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Formel 1: Ferrari-Teamchefs - Todt überragt alle

Formel 1: Ferrari-Durchbruch?

Aufbruchstimmung durch neuen Teamchef

Ferrari hat mit Mattia Binotto einen neuen Teamchef. Es kommt einem Trainerwechsel im Fußball gleich. Im Team herrscht Aufbruchstimmung, das Budget wird erhöht.
Die Ernennung von Technikchef Mattia Binotto (49) zum neuen Ferrari-Teamchef sorgt in der Fabrik in Maranello für Hochstimmung. "Unsere Zeichen stehen auf Aufbruch. Alles ist möglich, im positiven Sinne," so eine Ferrari-Quelle zu AUTO BILD MOTORSPORT.
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In der Tat: Die Scuderia will es 2019 wissen. Der erste WM-Fahrer-Titel seit Kimi Räikkönen 2007 soll her. Dafür soll für die beiden Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc noch einmal ein entscheidender Schritt nach vorne gemacht werden. Bei einem Treffen mit Investoren sagte das Ferrari-Chef Louis Camilleri (63) auch ganz deutlich: "Vergangenes Jahr hatten wir unsere beste Saison seit wir 2008 den Konstrukteurstitel gewinnen konnten. Für 2019 haben wir ein ganz klares Ziel: Wir wollen alle Titel gewinnen." Camilleri will dafür auch das Budget erhöhen, ohne genaue Zahlen zu nennen: "Wir sind bereit, für dieses Ziel mehr Geld auszugeben." Letztes Jahr soll Ferrari noch 20 Millionen Euro weniger ausgegeben haben als Mercedes.

Mattia Binotto löste Maurizio Arrivabene als Ferrari Teamchef ab.

Durch die Unterstützung von ganz oben kann Binotto jetzt planen. Aus dem Stammsitz Ferraris in Maranello sickerten diese Gerüchte durch: Der Ferrari von 2019 soll den Namen SF90H haben und in seiner Grundfarbe etwas dunkler sein. Auch personell will der Traditionsrennstall aufrüsten. Binotto soll nach Berichten von italienischen Medien eine Art Statthalter suchen, der ihn in der Fabrik in Maranello unterstützt – in Bezug auf Organisation, Teileentwicklung und Produktion.
Ferrari denkt nach ABMS-Informationen außerdem darüber nach, jemanden mit F1-Erfahrung einzustellen, der Binotto den Rücken bei den Gesprächen und Verhandlungen mit der Automobilbehörde FIA und dem Rechteinhaber Liberty freihält.
Hintergrund: Das sogenannte Concorde Agreement, das zum Beispiel künftige Regelfindungsprozesse und die extrem wichtige Preis- und Fernsehgeldverteilung der Königsklasse beinhaltet, läuft 2020 aus und muss neu verhandelt werden. ABMS erfuhr: Bis zum GP in Spanien im Mai will Liberty ein neues Agreement in trockenen Tüchern haben.
Fest steht: Mit Ex-FIA-und Toro-Rosso-Ingenieur Laurent Meckies (42) hat Binotto schon eine rechte Hand gefunden. Der Franzose wechselte Ende 2017 von der FIA zu Ferrari und stellte jetzt das extrem wichtige Simulator-Team für Ferrari zusammen, das am Dienstag bekannt gegeben wurde. Neben dem Deutschen Pascal Wehrlein (24) werden der Neuseeländer Brendon Hartley (29) und die beiden Italiener Antonio Fuoco (22) und GT-Pilot Davide Rigon (32) die Entwicklungsarbeit betreiben.

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Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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