Sebastian Vettel auf dem Weg in eine der aufregendsten Kurvenkombinationen

Formel 1 2012

Premiere gelungen: Vettel dominiert in Austin

Nicht einmal ein technisches Problem konnte verhindern, dass Sebastian Vettel den ersten Trainingstag zum Grand Prix der USA nach Belieben dominiert
Sebastian Vettel ist auf dem Weg zu seinem dritten WM-Titel anscheinend durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Nachdem er im ersten Freien Training zum Grand Prix der USA eineinhalb Sekunden Vorsprung hatte, fuhr er auch in der zweiten Session am Nachmittag in Austin ├╝berlegen Bestzeit. Diesmal brummte er seinem Teamkollegen Mark Webber 0,757 Sekunden auf.
"Heute stand im Vordergrund, die Strecke kennenzulernen", relativiert Vettel. "Leider sind wir nicht so viel gefahren wie gewollt, aber wir haben noch zwei gute Runs hinbekommen. Damit k├Ânnen wir ganz zufrieden sein. Jetzt schauen wir, dass wir ├╝ber Nacht einen Schritt nach vorne machen. Den Freitag darf man aber nicht ├╝berbewerten. McLaren war heute Morgen recht stark, aber wir haben nochmal einen Extra-Satz Reifen ausgepackt, den wir heute zur Verf├╝gung hatten. Das Auto passt ganz gut zur Strecke, denke ich."
Erster Verfolger des Red-Bull-Duos war WM-Rivale Fernando Alonso, der im Ferrari 0,765 Sekunden R├╝ckstand hatte und besonders am Ende des zweiten Trainings mit viel Benzin und weichen Reifen zu k├Ąmpfen hatte. Die schnellsten Renntrimm-Zeiten, teilweise sogar unter 1:44 Minuten, fuhr Lewis Hamilton. Im Tagesklassement belegte der McLaren-Pilot mit 1,030 Sekunden R├╝ckstand den vierten Platz, nachdem er heute Morgen noch Zweiter gewesen war.
Trotz Wasserleck ├╝berlegen Schnellster
Experte Marc Surer empfindet Vettels Vorstellung als "Dominanz", zumindest "wenn da ungef├Ąhr identisches Gewicht drin war wie bei der Konkurrenz, wie bei Mark Webber". Vor allem, weil der Deutsche wegen eines Wasserlecks lange Zeit tatenlos an der Box stand: "Wir haben ja beobachtet, wie viel Zeit er verloren hat, aber wenn er dann trotzdem die Zeit fahren kann, bedeutet das, dass er gar nichts am Auto verstellen musste, weil es sowieso geht."
├ťberhaupt lief bei Vettel einiges nicht nach Plan, aber das betraf vor allem Kleinigkeiten. So beschwerte er sich am Nachmittag ver├Ąrgert dar├╝ber, dass beim Betanken an der Box Benzind├Ąmpfe in seinen Helm (├╝brigens im Texas-Ranch-Design) eindrangen, und gegen Ende der Session war der 25-J├Ąhrige auch schon mal neben der Strecke. "Ich glaube, der Reifen hat Graining", vermutete Surer abbauende Medium-Pirellis als Ursache daf├╝r.
Aber f├╝r Ausrutscher musste man sich am ersten Tag auf dem Circuit of The Americas nicht sch├Ąmen, denn praktisch jeder Fahrer war gleich mehrere Male neben der Strecke. Am Nachmittag waren die Bedingungen immerhin deutlich besser als am fr├╝hen Morgen, was einerseits an der einigerma├čen sauberen Ideallinie lag, die immer mehr Grip aufbaute, andererseits auch an den von 15 auf ├╝ber 30 Grad Celsius gestiegenen Asphalttemperaturen.
So viel trainiert wie selten zuvor
Das nutzten die Teams zu einer der intensivsten Trainingseinheiten des Jahres - inklusive Freitagstester Qing-Hua Ma (HRT) kamen die 25 Piloten heute auf 1.408 Runden. Mehr trainiert hat die Formel 1 an einem Freitag 2012 nur in Montreal (1.467) und Monza (1.410). Dabei standen die HRT-Fahrer Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan in der zweiten Session lange an der Box, m├Âglicherweise wegen der finanziellen Schwierigkeiten des spanischen Rennstalls.
Jenson Button (McLaren/+1,068) wurde heute F├╝nfter, gefolgt von Felipe Massa (Ferrari/+1,311), der zwar laut Boxenfunk sp├Ąter bremste als Alonso, aber das Spiel mit den Fliehkr├Ąften weniger gut im Griff hatte und daher trotzdem deutlich langsamer war. Nico Rosberg (Mercedes/+1,730), Bruno Senna (Williams/+1,813), Kamui Kobayashi (Sauber/+1,935), der wegen eines gebrochenen Auspuffs Trainingszeit verlor, und Michael Schumacher (Mercedes/+2,397) rundeten die Top 10 ab.
Lotus nicht mehr in Abu-Dhabi-Form
Lotus konnte zw├Âlf Tage nach dem Sieg in Abu Dhabi nicht wirklich in Erscheinung treten, musste sich mit den Positionen elf (Kimi R├Ąikk├Ânen) und 13 (Romain Grosjean) zufrieden geben. Dazwischen landete Pastor Maldonado (+2,448) auf Rang zw├Âlf - allerdings nicht ohne Probleme: Genau mit Ablauf der 90 Minuten wurde der Williams-Pilot langsamer und rollte an die Box zur├╝ck. Sein Renault-Motor hatte das Ende der Laufzeit erreicht und zeigte dies mit einem ├ľlleck.
Schwierig auch der Auftakt f├╝r den halben Lokalmatador Sergio Perez (+2,608), im Sauber 14., und f├╝r das Force-India-Team, das sich an diesem Wochenende nur auf dem Niveau von Toro Rosso zu bewegen scheint. Auch ganz hinten ist wie immer alles klar: Caterham hat die Nase vor Marussia, abgeschlagen folgt dann HRT auf den letzten Pl├Ątzen. Timo Glock (Marussia/+ 4,934) wurde zum Auftakt 20., fast eine Sekunde vor seinem Teamkollegen.
Zur einzigen wirklich haarigen Situation des Tages kam es eine halbe Stunde vor Schluss, als Heikki Kovalainen (19./Caterham/+4,758) au├čen an Jean-Eric Vergne (16./Toro Rosso/+2,798) vorbeigehen wollte, dabei dessen Frontfl├╝gel rasierte und sich selbst den Hinterreifen aufschlitzte. "Ein Missverst├Ąndnis", urteilt Experte Surer. "Der eine denkt, er l├Ąsst mich vorbei, und der andere sagt sich, es ist meine Kurve. Eigentlich unn├Âtig im Freien Training."
Fotoquelle: xpbimages.com

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