Galerie Ford Mustang Mach-E (2021)

Galerie Ford Mustang Mach-E (2021)

Ford Mustang Mach-E (2021): Test, SUV, Elektroauto, Preis, Marktstart, Abmessungen, Motor, Akku, Reichweite

Der Ford Mach-E ist außen Mustang-SUV – und innen Tesla!

Ford bringt ein Mustang-SUV mit E-Antrieb auf den Markt. Der Innenraum des Mustang Mach-E erinnert stark an Tesla. Alle Infos zum elektrischen Ford!

Eine Verneigung vor dem Mustang

Aus dem Mustang wird ein SUV mit Elektroantrieb? Das klingt wie der Albtraum aller Fans des Kult-Sportwagens. Ford hat es trotzdem getan. Das Ergebnis heißt Mustang Mach-E und ist eher eine Verneigung vor dem eigentlichen Mustang: Statt das Auto einfach nur hochzulegen und ihm einen E-Antrieb zu verpassen, zitiert das SUV typische Mustang-Attribute. Das zeigt am auffälligsten die Front: Die typische gewölbte und leicht nach unten gebogene Haube, die Lichtsignatur mit den drei Balken und auch das längliche Zierelement, das bei konventionellen Autos den Grill beherbergen würde – das sieht alles stark nach Mustang aus.
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Damit die klassische Mustang-Fensterlinie und das coupéhaft abfallende Dach optisch zwar vorhanden sind, das Ganze aber nicht den Platz auf der Rückbank schmälert, entschied man sich für einen optischen Trick: Eine Zweifarblackierung in Rot/Schwarz sorgt für den gewissen Coupé-Charakter und verschleiert gleichzeitig die eigentlichen Ausmaße des Autos. Mit dem typischen Mustang-Muskel und ebenfalls im Drei-Balken-Design gehaltenen 3D-Rückleuchten geht es an Flanke und Heck weiter mit den Muscle-Car-Anleihen.

Abmessungen, Marktstart und Preis

Die Form der Fenster zitiert den klassischen Mustang-Sportwagen.

©The Ford Motor Company

Obwohl er auf den ersten Blick extrem imposant wirkt, ist der Mach-E in Länge und Breite sogar kleiner als der Sportwagen. Mit 4,71 Metern ist er ganze acht Zentimeter kürzer, bei der Breite (1,88 Meter) sind es drei Zentimeter weniger. Dafür geht es in die Höhe, und zwar auf 1,62 Meter: Das sind 20 Zentimeter mehr als beim Mustang. Zu den Händlern rollt der Ford Mustang Mach-E im ersten Quartal 2021, das Topmodell GT Performance mit 486 PS kommt sogar erst im Jahresverlauf 2021. Interessierte können sich das Elektro-SUV aber bereits online reservieren. Die Preise für den Ford Mustang Mach-E beginnen bei 46.900 Euro.

Innen wie ein Tesla

AUTO BILD hat die Sitzprobe in einem Mustang Mach-E-Prototyp gemacht. Bereits beim Öffnen der Tür gibt es die erste Überraschung: Das SUV hat keine konventionellen Griffe, stattdessen öffnen sich die Wagenschläge auf Knopfdruck. An der Fahrertür leuchtet außerdem ein Touchfeld mit Nummern auf – wer seinen Schlüssel lieber nicht dabeihaben möchte, kann das Auto auch mit einem Code ver- und entriegeln.

Das Tesla-mäßige Hochkantdisplay in 15,5 Zoll ersetzt die meisten Knöpfe.

