Formel 1: Testfahrten in Barcelona 2018

Formel 1: Neuer Honda eine „Rakete“

Red Bull und Honda auf Kuschelkurs

Die neue Partnerschaft zwischen Toro Rosso und Honda präsentiert sich bei den Testfahrten bisher stark. Das lässt auch Red Bull für die Zukunft hoffen.
Die Männer aus dem Land des Lächeln haben das Lachen wiedergefunden. Drei Jahre lang liefen die Techniker von Honda mit verkniffenen Gesichtszügen und hängenden Köpfen umher. Jetzt hat sich nicht nur das Team geändert, sondern auch die Stimmung. McLaren sorgte dafür, dass Honda zum Gespött des Fahrerlagers wurde. Doch schon die erste Testfahrt im Toro Rosso am Montag machte die Japaner zum Gewinner. 93 Runden fuhr Brendon Hartley mit dem Honda-Motor im Rücken. Dabei stimmte nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern auch das Tempo. Der Neuseeländer fuhr nahezu zeitgleich mit McLaren-Superstar Fernando Alonso, der mit seinem neuen Renault-Motor im Heck trotz mehrerer Versuche nicht am Honda-angetriebenen Junior-Bullen vorbeikam und am Ende frustriert abkürzte.

Toro Rosso fährt ab dieser Saison mit Honda-Power

Es läuft für Honda und die Weichen könnten auch jetzt schon für die Zukunft gestellt sein. Denn Toro Rosso, das Junior-Team von Red Bull, wechselte nur aus einem Grund von Renault zu den Japanern: Um zu sehen wie sich der Honda-Motor entwickelt. Sollten die Japaner Ende der Saison auf Augenhöhe mit Mercedes, Ferrari und besonders Renault sein, wird auch das A-Team von Renault zu Honda wechseln.
Red-Bull-Chefberater Helmut Marko (74) spricht mit ABMS ganz offen über diese Möglichkeit. „Wir hoffen, einen signifikanten Schritt vorwärts zu machen. Das schauen wir uns an, und dann kann ich Mitte des Jahres sagen, was wir machen werden. Normalerweise ist das Wochenende des Singapur GP die Zeit, in der wir Entscheidungen dieser Größenordnung treffen.“

Helmut Marko (l.) mit STR-Pilot Brendon Hartley (r.)

Aber schon nach dem ersten Testtag wirkt Marko äußerst entzückt vom Honda-Antrieb: „Es läuft alles in die richtige Richtung. Dabei ist der Motor, der hier im Toro Rosso zündet, noch nicht mal der für Melbourne.“ Und: Insider, die alle Antriebseinheiten der Formel 1 kennen und vergleichen können, sprechen in den höchsten Tönen vom neuen Honda. Die Anordnung der verschiedenen Elemente lasse auf eine „Rakete“ schließen.
Bezeichnend auch sind die Reaktionen aus dem Verstappen-Lager. Obwohl der Holländer am Dienstagvormittag kaum zum Fahren kam - weil der Renault-Motor mal wieder Probleme machte - richtete der Niederländer den Blick schon längst in die Zukunft: „Schaut Euch an, wie gut der Honda-Motor läuft.“ Fest steht: Wer jetzt darauf wettet, dass das Honda-H 2019 auch auf dem Red Bull prangt, dürfte richtig liegen.

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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