Bildergalerie Ford Mustang Mach-E (2020)

Bildergalerie Ford Mustang Mach-E (2020)

Ford Mustang Mach-E (2020): Test, SUV, Elektroauto, Preis, Marktstart, Abmessungen, Motor, Akku, Reichweite

Außen Mustang-SUV, innen Tesla!

Ford bringt ein Mustang-SUV mit E-Antrieb auf den Markt. Der Innenraum des Mustang Mach-E erinnert stark an Tesla. Alle Infos und erste Sitzprobe!

Eine Verneigung vor dem Mustang

Die Form der Fenster zitiert den klassischen Mustang-Sportwagen.

Aus dem Mustang wird ein SUV mit Elektroantrieb? Das klingt wie der Albtraum aller Fans des Kult-Sportwagens. Ford hat es trotzdem getan. Das Ergebnis heißt Mustang Mach-E und ist eher eine Verneigung vor dem eigentlichen Mustang: Statt das Auto einfach nur hochzulegen und ihm einen E-Antrieb zu verpassen, zitiert das SUV typische Mustang-Attribute. Das zeigt am auffälligsten die Front: Die typische gewölbte und leicht nach unten gebogene Haube, die Lichtsignatur mit den drei Balken und auch das längliche Zierlement, das bei konventionellen Autos den Grill beherbergen würde – das sieht alles stark nach Mustang aus. Damit die typische Mustang-Fensterlinie und das coupéhaft abfallende Dach optisch zwar da sind, das Ganze aber nicht den Platz auf der Rückbank schmälert, entschied man sich für einen optischen Trick: Eine Zweifarblackierung in Rot/Schwarz sorgt für den gewissen Coupé-Charakter und verschleiert gleichzeitig die eigentlichen Ausmaße des Autos. Mit dem typischen Mustang-Muskel und ebenfalls im Drei-Balken-Design gehaltenen 3D-Rückleuchten geht es an Flanke und Heck weiter mit den Muscle-Car-Anleihen.

Abmessungen, Marktstart und Preis

Obwohl er auf den ersten Blick extrem imposant wirkt, ist der Mach-E in Länge und Breite sogar kleiner als der Sportwagen. Mit 4,71 Metern ist er ganze acht Zentimeter kürzer, bei der Breite (1,88 Meter) sind es drei Zentimeter weniger. Nur die Höhe legt natürlich zu, und zwar auf 1,60 Meter: Das sind moderate 22 Zentimeter mehr. Zu den Händlern rollt der Ford Mustang Mach-E Ende 2020, das Topmodell GT Performance mit 465 PS kommt sogar erst 2021. Interessierte können sich das Elektro-SUV aber bereits online reservieren. Die Preise für den Ford Mustang Mach-E beginnen bei 46.900 Euro.

Innen wie ein Tesla

Bereits beim Öffnen der Tür gibt es die erste Überraschung: Das SUV hat keine konventionellen Türgriffe, stattdessen öffnen sich die Wagenschläge auf Knopfdruck und springen dann ein Stück raus. An der Fahrertür leuchtet außerdem ein Touchfeld mit Nummern auf – ein kluges Gadget, denn wenn man aus irgendwelchen Gründen seinen Schlüssel lieber nicht mitnehmen möchte, kann man das Auto auch mit einem Code ver- und entriegeln. In den USA haben diese Lösung bereits einige Autos, hoffentlich bietet Ford das auch bei uns an.

Das Tesla-mäßige 15,5-Zoll-Hochkant-Display ersetzt die meisten Knöpfe.

Das Innere des Mustang-SUVs ist komplett neu gestaltet und zunächst ungewohnt. Zuerst springt das Tesla-mäßige 15,5-Zoll-Hochkantdisplay ins Auge, das die Aufgaben übernimmt, die bisher Knöpfe in Ford-Modellen hatten. So lassen sich Radio, Klimaanlage, der Frunk (Front-Kofferraum) und sogar die Fahrmodi über das Display steuern – das erinnert schon sehr an Tesla. Ein Drehschalter der unten mittig am Display angebracht ist, passt die Lautstärke an und dient als "Anker", um sich auch während der Fahrt auf dem Display zurechtzufinden. Auch wenn wir es noch mit einem Vorserien-Fahrzeug zu tun haben, reagiert das System schnell, die Bedienung ist intuitiv. Natürlich ist auch der Tacho im Mach-E digital. Ein schmales, waagerechtes Display hinter dem typischen Mustang-Lenkrad zeigt Ladezustand, Geschwindigkeit und andere Informationen. Licht, Fensterheber und Parkbremse werden nach wie vor über Knöpfe bedient, die Fahrstufen über einen Drehregler ausgewählt.
Auf der Rückbank überrascht vor allem die Beinfreiheit – Platz, der durch den fehlenden Verbrenner und seine dazugehörige Technik geschaffen wurde. Auch nach oben ist angemessen Raum, mit dem Panoramadach unseres Fotoautos entsteht direkt ein luftiger Eindruck, den man dem Mach-E von außen gar nicht zugetraut hätte. Weil der Motor im Bug entfällt, hat das SUV vorne Platz für den sogenannten Frunk, eine Art Extra-Kofferraum mit 100 Litern Fassungsvermögen. Ähnlich wie die Kofferraumwanne im kleinen SUV Puma besteht das Ablagefach im Mustang Mach-E aus Plastik und ist dank Ablauf sogar ausspülbar. Der normale Kofferraum im Fond fasst 402 Liter. Wer die Rücksitze umlegt, bekommt nicht nur eine ebene Ladefläche, sondern auch 1420 Liter Laderaum.