©Ford

Innen ist das Mustang-SUV ist komplett neu gestaltet. Zuerst springt einem das Tesla-mäßige 15,5-Zoll-Hochkantdisplay ins Auge. Über das Touch-Display lassen sich Radio, Klimaanlage, der Frunk (Front-Kofferraum) und sogar die Fahrmodi steuern – das erinnert schon sehr an Tesla. Über einen Drehschalter, der unten mittig am Display angebracht ist, lässt sich die Lautstärke regeln. Und er dient als "Anker", um sich auch während der Fahrt auf dem Bildschirm zurechtzufinden.
Auch wenn wir es noch mit einem Vorserien-Fahrzeug zu tun haben, reagiert das System schnell, die Bedienung ist intuitiv. Der schmale, waagerechte Digital-Tacho hinter dem typischen Mustang-Lenkrad zeigt Ladezustand, Geschwindigkeit und andere Informationen. Licht, Fensterheber und Parkbremse werden nach wie vor über Knöpfe bedient, die Fahrstufen über einen Drehregler ausgewählt. Auf der Rückbank überrascht vor allem die Beinfreiheit. Auch überm Scheitel ist der Raum angemessen. Das Panoramadach unseres Fotoautos sorgt für jede Menge Lichteinfall – alles insgesamt luftiger, als man es dem Mach-E von außen zugetraut hätte.
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Weil der Motor im Bug entfällt, hat das SUV vorne Platz für den sogenannten Frunk, eine Art Extra-Kofferraum mit 81 Liter Fassungsvermögen. Ähnlich wie die Kofferraumwanne im kleinen SUV Puma besteht das Ablagefach im Mustang Mach-E aus Plastik und ist dank Ablauf sogar ausspülbar. Der normale Kofferraum im Fond fasst 402 Liter. Wer die Rücksitze umlegt, bekommt nicht nur eine ebene Ladefläche, sondern auch 1420 Liter Laderaum.

Mitfahrt: Ein bisschen wie im Düsenjet

Im 487 PS starken Topmodell kommt ein bisschen Düsenjet-Feeling auf.

©Roman Raetzke / AUTO BILD

Die erste Mitfahrt in der Topvariante GT Performance hat uns beeindruckt! Das maximale Drehmoment von 860 Nm bringt die 486 PS starke Allradversion aus dem Stand imposant auf die Fahrbahn. Kein Rad dreht durch, und man wird mächtig in den Sitz gepresst. Die drei Fahrmodi sorgen entweder für komfortable Fahrt, engagiertes Cruisen oder eine wilde Hatz. Entsprechend passt sich auch der Motorklang an, in den beiden dynamischeren Modi fühlt man sich wie in einem Düsenjet. Bei der Slalomfahrt durch die Pylonen spürt man nicht nur die mehr als 2,2 Tonnen Leergewicht, sondern auch den niedrigen Schwerpunkt des SUVs. Die einzelnen Fahrprogramme wirken nicht auf die Dämpfer, sondern nur auf Gasannahme, Lenkung und Motorklang ein. Die aufwendigen Magnetic-Ride-Dämpfer gibt es nur im Topmodell Mach-E GT Performance.

Topmodell GT Performance

Das Topmodell, der Mach-E GT Performance, leistet 487 PS und 860 Nm.

©The Ford Motor Company

Das Topmodell heißt beim Mustang Mache-E natürlich GT, die Speerspitze ist aber erst mit dem Performance-Package erreicht. Die Leistung der beiden E-Motoren bleibt dann zwar bei 487 PS, der elektrische Allradantrieb bringt aber 860 Nm (813 Nm beim reinen GT) auf die Straße. Von null auf 97 km/h beschleunigt das SUV so in 3,5 Sekunden (3,8 beim GT), die 100-km/h-Marke dürfte also auch in weniger als vier Sekunden geknackt werden. Bei 200 km/h ist Schluss. Wie es sich für ein Auto mit Sport-Ambitionen gehört, fährt der Mach-E GT Performance auf 20-Zöllern mit Brembo-Bremsen – inklusive rot lackierter Sättel und MagneRide-Dämpfer, die wir vom regulären Mustang kennen – vor. Damit sofort klar ist, dass es sich um die sportlichste Ausführung handelt, ist die Front nicht in Wagenfarbe, sondern schwarz lackiert. Die Sportsitze sind mit grauem Kunstleder bezogen.

