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Formel 1: Neue Generation

Weniger Sieger zuletzt vor 23 Jahren!

Das Formel-1-Fahrerfeld könnte 2019 aus nur sechs verschiedenen Rennsiegern bestehen – weniger gab es zuletzt vor 23 Jahren. Die Gründe, die Aussichten, die Zahlen.
Die Formel 1 steht vor einem Umbruch. Mit dem Abgang von Fernando Alonso verlässt ein weiterer Rennsieger die Formel 1. Es sind dann 2019 nur noch sechs im Feld – außer Robert Kubica gibt nach sieben Jahren sein Comeback bei Williams. Neben Lewis Hamilton und Sebastian Vettel haben nur Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas, Max Verstappen und Daniel Ricciardo Rennen gewonnen – also die aktuellen Piloten der drei Topteams.
Nur sechs Rennsieger im Feld – das wurde zuletzt beim Portugal-GP 1995 unterboten. Damals waren mit Michael Schumacher, Johnny Herbert, Damon Hill, Jean Alesi und Gerhard Berger nur fünf Rennsieger am Start. David Coulthard krönte sich just bei diesem Grand Prix zum sechsten im Feld. Kurz davor haben erst Herbert und Alesi ihre ersten F1-Siege gefeiert – in den Kanada-GP 1995 gingen also bloß drei Rennsieger.

Mit Alonso verlässt ein weiterer Rennsieger die Formel 1

Noch vor sechs Jahren, also 2012, zählte die Formel 1 neben den elf Gewinnern sogar sechs Weltmeister im Feld. Inzwischen sind Michael Schumacher, Jenson Button und Fernando Alonso aber zurückgetreten. Nur Hamilton, Vettel und Räikkönen bleiben.
Die Rücktritte von Piloten wie Button, Alonso und Felipe Massa in den vergangenen Jahren haben die Anzahl der Rennsieger schrumpfen lassen. Und es kommen auch kaum neue nach. Im aktuellen Jahrzehnt, also seit neun Saisons, waren das nur fünf Fahrer! Zum Vergleich: Im Jahrzehnt davor, also von 2000 bis 2009, haben noch 14 Fahrer erstmals ein Formel-1-Rennen gewonnen.
Das liegt einerseits daran, dass es immer öfter zu längeren Dominanzen einzelner Teams kommt. Nach vier Jahren Red Bull holte sich jetzt vier Jahre in Folge Mercedes den WM-Titel. 2018 dürfte der fünfte in Folge folgen. Das schränkt den Siegerkreis deutlich ein. Vor allem, weil auch Zufalls- oder Überraschungssiege von Mittelfeldteams gänzlich ausbleiben. Das war in den 90er Jahren noch ganz anders, als beispielsweise Olivier Panis im Ligier-Mugen-Honda den Monaco-GP, Damon Hill 1998 im Jordan-Mugen-Honda den Belgien-GP oder Johnny Herbert im Stewart-Ford den Europa-GP für sich entscheiden konnten.

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1982 gewannen elf verschiedene Fahrer ein Formel-1-Rennen. Aber auch 1975 mit neun Siegern und 2003 mit acht Siegern sind stark vertreten. Von Frankreich 1961 bis Frankreich 1962 sowie von Monaco 1982 bis Schweiz 1982 siegten jeweils neun verschiedene Fahrer in Folge. Von einer solchen Varianz kann die Formel 1 derzeit nur träumen.
Und die Allzeit-Rekorde? Drei Rennen hatten gar keinen Sieger in der Startaufstellung: Der allererste Grand Prix 1950 in Silverstone natürlich, aber auch das Indy 500 im selben Jahr, das damals als IndyCar-Rennen ohne Formel-1-Fahrerbeteiligung zur Weltmeisterschaft gerechnet wurde, und der Italien-GP 1960, der von vielen Teams boykottiert wurde.
Die meisten Sieger waren beim Belgien- und Spanien-GP 1975 dabei: Mit Niki Lauda, Emerson Fittipaldi, James Hunt, Mario Andretti, Ronnie Peterson, Jacky Ickx, Carlos Reutemann, Jody Scheckter, Clay Regazzoni, Vittorio Brambilla, Patrick Depailler, Alan Jones, Jacques Laffite, Jochen Mass und John Watson kämpften 15 Fahrer um den Erfolg, die zuvor schon einmal Grands Prix für sich entschieden haben.
Doch 2019 könnte wieder ein Jahr mit neuen Premierensiegern werden. Denn mit Charles Leclerc (Ferrari) und Pierre Gasly (Red Bull) steigen neue Piloten in die Topteams auf.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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