Prozessor fürs Infotainment, eine Lithium-Ionen-Batterie fürs 12-Volt-System, eine Heckscheibe mit Akustikverglasung und ein sogenanntes "Superhorn" – Hupe, Alarmanlage und Außenlautsprecher arbeiten jetzt kombiniert.
Die Ladeleistung liegt – anders als erwartet – "nur" bei 170 kW. An einer OPC-Schnellladesäule füllt man seinen Akku damit in zehn Minuten mit 160 km zusätzlicher Reichweite, nach einer halben Stunde sind es 350 km. Listenpreis: ab 43.990 Euro
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Tesla Model 3 mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Opel Corsa-e – viel mehr als nur ein Elektro-Kleinwagen

Der Opel Corsa-e fällt positiv auf, indem er gar nicht auffällt. Der kleine E-Opel ist kein spaciges Raumschiff. Im Gegenteil: Verbrenner und Elektro-Version kann man – zugespitzt gesagt – von außen praktisch nur am fehlenden Auspuff unterscheiden. Das ist eine Wohltat für jeden potenziellen E-Mobilisten, der sich mit der Optik eines BMW i3 einfach nie anfreunden konnte.

Flink unterwegs: der elektrische Corsa

Beim Fahren erfreut der elektrische Corsa mit sportlichem Talent. Der Schwerpunkt ist sechs Zentimeter niedriger als beim Verbrenner und die Karosserie 30 Prozent steifer.
Dazu kommen die zusätzlichen Kilos durch den Akku. So aufgestellt flitzt der E-Corsa herrlich flink um die Ecken. Seine 136 PS sorgen für ordentlich Schub. Im "Eco"-Modus (82 PS) bleibt er zudem nah dran am von Opel angegebenen Verbrauch.
Zurück in den Akku kommt die Energie mit bis zu 100 kW Ladeleistung. An einer Schnellladesäule holt sich der Corsa-e somit in zehn Minuten Energie für 70 km. Nach 30 Minuten sind es 186 km.

Vergleich des Corsa-e mit den Verbrenner-Brüdern

Zwar ist der Kofferraum Klar, im direkten Vergleich mit den Verbrenner-Brüdern kleiner, und sein Gewicht ist höher. Doch im direkten Vergleich spach alles für den E-Corsa. Listenpreis: ab 33.895 Euro
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Opel Corsa-e mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Volvo XC40 Recharge – der fährt bemerkenswert entspannt

Wer zum ersten Mal vor dem Volvo XC40 Recharge steht, muss sich bei 1,86 Meter Breite und 1,65 Meter Höhe erst mal klarmachen, dass es sich um das kleine SUV der Schweden handelt. Die Türen haben klassische Bügelgriffe und geben beim Schließen ein sattes "Plopp" von sich. Ganz so, wie man es von einem Volvo erwarten würde.
Die große Stunde des XC40 Recharge schlägt, wenn man ihn ganz lässig im Ein-Pedal-Modus durch Stadt und Land bugsiert. Dabei wird man so angenehm entschleunigt, dass man sich fragt, warum es noch kein cleverer Marketingtexter zu Wellness während der Fahrt hochstilisiert hat. Dazu passt die sicherheitsbetonte Abstimmung. Sie macht den Volvo zu einem ganz gemütlichen Zeitgenossen.

Komplett vegan ausgekleideter Innenraum

Was die Ausstattung angeht, wird einiges geboten. Das Highlight für Freunde der Nachhaltigkeit: Volvo verzichtet bei der Auskleidung des Innenraums komplett auf tierische Rohstoffe! Dafür gibt es einen erhobenen Daumen. Zumal die 950 Euro teure Ledernachbildung den hochwertigen Eindruck nicht schmälert.
Ausbaufähig: Bei winterlichen Temperaturen blieb der 231 PS starke XC40 Recharge mit Frontantrieb deutlich unter der angegebenen Reichweite von 400 Kilometern. Bei der Ladeleistung liegt bei maximal 150 kW – ein guter Wert. Listenpreis: ab 47.500 Euro
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Volvo XC40 Recharge mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ VW ID.Buzz – Hommage an den Ur-Bulli mit modernen Qualitäten

Im September 2022 wurden die ersten Exemplare des VW ID.Buzz in Europa ausgeliefert. Der E-Bulli orientiert sich mit seinen kurzen Überhängen, der Zweifarblackierung und dem großen Front-Logo am Sympathieträger VW T1.
Erfreulich: Die Fensterflächen sind groß. Das sollte der Übersichtlichkeit zuträglich sein. Zusätzlich zum familienfreundlichen Kombi wird es eine Lastversion namens "Cargo" geben.

