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Formel 1: Mercedes gewinnt eSports-Titel

Der Hamilton der eSports-F1

Auch in der virtuellen Formel-1-Welt ist Mercedes das Maß aller Dinge. Der Brite Brendon Leigh hat mit den Silberpfeilen den Titel geholt.
Er ist der Lewis Hamilton des eSports. Er ist Brite, fährt einen Mercedes und hat seinen Formel-1-Titel verteidigt, nur eben in der virtuellen Welt. Brendon Leigh ist zum zweiten Mal Meister der F1-eSports-Championships geworden. Sieben von zehn Rennen hat der 18-Jährige gewonnen. Zwei weitere Siege hat sein Teamkollege und der Meisterschaftszweite Daniel Bereznay erzielt. Dadurch hat die eSports-Truppe von Mercedes auch die Teammeisterschaft und 50.000 US Dollar Preisgeld eingesackt.

Brendon Leigh hat die Saison dominiert

„Ich bin überglücklich, der Triumph fühlt sich einfach fantastisch an. In diesem Feld gibt es so viele talentierte Gamer und alle Autos sind gleich“, freut sich Leigh, der von Mercedes viel gelernt hat. „Es war fantastisch mit ihnen zusammenzuarbeiten. Meine Arbeitsweise und meine Art, das Auto abzustimmen, haben sich geändert. Ich stecke jetzt noch sehr viel mehr Einsatz und Leidenschaft in meine Rennen – und das hat sich in den Ergebnissen niedergeschlagen.“
Den einzigen Nicht-Mercedes-Sieg holte sich Sauber-Pilot Salih Saltunc in Hockenheim. Der beste Deutsche, Marcel Kiefer, wurde Fünfter der Meisterschaft. Der Force-India-Fahrer landete einen Platz vor dem zweitbesten Deutschen Patrik Holzmann (Toro Rosso). Deutschlands Vorjahresdritter Sven Zürner wurde nur 19.
Die eSports-Stars haben zehn Läufe in dem offiziellen Formel-1-Spiel „F1 2018“ ausgetragen. Die Rennen gingen über ein Viertel der Renndistanz der realen Formel 1. Zum Saisonfinale wurde die Rennlänge und die Punktvergabe verdoppelt. 
Kommentar von Reporter Alexander Warneke
Die eSports-Meisterschaft 2018 war ein voller Erfolg. Die Formel-1-Macher von Liberty Media haben bei der Umsetzung einen guten Job gemacht. Bei den drei Live-Events, in denen die zehn Läufe ausgetragen wurden, hat der Zuschauer viel geboten bekommen. Neben den Rennen wurden die Fahrer vorgestellt, interviewt, Szenen analysiert. Auch Stars der realen Formel 1 waren bei den Shows dabei. Beispielsweise Lando Norris und Max Verstappen, die selbst im eSports aktiv sind.
Die zehn Rennen waren allesamt spannend bis zum Schluss: Überholmanöver en masse und beinharte Zweikämpfe auf einem hohen und fairen Niveau. Die 20 besten Formel-1-Spieler haben ihre Klasse allemal bewiesen. Ein Hingucker waren dabei die Spieler-Kameras, bei denen man den Gamern in den hitzigsten Situationen direkt ins Gesicht schauen konnte.
Hoffentlich wird auch 2019 wieder eine eSports-Meisterschaft ausgetragen. Vielleicht dann auch mit Ferrari, die sich diesmal noch weigerten. Zu wünschen wäre, dass das Championat wie die reale Serie schon im März beginnt und die Anzahl der Live-Events aufgestockt wird. Die drei Rennblöcke im Oktober und November waren zu wenig dieses Jahr.
Top 10 Fahrer:
1. Brendon Leigh (18, Großbritannien, Mercedes), 223 Punkte
2. Daniel Bereznay (18, Ungarn, Mercedes), 163 Punkte
3. Frederik Rasmussen (18, Dänemark, Toro Rosso), 117 Punkte
4. Salih Saltunc (22, Großbritannien, Sauber), 91 Punkte
5. Marcel Kiefer (20, Karlsruhe, Force India), 75 Punkte
6. Patrik Holzmann (24, Hilzingen, Toro Rosso), 59 Punkte
7. Joni Tormala (22, Finnland, Red Bull), 55 Punkte
8. Bono Huis (24, Niederlande, McLaren), 52 Punkte
9. Alvaro Carreton (17, Spanien, Williams), 48 Punkte
10. Cem Bolukbasi (20, Türkei, Toro Roso), 32 Punkte
 
Top 9 Teams:
1. Mercedes, 382 Punkte ($50.000)
2. Toro Rosso, 210 Punkte ($40.000)
3. Sauber, 119 Punkte ($34.000)
4. McLaren, 101 Punkte ($26.000)
5. Force India, 99 Punkte ($20.000)
6. Red Bull, 81 Punkte ($15.000)
7. Williams, 69 Punkte ($10.000)
8. Haas, 27 Punkte ($5.000)
9. Renault, 23 Punkte
*Ferrari hat an der eSports-Meisterschaft 2018 nicht teilgenommen.
Hier können Sie sich das Finale in der Wiederholung ansehen: 

Autor: Alexander Warneke

Fotos: F1/Twitter

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