Die neuen Gesichter von Ferrari: Teamchef Arrivabene und Präsident Marchionne

Formel 1 2014

Kein Blick zurück: Volle Kraft voraus bei Ferrari

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne gibt die neue Marschrichtung in Maranello vor: 2014 vergessen und optimistisch in die Zukunft blicken
Für Ferrari war die abgelaufene Formel-1-Saison 2014 die erste seit 1993, in der kein einziger Sieg gelang. Beste Platzierung war Fernando Alonsos zweiter Platz beim Grand Prix von Ungarn. Am Saisonende schlug für den Spanier nicht mehr als Platz sechs in der Gesamtwertung zu Buche. Teamkollege Kimi Räikkönen, dessen bestes Ergebnis Platz vier beim Grand Prix von Belgien war, schloss die Saison gar außerhalb der Top 10 ab. In der Konstrukteurswertung wurde Ferrari hinter Mercedes, Red Bull und Williams nur Vierter.
So spricht Ferrari-Präsident Sergio Marchionne auf der traditionellen Jahresabschluss-Pressekonferenz in Maranello von "jeder Menge Potenzial, das ungenutzt blieb". 2014 sei für Ferrari "ein Jahr zum Vergessen" gewesen, sagt der neue Mann an der Spitze des Konzerns und gibt sogleich die neue Marschrichtung vor: "Das einzige, was mich interessiert ist die Zukunft und ich will sie optimistisch sehen."
Im Zuge einer weitreichenden Umstrukturierung will die Scuderia in der kommenden Saison in die Erfolgsspur zurückfinden. Den Teamchefposten hat Maurizio Arrivabene von Marco Mattiacci übernommen, nachdem dieser erst im April die Nachfolge von Stefano Domenicali angetreten hatte. Alonso, dem bei Ferrari kein WM-Titel gelang, hat das Team verlassen. Als Nachfolger wurde der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel präsentiert.
Chefdesigner Nikolas Tombazis wurde ebenso entlassen wie Chefingenieur Pat Fry, Motorenchef Luca Marmorini, Reifenspezialist Hirohide Hamashima und Entwicklungsfahrer Pedro de la Rosa. An der Spitze des Konzerns ist Luca di Montezemolo von Marchionne als Präsident abgelöst worden.
In der Formel-1-Saison 2015 besteht die große Herausforderung für Ferrari darin, "die Neuaufstellung des gesamten Teams greifen zu lassen", wie es Marchionne formuliert. Fehler, wie sie in der Saison 2014 passierten, sollen unbedingt vermieden werden. Zu den gemachten Fehlern gehörte es nach Ansicht des neuen Präsidenten auch, das Amt des Teamchefs gleich zweimal innerhalb von wenigen Monaten neu zu besetzen.
"Was wir brauchen ist ein Gefühl der Zugehörigkeit und den Glauben, dass wir 2015 gut abschneiden werden", so der neue Ferrari-Präsident. Die personellen Veränderungen bezeichnet Marchionne als "riesiges Experiment im Zuge unseres Kontinuitätskonzepts" und bereitet sich eigener Aussage zufolge schon einmal darauf vor, dass mindestens 50 Prozent seines Wirkens dahingehend beurteilt werden, ob er für den angepeilten Turnaround die richtigen Leute ausgewählt hat.
Keine Rede vom WM-Titel 2015
Bezogen auf die Entwicklung des Chassis lassen die ersten Einblicke nicht allzu viel Gutes erwarten. "Wir sind beim Design des 2015er-Autos spät dran", räumt Teamchef Arrivabene ein. Immerhin: Sämtliche vom Automobil-Weltverband (FIA) vorgeschriebenen Crashtests habe der neue Ferrari bereits bestanden. Doch die Verspätung bezieht sich nicht allein auf die Entwicklung des Autos, wie Präsident Marchionne wissen lässt: "Wir starten mit Verspätung in die neue Saison, weil wir unseren Entwicklungsfahrplan neu ausgerichtet haben. Das gibt uns mehr Gelegenheit, alle unsere Ideen umzusetzen."
So wäre es in der Saison 2015 für Teamchef Arrivabene bereits "ein Erfolg, wenn wir zwei Rennen gewinnen". Präsident Marchionne denkt bereits einen Schritt weiter und spricht vom "siebten Himmel, wenn wir vier Rennen gewinnen". Vom WM-Titel ist in Vorausschau auf die erste Saison nach den weitreichenden Umbaumaßnahmen indes noch keine Rede. Schließlich sei die Dominanz von Mercedes in der Saison 2014 auch das Ergebnis von mehreren Jahren Aufbauarbeit gewesen, wie man in Maranello anmerkt.
Fotoquelle: Ferrari

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