Der Buzz ist ein typischer ID-VW

Im Vergleich fällt der ID.Buzz kürzer und niedriger aus als der VW T7. Der Einstieg ist angenehm hoch. Wer schon mal einen Wagen der ID-Familie von VW gefahren ist, findet sich im Innenraum ohne Probleme zurecht.
Beispiel: Es wird es auch im ID.Buzz das aktuelle Multifunktionslenkrad mit Touchflächen geben. Im Fond des ID.Buzz sitzt es sich wie in einem Mini-Van. Der Kofferraum ist üppig dimensioniert.

VW ID.Buzz schafft bis zu 450 Kilometer Reichweite

Bei einer ersten längeren Testfahrt überraschte der ID.Buzz mit seinem elf Meter kleinen Wendekreis. Der 77-kWh-Akku im Wagenboden soll für 400 bis 450 Kilometer Reichweite gut sein. Die Ladeleistung liebt bei 170 kW.
In der Praxis muss man davon wahrscheinlich 20 Prozent abziehen. Aber dann ist der Wert noch immer sehr ordentlich. Das Fahrwerk ist stimmig abgestimmt, der ID.Buzz schwebt sanft über den Asphalt. Listenpreis: ab 64.581 Euro
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VW ID.Buzz mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ Toyota bZ4X – eckiges, elektrisches Kompakt-SUV

2050 will Toyota CO2-neutral sein. Dafür reichen die bewährten Hybridmodelle nicht aus. Also kommt jetzt die elektrische Submarke bZ. Das steht für "beyond zero" und soll das Ziel der lokalen Emissionsfreiheit zeigen. Der erste Ableger der neuen Marke heißt bZ4X.
Der bZ4X ist Toyota-typisch eckig gezeichnet und hat ungefähr das Format des RAV4. Die Entwicklung fand gemeinsam mit Subaru statt. Innen wartet auf den potenziellen Eigner ein futuristisches Cockpit mit einem eckigen Lenkrad im Tesla-Stil (ab 2023) und einem Digitaldisplay.

"Over-the-Air"-Updates und erst mal zwei Motorisierungen

Das engmaschige Netz aus Toyota-Assistenten hat einige neue Funktionen zu bieten und soll damit noch mehr Schutz bieten. Um stets auf dem neuesten Stand zu sein, verbessert sich die Software an Bord via "Over-the-Air"-Updates regelmäßig selbst.
Zunächst wird es zwei Antriebsversionen geben, eine mit Front- (204 PS) und eine mit Allradantrieb (218 PS). Beide ziehen ihren Strom aus einem 71,4 kWh großen Akku. Macht laut Hersteller abhängig von der Motorisierung mehr als 450 Kilometer Reichweite. Mit einer Ladeleistung von 150 kW liegt der bZ4X im mittleren Bereich. Listenpreis: 47.490 Euro
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Toyota bZ4X mit Ersparnis bei Carwow

▶︎ MG5 Electric  der erste Elektro-Kombi

Der erste richtige Elektro-Kombi kommt aus China: Der MG5 Electric bietet viel Platz und bis zu 400 Kilometer Reichweite. Der eigentliche Hit ist aber der Preis: Inklusive Prämie gibt es den Chinesen schon zum Listenpreis ab 28.920 Euro.
Klar, perfekt ist der MG nicht. Die Rückbank ist zu tief positioniert, und die hinteren Passagiere müssen die Beine ziemlich anwinkeln. Mit 87 kW kann maximal geladen werden. Das ist im Vergleich mit dem aktuellen Stand der Technik kein Hit. Schnellladen geht nicht ganz so schnell beim MG5, die Ladeleistung liegt mit bis zu 87 kW eher im unteren Drittel. In zehn Minuten kommt dabei Energie für 77 km in den Stromspeicher, nach 30 Minuten sind es 202 km.
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MG5 Electric mit Ersparnis bei Carwow
Aber der MG sieht gefällig aus und ist alles andere als schlecht verarbeitet. Die Bedienung wurde logisch und übersichtlich gestaltet. Die Straßenlage geht in Ordnung und passt gut zum grundsätzlich gemütlichen Wesen des MG. Und das für den Preis ...

Von

Raphael Schuderer