Formel 1

Formel 1: Bilder vom Abu Dhabi GP

Formel 1: Ferrari testet schon für 2019

Arrivabene: „Wird Zeit, dass wir siegen“

Ferrari nutzt das Freitagstraining in Abu Dhabi bereits zum Test für die neuen Regeln 2019. Frontflügel und Diffusor im Fokus - ABMS zeigt die Technik.
Für Ferrari hat die Zukunft längst begonnen: Im ersten Training am Freitag in Abu Dhabi testete die Scuderia bereits eine überarbeitete Version der Aerodynamik-Konfiguration am Auto, quasi eine Vorschau auf die Regeländerungen für 2019.
Besonders gut zu sehen: der vereinfachte Frontflügel, ohne zusätzliche Flügelchen am oberen Hauptprofil (s. Grafik oben). Auch ein experimenteller Diffusor, mit Aero-Farbe versehen, um die Strömung sichtbar zu machen, war bei den Roten im Einsatz.
Allein: Die Rückschlüsse, die Ferrari aus den Teilen ziehen kann, sind limitiert - denn noch müssen sie den Regeln der Saison 2018 und damit im Fall des Frontflügels einer Spannweite von 1,80 Meter statt 2 Metern (2019) entsprechen.

Sebastian Vettel im Freitagstraining von Abu Dhabi

Interessant war der Test für Ferrari aber allemal, um die Effizienz und den eintretenden Verlust am Diffusor zu bemessen. Der Luftfluss mit dem neuen Flügel wird eher zur Mitte des Autos hingeleitet als außerhalb der Räder. Dadurch ist es wichtig, die Änderung der Qualität des Durchflusses unter dem Boden zu checken und in welche Richtung er vom Diffusor gelenkt wird.
Doch nicht nur bei der Aerodynamik richtet Ferrari bereits alles auf die nächste Saison aus. „Auch der Motor hat seinen ersten kleinen Run schon vor zwei Wochen absolviert, das erste Chassis wird bereits produziert. Das Auto ist entworfen“, verrät Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene. Das Ziel für 2019 ist klar: „Es ist an der Zeit, dass wir gewinnen“, sagt der Italiener.
Ob allerdings auch ein Sieg zum Jahresabschluss gelingt, das steht nach dem Freitagstraining in den Sternen. Ferrari ist in Abu Dhabi zunächst nur dritte Kraft, auch wenn die Abstände in der zweiten Session des Tages deutlich geringer sind. Sebastian Vettel erklärt: „Wir tun uns in den Kurven ein wenig schwer, da fehlt uns auf die Konkurrenz etwas Abtrieb. Insgesamt war es aber okay heute. Natürlich waren wir noch nicht schnell genug, haben uns aber zwischen den Sessions verbessert. Morgen sollten wir noch mehr finden und dann besser aussehen.“
„Für Sonntag werden die Reifen entscheidend, da war Red Bull zuletzt stark“, sagt Vettel, der sich mit einer guten Performance von der Saison verabschieden will. „Ich bleibe fokussiert auf das letzte Rennen. Es sind noch ein paar Monate bis zum Start der neuen WM. Wir können also immer noch was von dem Auto lernen, das wir im Moment haben.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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