Adrian Sutil sieht sich derzeit nach einem neuen Job um

Formel 1 2014

Sabbatjahr oder Le Mans: Wie geht es mit Sutil weiter?

Adrian Sutil wägt seine Zukunftsoptionen ab: Wechsel auf die Langstrecke nach Le Mans oder Rückkehr in die Formel 1 nach einem Sabbatjahr?
Eigentlich hatte sich Adrian Sutil auf einen ruhigen Winter gefreut, denn seine Zukunft schien noch vor gut anderthalb Monaten klar zu sein, besaß der Gräfelfinger doch einen Vertrag bei Sauber für die Formel-1-Saison 2015. Doch dann musste Sutil die Erfahrung machen, dass Verträge in der Formel 1 nicht viel zählen musste. Das chronisch klamme Sauber-Team setzte mit Marcus Ericsson und Felipe Nasr zwei Bezahlfahrer in die Cockpits, in denen für Sutil kein Platz mehr war.
So muss dieser den Winter ungewollt mit der Arbeitssuche verbringen. "Mein ursprünglicher Plan wurde durchkreuzt, also muss ich mir verschiedene Serien anschauen. Ich bin da recht offen", wird Sutil von 'Autosport' zitiert. Nachdem die Cockpits in der Formel 1 stand heute alle besetzt sind, schaut sich Sutil anderweitig um. "Es gibt viele Möglichkeiten in interessanten Kategorien. Es muss nicht unbedingt die Formel 1 sein."
Eine Kategorie hat Sutil dabei schon genauer ins Visier genommen. "Die WEC ist ein interessantes Projekt. Jeder sagt nur Gutes darüber, und diesen Eindruck habe ich auch. Die Autos sind schnell und denen der Formel 1 ähnlich", sagt er über die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Mit dem Wechsel in diese Serie würde sich für Sutil auch ein lang gehegter Traum erfüllen.
Sutil will nach Le Mans
"Ich will in meiner Karriere auf jeden Fall noch die 24 Stunden von Le Mans fahren. Einige Formel-1-Fahrer haben diesen Schritt gemacht und sind damit sehr glücklich", erinnert Sutil an Fahrer wie Mark Webber oder Nick Heidfeld. Zudem biete die WEC gute Rahmenbedingungen für die Fahrer.
"Dort gibt es Werksteams, was für die Zukunft eines Fahrers gut ist. Man braucht einen verlässlichen Partner, mit dem man langfristige Verträge abschließen und dann arbeiten und sich steigern kann", erklärt Sutil. In einem LMP-Werkteam wäre realistisch betrachtet für Sutil aber nur noch bei Neueinsteiger Nissan Platz, nachdem die Cockpits bei Audi, Porsche und Toyota vergeben sind.
Sollte die Option WEC nicht funktionieren, könnte sich Sutil aber auch mit einem weitere Sabbatjahr anfreunden. "Wenn ich im nächsten Jahr nicht fahren sollte, wäre ich immer noch ein glücklicher Mensch." Bereits 2012 hatte er wegen des anstehenden Prozesses in München, bei dem er am 31. Januar 2012 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, ein Jahr lang pausiert und war keine Rennen gefahren.
Nach der ersten Auszeit entspannter
"Das Jahr Auszeit war wunderbar. Es war eine tolle Zeit, und vielleicht bin ich deshalb etwas entspannter als andere Fahrer", so Sutil. "Ich weiß noch, wie sehr ich 2011 gelitten habe, weil ich nicht wusste, was 2012 sein würde. Das habe ich durchgemacht und dank dieser Erfahrung bin ich nun etwas ruhiger. Das Leben geht weiter. Je älter man wird, umso mehr realisiert man das."
Und möglicherweise ergibt sich nach einer Auszeit auch eine neue Option in der Formel 1, für die Sutil mit dann 33 Jahren noch nicht zu alt wäre. "Im Jahr darauf kommt Haas in die Formel 1, das ist ein interessantes Projekt", spekuliert Sutil auf einen Platz beim neuen Team aus den USA, das 2016 in die Formel 1 einsteigen will.
Fotoquelle: xpbimages.com

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