Formel 1: Ferrari mit Marlboro-Werbung

Wegen Tabakwerbung: Droht Ferrari Ärger?

Obwohl Tabakwerbung in der Formel 1 seit Jahren verboten ist, unterstüzt Marlboro weiterhin die Scuderia Ferrari. Jetzt könnte beim Australien-GP aber Ärger drohen. Die Hintergründe.
Daran hatte der neue Ferrari-Pilot Charles Leclerc (21) nicht gedacht, als er sich diese Woche in der Fabrik in Maranello mit dem Overall für 2019 fotografieren ließ und das Foto via soziale Medien öffentlich machte.
Auf dem roten Overall ist neben der Startnummer 16 deutlich der Schriftzug "Missionwinnow" (Mission: JETZT GEWINNEN) zu erkennen, der in seinem Styling auch für Nichtraucher deutlich an Ferraris Hauptsponsor Philip Morris erinnert und an dessen Hauptmarke Marlboro. Das sehen zumindest die Behörden in Australien so, die jetzt eine Untersuchung starten, ob Ferrari damit gegen das Tabakwerbeverbot in Australien verstößt. Knapp vier Wochen vor dem Saisonstart in Melbourne droht Ferrari damit Ärger.

Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc

Hintergrund: Seit 2007 hat Marlboro wegen des Tabakwerbeverbots auf einen Schriftzug auf Autos und Kleidung bei Ferrari verzichtet, behielt aber seine Grundfarben Rot und Weiß bei. Der neue Schriftzug aber, den Ferrari erstmals beim japanischen GP in Suzuka 2018 präsentierte, erregt jetzt die Gemüter. Seine Form erinnere zu sehr an Marlboro.
Deshalb startet die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, jetzt eine Untersuchung. Das berichten verschiedene australische Medien. Zusätzlich beschäftigt sich auch das australische Amt für Kommunikation und Medien mit dem Fall. Dr. John Cunningham, ein Anti-Raucher Aktivist aus Melbourne, fordert bereits Maßnahmen: "Es ist nur allzu deutlich, was Philip Morris bezwecken will. Mit Formel-1-Autos jedenfalls hat es nichts zu tun."
Diese Hersteller waren schon in der Formel 1: Hier klicken
Noch äußern sich weder Ferrari noch Sponsor Philip Morris zum drohenden Ärger in Australien. Fest steht: Im schlimmsten Fall droht ihnen eine Konventionalstrafe, wenn sie Design von Autos und Kleidung für den Australien GP nicht ändern.

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance; Ferrari

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