Gro├čer Preis von Abu Dhabi: Pre-Events

Formel 1 2014

Rosberg im Pech: "Lewis war ein bisschen besser"

Nico Rosberg unterliegt im WM-Kampf gegen Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton - Keine Chance im Finale: Schlechter Start und defektes Hybridsystem
Nico Rosberg hat seine geringe Chance auf den Weltmeistertitel nicht nutzen k├Ânnen. Der Mercedes-Pilot kam im gro├čen Saisonfinale in Abu Dhabi auf Rang 14 ins Ziel. Rosberg hatte im Nachtrennen viel Pech. Zun├Ąchst konnte er seine Pole-Position wegen eines missgl├╝ckten Starts nicht in eine F├╝hrung umsetzen, kurz vor der Mitte des Rennens versagte auch noch das Hybridsystem. Fortan war der geb├╝rtige Wiesbadener komplett chancenlos, w├Ąhrend Rivale Lewis Hamilton locker zu Sieg und Titel fahren konnte.
"Tut uns leid, dass es nicht funktioniert hat. Im kommenden Jahr gibt es eine neue Chance", waren die ersten Worte von Sportdirektor Paddy Lowe nach der Zieldurchfahrt. Eine Antwort von Rosberg blieb aus - zu tief sa├č der Stachel des verlorenen Finales. Nach elf Pole-Positions und f├╝nf Siegen in der Formel-1-Saison 2014 fehlen dem 29-J├Ąhrigen in der Endabrechnung 67 Punkte auf seinen britischen Kontrahenten, der beim "Abu Double" noch einmal satte 50 Z├Ąhler sammeln konnte.
Rosberg hatte beim Start zwar schnell reagiert, aber nicht ausreichend Grip, um den n├Âtigen Vortrieb in Richtung erster Kurve zu bekommen. Hamilton schoss sofort vorbei und war fortan an der Spitze nicht mehr aufzuhalten. "Sehr schlechter Start", so Rosberg. "Das m├╝ssen wir noch analysieren. Es war wirklich extrem schlecht. Das ging in die falsche Richtung." Der Deutsche konnte den R├╝ckstand zun├Ąchst bei rund 2,5 Sekunden konstant halten, aber der Brite hatte auf jede kleine Attacke eine schnelle Antwort. Ab Runde 25 fehlten Rosberg rund 160 PS, die der Hybrid zur Systemleistung eigentlich sonst beitr├Ągt. Die ERS-Pumpe war defekt.
"Im zweiten Stint habe ich mich verbremst und bin geradeaus gefahren, weil das Tempo nicht stimmte. Da hatte das ERS angefangen auszusetzen", schildert der Unterlegene das technische Problem. "Ich will da jetzt gar nicht so ins Detail gehen. Das bringt am heutigen Tag gar nichts. Lewis h├Ątte sowieso gewonnen. Es lohnt sich also nicht, da jetzt ins Detail zu gehen. Es war ein grandioses Jahr f├╝r das Team. Ich bin stolz, dass ich dabei sein konnte bei den Silberpfeilen. Nat├╝rlich ist es schade, dass es zum ganz gro├čen Ziel nicht gereicht hat. Ich bin sehr entt├Ąuscht."
"├ťber das Jahr war Lewis ein ganz bisschen besser. Er hat verdient gewonnen. Es gibt aber auch positive Dinge, wo ich ansetzen kann. Ich war im Qualifying der schnellere ├╝ber zwei Jahre lang. Das ist schon mal etwas. Ein bisschen muss ich noch finden im Rennen. Und das kann ich auch finden", sagt Rosberg, der seinem Teamkollegen noch vor der Podiumszeremonie mit Anstand gratulierte. "Er ist gekommen und hat mir gesagt, dass ich toll gefahren bin. Das war sehr professionell. Auch er war stark. Ich muss ihm auch gratulieren", sagt der neue Weltmeister Hamilton.
W├Ąhrend des letzten Renndrittels setzte bei Rosberg Resignation ein. Platz f├╝nf h├Ątte f├╝r den Fall eines sp├Ąten Hamilton-Ausfalls noch zum Titelgewinn gen├╝gt. Aber die Konkurrenten zogen reihenweise ganz locker an Rosberg vorbei, der sich zwar an die fehlende Elektropower gew├Âhnte, aber dennoch rund zwei Sekunden pro Runde zu langsam war. "Sieht schlecht aus. Du kannst nur voll fahren, mehr kannst du nicht tun", so die Ansage nach rund 35 Runden. Rosberg k├Ąmpfte, fuhr teils ├╝ber das Limit hinaus, aber es reichte nicht.
Als vier Runden vor dem Ende weitere Leistung verloren ging, fiel der Deutsche sogar aus den Punkter├Ąngen hinaus. "Nico, stell das Auto in der Box ab", lautete zwei Runden vor Schluss die Ansage. Aber: Rosberg wollte die Saison mit Stil beenden. "Ich w├╝rde es gern zu Ende bringen", so seine Antwort. In einem entt├Ąuschenden Rennen schleppte der neue Vizechampion seinen defekten Mercedes auf Rang 14 ├╝ber die Linie. "Ich bin ein K├Ąmpfer und will bis zur letzten Runde Vollgas geben - egal, was gerade ist. Und das habe ich getan."
W├Ąhrend Hamilton eine gro├če Party mit Familie, Freunden und dem Team startet, wird Rosberg sich wohl eher zur├╝ckziehen und seine Niederlage verarbeiten. "Am Dienstag muss ich wieder ins Auto. Lust habe ich jetzt nicht, aber ich mache es", sagt der Deutsche mit Blick auf die kommenden Tage. "Ich kann immer etwas lernen f├╝r das kommende Jahr. Jede Runde im Auto ist wichtig, weil wir so wenig testen. Deswegen mache ich das doch gerne. Ich wei├č aber nicht, in welchem Zustand ich sein werde..."
Fotoquelle: xpbimages.com

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