Neues Infotainment ist lernfähig

Statt eines klassischen Tachos gibt es im Mach E ein breites Display.

©Ford

Der Mustang Mach-E hat ein komplett neues "Sync 4"-Infotainment, das nach und nach auch in die anderen Ford-Modelle einziehen soll. Herzstück ist ein 15,5 Zoll großes Hochkant-Display mit einem charakteristischen Drehregler. Über das Display werden fast alle Funktionen gesteuert. Außerdem soll das System lernfähig sein und so zum Beispiel bei der Reichweitenberechnung neben Navidaten und weiteren Infos (etwa Straßenverhältnisse, Außentemperatur) auch den jeweiligen Fahrstil einbeziehen. Dazu ist das System eng mit dem Smartphone vernetzt, das nicht nur als Schlüssel dienen kann, sondern dem Auto auch die individuellen Einstellungen des jeweiligen Fahrers übermittelt. Über Amazon Alexa ist die Bedienung per Sprachsteuerung möglich, außerdem können Navi-Ziele über das Gerät von zu Hause ins Auto geschickt werden. Drahtlose Updates für Services und Upgrades (z. B. mit einem zusätzlichen Fahrmodus) sind Bestandteil des neuen Sync-Systems. Das Auto ist außerdem immer online und bietet auch einen WLAN-Hotspot.

Motor, Akku, Reichweite

Die Basisvariante des Mustang Mach-E kommt mit Hinterradantrieb und 198 kW (269 PS) sowie 430 Nm Drehmoment aus einem einzigen Elektromotor. Hier speist ein 76-kWh-Akku den Antrieb. Die Reichweite wird mit bis zu 440 Kilometer nach WLTP angegeben. Mehr Power für die Hinterachse gibt es mit dem größeren 99-kWh-Akkupack. Das steigert die Reichweite auf bis zu 610 km, und auch die Leistung klettert auf 216 kW (294 PS). Beim allradgetriebenen Modell sitzt noch ein zweiter Motor an der Vorderachse – dann bringt es das SUV maximal auf 258 kW (351 PS) und bis zu 580 Nm Drehmoment. Hier werden aus dem 99-kWh-Akku 540 km Reichweite gekitzelt. Der Basis-Allradler nutzt den kleineren Akku und eine gedrosselte Leistung von 198 kW (269 PS). Die Topvariante des Mustang Mach-E mit dem Zusatz "GT" folgt im Jahresverlauf 2021 und bringt – ebenfalls per elektrischem Allradantrieb – 487 PS und 813 Nm auf die Straße. Die Höchstgeschwindigkeit liegt trotz der mächtigen Motorleistung jedoch bei mäßigen 200 km/h. Bis Tempo 100 beschleunigt die noch einmal mit mehr Drehmoment ausgestattete (860 Nm) Performance-Variante in 3,7 Sekunden. Schnellladen ist mit dem Mustang Mach-E auch möglich, die maximale Ladeleistung liegt bei 150 kW. Mit dem großen Akkupaket soll die Reichweite in 45 Minuten von zehn auf 80 Prozent nachgeladen sein.
Fazit von Katharina Berndt: Entgegen meiner ersten Erwartungen überzeugt mich das Mustang-SUV. Vor allem, weil die Designer den Sportwagen nicht einfach hochgelegt haben, sondern ihn zitieren. Und natürlich ist da noch der Innenraum. Ja, der erinnert an Tesla – aber das ist gar nicht schlecht, denn endlich fliegen die vielen Knöpfe bei Ford raus und machen Platz für ein zeitgemäßes Infotainment.

Galerie Ford Mustang Mach-E (2021)

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Autoren: , Stefan Grundhoff

Fotos: The Ford Motor Company

Stichworte:

Elektro-SUV

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