Mitfahrt: Ein bisschen wie im Düsenjet

Im 465 PS starken Topmodell GT Perfomance kommt ein bisschen Düsenjet-Feeling auf.

AUTO BILD hat auf dem Beifahrersitz der Topvariante GT Performance (die allerdings erst 2021 nachgeschoben wird) schon ein paar Runden gedreht – und ist mehr als beeindruckt! Das maximale Drehmoment von 830 Nm bringt die 456 PS starke Allradversion aus dem Stand imposant auf die Fahrbahn. Kein Rad dreht durch, und man wird mächtig in den Sitz gepresst. Die drei Fahrmodi sorgen entweder für komfortable Fahrt, engagiertes Cruisen oder eine wilde Hatz. Entsprechend passt sich auch der Motorklang an, dem die Ford-Entwickler viel Detailliebe gewidmet haben. Wer es im Normalmodus nicht nahezu lautlos will, der fühlt sich in den beiden dynamischeren Modi wie in einem Düsenjet.
Bei der Slalomfahrt durch die Pylonen spürt man nicht nur die mehr als 2,2 Tonnen Leergewicht, sondern auch den niedrigen Schwerpunkt des elektrisierten Ford. Die einzelnen Fahrprogramme wirken nicht auf die Dämpfer, sondern nur auf Gasannahme, Lenkung und Motorklang ein. Die aufwendigen Magnetic-Ride-Dämpfer gibt es nur im Topmodell Mach-E GT Performance.

Neues Infotainment ist lernfähig

Über eine App sollen Mustang Mach E-Fahrer an der Ladesäule bezahlen können.

Der Mustang Mach-E hat ein komplett neues Infotainment, das nach und nach auch in die anderen Ford-Modelle einziehen dürfte. Herzstück ist ein 15,5 Zoll großes Hochkant-Display mit einem charakteristischen Drehregler unten in der Mitte. Über das Display werden fast alle Funktionen gesteuert. Außerdem soll das System lernfähig sein und so zum Beispiel bei der Reichweitenberechnung neben Navidaten und weiteren Infos (etwa Straße, Außentemperatur) auch den jeweiligen Fahrstil einbeziehen. Dazu ist das System eng mit dem Smartphone vernetzt, das nicht nur als Schlüssel dienen kann, sondern dem Auto auch die individuellen Einstellungen des jeweiligen Fahrers übermittelt. Über Amazon Alexa ist die Bedienung per Sprachsteuerung möglich, außerdem können Navi-Ziele über das Gerät von zu Hause ins Auto geschickt werden. Drahtlose Updates für Services und Upgrades (z. B. mit einem zusätzlichen Fahrmodus) sind Bestandteil des neuen Systems. Das Auto immer online und bietet auch einen WLAN-Hotspot.

Motor, Akku, Reichweite

Die Basisvariante des Mustang Mach-E kommt mit Hinterradantrieb und 258 PS sowie 410 Nm aus einem einzigen Elektromotor. Beim allradgetriebenen Modell sitzt noch ein zweiter 50-kW-Motor an der Vorderachse – dann bringt es das SUV auf 338 PS und 581 Nm. Höchstgeschwindigkeit beider Modelle: 185 km/h. Die Topvariante des Mustang Mach-E mit dem Zusatz "Performance GT" folgt im Frühjahr 2021 und bringt ebenfalls per elektrischem Allradantrieb 465 PS und 830 Nm auf die Straße. Die Höchstgeschwindigkeit liegt trotz der mächtigen Motorleistung jedoch bei mäßigen 200 km/h. Bis Tempo 100 beschleunigt die Performance-Variante in weniger als vier Sekunden. Bei den Akkus bietet Ford zwei verschiedene Pakete an. Das kleinere mit 75 kWh hat eine Reichweite von 480 Kilometern nach WLTP, die größere Variante mit 99-kWh-Akku soll nach WLTP bis zu 600 Kilometer schaffen. Auch das Schnellladen ist mit dem Mustang Mach-E möglich, die maximale Ladeleistung liegt derzeit bei 150 kW. Mit dem kleinen Akkupaket sollen in 40 Minuten 80 Prozent nachgeladen sein – oder nach zehn Minuten 93 frische Kilometer.
Fazit von Katharina Berndt: Entgegen meinen ersten Erwartungen überzeugt mich das Mustang-SUV. Vor allem, weil die Designer den Sportwagen nicht einfach hochgelegt haben, sondern ihn zitieren. Und natürlich ist da noch der Innenraum. Ja, der erinnert an Tesla – aber das ist gar nicht schlecht, denn endlich fliegen die vielen Knöpfe bei Ford raus und machen Platz für ein zeitgemäßes Infotainment.

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Autoren: , Stefan Grundhoff

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